Blockchain als Lösung zur Waffendebatte

Aufgrund anhaltender Probleme mit Waffen steigt der Widerstand der Bevölkerung gegenüber der Waffenlobby kontinuierlich an. Bereits der zweite Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten verbietet eine Einschränkung der US-Amerikaner. Durch den Einsatz der Blockchain Technologie soll nun die angespannte Waffensituation in den USA entspannt werden.

 

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Waffen

 

Blockchain gegen Waffenmissbrauch

Der Informatiker Luke Strgar hat womöglich eine Lösung für die angespannte Waffensituation in den USA. Die Idee basiert auf der Blockchain-Technologie, die zur Registrierung von Waffenkäufen in den USA verwendet werden soll. Insbesondere die Komplexität, Sicherheit sowie die Dezentralisierung zum Einsatz als Register sorgen laut Strgar dafür, dass die Blockchain Technologie eine optimale Lösung für die aktuelle Waffen-Debatte ist. Besonders die Balance zwischen Sicherheit, Anonymität und Skalierbarkeit sorgen prädestinieren die Technologie zum angedachten Einsatz.

Während andere Studenten seines Jahrgangs die letzten Stellschrauben an den Abschlussarbeiten justierten, entwickelte Strgar das Konzept seiner Blockchain-Lösung . Im Rahmen eines zweitägigen Pitchs stellte er die Entwicklung verschiedenen Politikern und Kapitalgebern in Washington vor. Die Diskussion rund um Waffen ist aktuell kontrovers diskutiert und somit ein wichtiges politisches Thema. Das Ziel Strgars ist die Entwicklung einer passenden Lösung, die von allen politischen Lagern unterstützt wird.

 

Entwicklung eines Systems, das für Menschen arbeitet

Der Umstand, dass noch keine zentrale Datenbank mit Käufernamen existiert, macht es für Ermittler und Forscher besonders schwer Verbrechen sowie aktuelle Trends zu analysieren. Zum aktuellen Zeitpunkt verhindert insbesondere die Waffenlobby die Entwicklung einer solchen Datenbank, würde diese die Rechte der amerikanischen Bürger eingrenzen. Laut Strgar wird die Blockchain einen wesentlichen Vorteil gegenüber bestehenden Technologien bieten, denn die neue Technologie kann nicht von der Regierung missbraucht werden. Zudem sorgt der Kauf einer Waffe nicht dafür, dass Menschen komplett transparent werden. Die Distributed-Ledger-Technologie kann zudem eine Manipulation vermeiden.

Auch wenn der Einsatz der Technologie aktuell nicht akzeptiert wird, so kann sich das Stimmungsbild in wenigen Jahren komplett wandeln. Sobald die Forscher und Entwickler ein tieferes Verständnis für die Entwicklung der Dienste besitzen, könnte die Blockchain die technologische Grundlage für eine perfekte Problemlösung darstellen. Zum aktuellen Zeitpunkt ist die Technologie jedoch eher mit dem Web zu Beginn der 90er Jahre zu vergleichen, denn die Technologie scheint vielversprechend, allerdings gibt es kaum ein konkretes Anwendungsbeispiel.

 

Debatte um Waffen kann entschärft werden

Die häufigen Amokläufe der vergangenen Jahre und Monate trugen dazu bei, dass Strgar einen intensiveren Blick auf den Besitz von Waffen warf . Zudem sieht er die anhaltenden Diskussionen als falsches Mittel zur Problemlösung an. Das grundlegende Recht des Waffenbesitzes sollte demnach aufrechterhalten werden, allerdings muss eine Möglichkeit zur Überprüfung der potenziellen Käufer entwickelt werden. Auch Politiker sehen die Idee als einen sinnvollen Ansatz an. Insbesondere die Abstraktion des gesamten Problems sei demnach sowohl aus Sicht des Waffenbesitzers, als auch aus Sicht des Waffenproduzenten erfolgt. Auch Politiker erwarten, dass die Idee noch Anklang bei der Waffenlobby finden wird, denn sie ist keine Einschränkung der Bürgerrechte und kann zudem das Grundrecht auf Waffenbesitz sichern.

Den kommenden Sommer wird Strgar in die Entwicklung des grundlegenden Konzepts investieren und dieses anschließend erneut in einem Pitch vorstellen. Strgar erwartet dennoch einen langen und steinigen Weg, bis die Technologie in zwei bis drei Jahren ihren Durchbruch feiern wird.