BitCoin POS – Darum wirft das Projekt so viele Fragen auf

Bitcoin PoS - Red Flags!

Mit BitCoin POS (BPS) ist jüngst eine neue Kryptowährung gestartet, die eine Alternative zum klassischen Bitcoin darstellen soll. Während sich die Codebasis in vielen Bereichen stark ähnelt, gibt es einen grundsätzlichen Unterschied, BitCoin POS basiert auf dem Proof of Stake (PoS).

Das bedeutet, dass Bitcoin POS Blöcke, welche Transaktionen beinhalten, zur Verifikation an die Nutzer delegiert. Beim klassischen Bitcoin müssen die Teilnehmer stattdessen Rechenleistung einbringen, um im Wettbewerb diese Blöcke abzuschließen. Im Umkehrschluss ist BPS somit ein Entwurf, den die Nutzer verwenden können, um mit Ihrem Investment ein passives Einkommen zu erzielen.

Dieser Ansatz ist nicht neu, denn zahlreiche andere Kryptowährungen setzen bereits den Proof of Stake. Allerdings macht das Unternehmen hinter Bitcoin POS einiges anders. So gab es in der jüngeren Vergangenheit zahlreiche Pressemitteilungen. Es gibt sogar eine Werbekampagne mit Sophia Thomalla.

Wir haben uns das Projekt genau angeschaut und nutzen diesen Weg, um unserer Skepsis Ausdruck zu verleihen. Im Folgenden erfahren Sie, warum wir dem Projekt äußerst kritisch gegenüberstehen.

Bitcoin POS – Was ist das?

Spätestens seitdem Sophia Thomalla für BitCoin POS (BPS) wirbt, werden immer mehr Menschen auf das Projekt aufmerksam. Vermehrt haben uns Nutzerfragen erreicht, die sich erkundigen wollten, was BitCoin POS eigentlich ist und was hinter der Blockchain G999 steckt. Handelt es sich hierbei ernsthaft um ein seriöses Projekt?

Die Website des Unternehmens wirkt auf den ersten Blick seriös und hat nur wenig gemeinsam mit einem Betrugsschema wie OneCoin. Wer noch keine Erfahrungen mit der Blockchain-Technologie im Allgemeinen gemacht hat, liest im ersten Schritt sehr interessante und verlockende Informationen, die irgendwie mit Bitcoin zusammenhängend erscheinen. Wer allerdings den Bullenmarkt von 2017 und die damit eingegangene Welle an ICOs erlebt hat, wird wohl erste Zweifel am Projekt bekommen.

Direkt auf der Homepage erwarten den Leser zahlreiche Versprechungen wie „ein dezentralisiertes Ökosystem“, „sofortige Transaktionen“ oder eine „sicheres Netzwerk“. Insgesamt haben wir den Eindruck, dass sich die GSB Gold Standard Banking Corporation G999 als bessere Alternative zu Bitcoin vorstellen möchte. Hier ist im Grunde auch nichts Verwerfliches einzuwenden, denn Bitcoin verfügt als älteste Blockchain bekanntlich nicht mehr über die modernste Codebasis.

Nichtsdestotrotz gibt es einige Warnsignale, die uns zu der Schlussfolgerung führen, dass BitCoin POS kein wirklich seriösen Projekt ist. Auf eben jene Warnsignale wollen wir im Folgenden genauer eingehen.

Die Historie der GSB Gold Standard Banking Corporation AG ist mehr als fragwürdig

Neben dem Website-Inhalt ist der zweite Punkt, der das Projekt in einem fragwürdigen Licht erscheinen lässt, GSBs Firmengeschichte. Kurz und knapp gesagt, gibt es das Unternehmen bereits seit 10 Jahren. Am 30.11.2010 wurde das Unternehmen unter dem Namen Gesella Bau UG gegründet und ein Jahr später in die Gesella Bau GmbH umfirmiert. Es folgte eine Umfirmierung in die Gesella GmbH sowie ein Geschäftsführerwechsel auf die Person Kristina Heit. Nur weniger Monate später erfolgte eine erneute Umfirmierung in die Gazella Invest GmbH.

