Blockchain-Kühlschrank | Wien Energie und Bosch kooperieren

Der größte Energieversorger Österreichs hat in Zusammenarbeit mit Bosch einen Blockchain-Kühlschrank entwickelt. Dabei setzen die Unternehmen auf Ethereum. Das Gerät wurde am 3. April 2019 im Rahmen der ANON Blockchain Summit, welche vom 2. bis zum 3. April in Wien stattfand, vorgestellt. 

Robert Bosch Logo
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Wien Energie und Bosch haben einen Blockchain-Kühlschrank entwickelt

Im Zuge des ANON Blockchain Summit, welcher vom 2. bis zum 3. April 2019 in Wien stattfand, haben Wien Energie und Bosch einen Blockchain-basierten Kühlschrank vorgestellt. Hierbei setzen die beiden Hersteller auf die Blockchain, um das Gerät zu produzieren. Zudem wollen die Hersteller mithilfe des Projekts das allgemeine Interesse an der Distributed-Ledger-Technologie steigern und die Nutzer bei der Wahl einer nachhaltigen Energiequelle zu unterstützen. 

Mithilfe einer Blockchain haben die Nutzer die Möglichkeit, die Energiequelle eigenständig auszuwählen – wahlweise können die Konsumenten Solar- oder Windenergie nutzen. Um die Transparenz zu maximieren, lässt sich zudem jede verbrauchte Kilowattstunde zum Ursprung zurückverfolgen. Des Weiteren erhalten die Nutzer die Möglichkeit, den kompletten Kühlschrank mithilfe eines mobilen Endgeräts zu steuern. Hierbei kann die Temperatur des Kühl- und Gefrierschranks, die korrekte Nutzung, die Energieaufnahme und die CO2-Emissionen überprüft werden. 

Blockchain Kühlschrank App
Blockchain Kühlschrank App @wienerstadtwerke.at

Wien Energie forciert Tests der DLT-Technologie

Wie das offizielle Statement der Hersteller verdeutlicht, ist das Gerät bisher nicht für den offiziellen Verkauf freigegeben. Stattdessen planen Bosch und Wien Energie eine offizielle Testphase, welche in den kommenden Monaten startet – für die initialen Testphase sind drei Kunden eingeplant. Der Kühlschrank läuft zur Zeit auf Ethereum im Ropsten Testnet.

Laut Peter Gönitzer, dem CEO von Wien Energie, sei die Blockchain eine großartige Möglichkeit, um die unnötige Energieverschwendung zur reduzieren. Mithilfe eines dezentralen Ökosystems ließe sich zudem ein transparenter und nutzerfreundlicher Energiemarkt etablieren. 

Des Weiteren plant Wien Energie die flächendeckende Einführung der Blockchain-Technologie im Energiemarkt. In der Vergangenheit hat das Unternehmen bereits eine Kooperation mit dem Blockchain-Unternehmen Riddle & Code bekannt gegeben. Beide Unternehmen arbeiten an der Implementierung der Distributed-Ledger-Technologie in Viertel Zwei in Wien. Die Testphase der Blockchain startet bereits im Laufe der kommenden Monate und umfasst einen Testkreis von rund 100 Einwohnern. Der Tarif soll herausfinden, welcher Smart-Energy-Tarif den Bedürfnissen der Nutzer entspricht. 

Des Weiteren gab das Unternehmen auch bekannt, dass es eine Blockchain-basierte Ladesäule entwickelt hat. Diese soll die Abrechnung von Ladezyklen auf Basis der Blockchain-Technologie ermöglichen und somit einen maßgeblichen Fortschritt im Markt der E-Fahrzeuge darstellen.