GSB Gold Standard Banking Corporation AG Umfirmierenden
Die Umfirmierungen der GSB Gold Standard Banking Corporation AG in den letzten Jahren

Nachdem das Unternehmen ein Jahr unter diesem Namen agierte, erfolgte eine weitere Umfirmierung in die GCC Gazella Corporate Capital GmbH. Am 2. Januar 2018 übernahm Josip Heit das Unternehmen und führte abermals eine Umfirmierung durch. Statt der GmbH sollte das Unternehmen fortan als AG fungieren. Die finale Umfirmierung in die GSB Gold Standard Banking Corporation AG erfolgte erst am 21.02.2020.

Objektiv betrachtet handelt es sich hierbei lediglich um Umfirmierungen. Allerdings gehören 7 Umfirmierungen innerhalb von nur 10 Jahren keinesfalls der Normalität an. Auch die Historie eines Bauunternehmens mit dem Gegenstand „Rohrbau und die Verarbeitung von Beton und Stahlbeton”, das sich in ein modernes Blockchain-Unternehmen wandelt, wirkt sehr befremdlich. Den Handelsregisterauszug haben wir bewusst nicht veröffentlicht, jedoch von online-handelsregister.de erworben. Aus unserer Sicht ist die Firmenhistorie ein großes Warnsignal.

Heits Involvierung in das Karatbar Ponzi-Schema

Doch jetzt wird es erst richtig interessant, denn der aktuelle Unternehmensgegenstand, also der Zweck, den dieses Unternehmen erfüllen soll, lautet:

Unternehmensgegenstand GSB
Der Unternehmenszweck der GSB Gold Standard Banking Corporation AG

Im ersten Moment waren wir etwas verwirrt, denn dieser Unternehmenszweck passt gar nicht zu der angebotenen Dienstleistung. Immerhin soll G999 mit seinem BitCoin POS eine Alternative zu anderen Kryptowährungen darstellen. Doch im Rahmen der Recherche wurde es richtig spannend, denn schnell wurden Verbindungen von Josip Heit und den Unregelmäßigkeiten um KaratGold offensichtlich.

Denn 2018 haben Josip Heit, Harald Seiz, Alex Bodi und Ovidiu Toma das  MLM-Unternehmen Karatbars International gegründet. Das Unternehmen wurde insbesondere durch Forbes als einer der aussichtsreichen Projekte in Asien beworben. Laut Forbes sollte das Projekt einen 40-fachen Return on Investment erzielen.

Allerdings haben die Anleger bis heute nicht die gewünschte Rendite erzielt. Warnsignale wie eine Einstufung als MLM-Schneeballsystem in Namibia und vor Gericht laufende Rechtsstreitigkeiten zeigten, dass Anleger am besten kein Investment in Betracht ziehen.

Auch das Gold, welches die digitale Währung absichern sollte und aus einer Mine gewonnen wurde – diese existierte natürlich niemals bei einem der Unternehmen – konnte niemals nachgewiesen werden. Mehr zu diesem Schneeballsystem erfahren Sie in diesem Artikel; eine öffentliche Stellungnahme der BaFin finden Sie hier.

Wir finden, dass die Personalie Josip Heit deshalb klar infrage gestellt werden sollte. Weder das Unternehmen GSB Gold Standard Banking Corporation, noch der Geschäftsführer erwecken einen positiven Eindruck. Vor allen Dingen die Beteiligung an den Unregelmäßigkeiten rund um KaratGold sind für uns ein weiteres Warnsignal, welches gegen ein Investment in BitCoin POS spricht.

Bitcoin POS – Wo sind die hohe Geschwindigkeit und die vielen Fullnodes?

Nachdem wir nun das Unternehmen und die Person Josip Heit betrachtet haben, wollen wir etwas genauer auf die Technologie, also die Blockchain G999 eingehen. Auf der Website wirbt die GSB Gold Standard Banking Corporation vor allen Dingen mit der hohen Geschwindigkeit und der damit verbundenen Nutzbarkeit für Transaktionen.

Dabei sei BitCoin POS viel besser als der klassische Bitcoin, denn immerhin sei die entwickelte Lösung weitaus skalierbarer. Doch wer sich Bitcoin kauft und sich seinen Anwendungsfall wirklich anschaut, der sollte realisieren, dass BTC keine Ablösung für Zahlungssysteme wie PayPal, Mastercard oder Visa ist. Vielmehr ist Bitcoin ein digitales Asset zur Vermögensaufbewahrung. Hierbei stehen Werte wie die Dezentralität, Sicherheit und Resistenz gegenüber staatlichen Eingriffen im Vordergrund.

Und betrachten wir diese Grundpfeiler, so kann BitCoin POS auf keiner Ebene mit Bitcoin mithalten. Insbesondere die Dezentralität werden wir im folgenden Kapitel beleuchten und dabei aufzeigen, warum Bitcoin POS nicht dezentral organisiert ist.

Außerdem wirbt das Unternehmen auf der Homepage damit, dass BitCoin POS dreimal so viele Transaktionen wie Bitcoin abwickeln kann. Um das nachzuvollziehen, haben wir uns den Block Explorer von Bitcoin POS angeschaut. Auffällig ist vor allen Dingen, dass es so gut wie keine Transaktionen gibt. Es gibt nur Transaktionen zur Auszahlung der Staking Rewards. Ansonsten laufen keine weiteren Transaktionen über dieses Netzwerk. Staking Rewards gelten als Ersatz für Mining Rewards und werden an Benutzer ausgeschüttet, die ihre Coins zum Staking bereitstellen. Geht man davon aus, dass bis auf GSB nur weniger andere Staking-Teilnehmer im Netzwerk aktiv sind, wird der Großteil der Staking-Rewards auch an GSB ausgeschüttet.

BitCoin POS Block Explorer
Die aktuellsten Blöcke bei Bitcoin POS – Nutzung auf Staking beschränkt

Von einer intensiven Benutzung der Blockchain, einem regen Handel an den Börsen oder dem Betrieb von Staking Nodes sind also keinerlei Spuren zu finden. Wer jetzt denkt, dass das an dem geringen Alter der Blockchain liegt, sollte die Transaktionen anderer Projekte mit einer vergleichbaren Marktkapitalisierung anschauen. Hier gibt es eklatante Unterschiede, sodass die transaktionsarme Blockchain für uns ein weiteres Warnsignal ist.

Außerdem wird auf der Website die enorme Anzahl an Fullnodes, also die Netzwerkknoten, hervorgehoben. Trotz ausgiebiger Recherche konnten wir nichts über diese Fullnodes herausfinden und können somit diese Behauptung weder bestätigen, noch dementieren. Da trotz alledem eine geringe Netzwerknutzung vorliegt und es einfach keine Hinweise über diese Nodes gibt, wollen wir diese Behauptung ebenfalls kritisch hinterfragen.

Ist G999 wirklich ein dezentrales Projekt?

Einer der Begriffe, der zwangsläufig mit Blockchain-Projekten wie Bitcoin oder Ethereum in Verbindung gebracht wird, ist jener der Dezentralität. Ebene jene Dezentralität spielt bei Bitcoin eine maßgebliche Rolle und ist aus unserer Sicht einer der offensichtlichsten Unterschiede zu BitCoin POS.

Immerhin hat eine zentrale Instanz, GSB Global Standard Banking Corporation, die grundlegende Blockchain-Basis, die G999 Blockchain, entwickelt. Die Roadmap, welche das Projekt auf der eigenen Webseite hervorhebt, legt den Fokus klar auf neue Anwendungsfälle. Allerdings ist von eben jenen Anwendungsfällen nicht sonderlich viel zu sehen.

BitCoin POS Github
Ein dezentrales Projekt ohne gepflegtes GitHub ist fragwürdig

Interessanter ist jedoch, dass das Repository bei GitHub – hier sollte die Entwicklung stattfinden – noch komplett leer ist. Weder bei Bitcoin POS noch bei BitcoinPosDev gibt es Dateien, welche für eine Weiterentwicklung des Software-Protokolls sprechen und den hohen Zielen der Roadmap gerecht werden. Vielmehr wurde der Entwickler-Account erst am 4. Dezember angelegt.

GitHub BPS Developer
Auch der Developer Account bietet nicht mehr Details

Aus unserer Sicht ist die versprochene Dezentralität schlicht und ergreifend nicht gegeben. Dies ist im Vergleich zur echten Bitcoin Blockchain ein signifikanter Unterschied und ein erster Grund der gegen die Glaubhaftigkeit des Projekts spricht. Als dezentrales Projekt sollten die Entwickler eben jene Dezentralität leben und kein Geheimnis aus der Codebasis machen.

Fragwürdiges Premining von BitCoin POS

Das Whitepaper zu Bitcoin POS wirkt auf den ersten Blick sehr professionell. Allerdings gibt es unter dem Punkt „Bitcoin PoS Block Rewards” einige Auffälligkeiten. So machen die Entwickler zwar deutlich, dass sich auch bei Bitcoin POS die Belohnung der ausgeschütteten BPS alle 700.000 Blöcke reduziert, doch überraschenderweise werden die ersten 5.000 Blöcke im Voraus von den Entwicklern abgeschlossen. Überraschend ist diese Angabe, da es laut GitHub überhaupt keine Entwickler zu geben scheint.

Premining von BPS im Whitepaper
Die GSB Gold Standard Banking Corporation AG hat die ersten 5.000 Blöcke erhalten, Quelle: BitcoinPos

Da die ersten 40.000 Blöcke eine Belohnung von 50 BPS enthalten, kommen die Betreiber der GSB Gold Standard Banking Corporation unmittelbar in den Besitz einer relevanten Menge an BPS. Mit 250.000 BPS kann das Unternehmen maßgeblich von Staking profitieren – Ausgaben für die Entwicklung sind anscheinend nicht eingeplant. Auch hier wollen wir nochmals auf die Dezentralität eingehen, denn durch die große Allokation der Coins zentralisiert GSB unmittelbar die größten Staking Ressourcen auf die eigenen Wallets.

Aus unserer Sicht ist das wieder ein Warnsignal, welches Anleger bei Ihrer Investmententscheidung berücksichtigen sollten.

Ist Bitcoin POS sicherer als Bitcoin?

Es gibt einige fundamentale Unterschiede zwischen Proof of Stake und Proof of Work. Satoshi Nakamoto, der Gründer von Bitcoin, entschied sich damals für den Proof of Work, um das Netzwerk besonders sicher zu gestalten. Da die Teilnehmer zu Bestätigung von Transaktionen Energie einbringen müssen, ist es nicht möglich, dieses System zu betrügen. Es lässt sich sagen, dass es eine thermodynamische Absicherung gibt, die nicht überwunden werden kann.

Beim Proof of Stake sieht das anders aus, denn der Abschluss der Blöcke korreliert mit der gehaltenen Anzahl an Coins. Wer also mehr als 50 % der Coins hält, hat praktisch die volle Kontrolle über das Netzwerk, da hier die meisten Nodes betrieben werden können. Die Kosten für den Betrieb der Nodes sind allerdings sehr gering und die Beteiligung an den Transaktionsgebühren ist mehr als ausreichend, um eben jene Gebühren zu finanzieren.

BPS Sicherheit
Die Kontrolle zu zentralisieren schützt natürlich vor einer 51%-Attacke – Auszug aus der Pressemitteilung

Soll also zu einem späteren Zeitpunkt die Kontrolle von wenigen Entitäten genommen werden, ist dies nicht möglich, außer diese entscheiden sich proaktiv zum Verkauf von Anteilen.

Beziehen wir also dieses Status Quo auf Bitcoin POS, so zeigt sich, dass die versprochene Sicherheit nicht wirklich gegeben ist. Vielmehr werden die Vorteile des Proof of Work schlecht geredet, um sich selbst eine mediale Plattform aufzubauen.

Für uns ist diese angegebene Fehlinformation ein weiteres Warnsignal, welches Anleger definitiv nicht unterschätzen sollten.

Sehr hohe mediale Aufmerksamkeit durch Pressemitteilungen und Videos

Auf Bitcoin POS wurden wir erstmalig dank einiger Leserkommentare aufmerksam. Schnell folgten darauf die Werbespots mit Sophia Thomalla in der Hauptrolle.

Überraschenderweise hat eine vielzahl namhafter Medien der Pressemitteilung von GSB Gold Standard Banking Corporation eine mediale Plattform geboten. Nach unserem Kenntnisstand hat die GSB die – vermutlich hausintern verfasste – Pressemitteilung auf den folgenden Plattformen veröffentlicht:

  • Onvista
  • Tagesspiegel
  • Frankfurter Rundschau
  • Computerworld
  • Motorzeitung
  • rp-online
  • Berliner Morgenpost
  • Weitere Lokalzeitungen

Insgesamt hat sich GSB mit seinen Veröffentlichungen eine breite mediale Bühne verschafft. Wirklich hochwertig wirkt die Pressemitteilung auf uns jedenfalls nicht. Hauptsächlich werden die „Vorteile“ von BitCoin POS hervorgehoben. Außerdem erhärtet sich der Eindruck, dass das Unternehmen eine Assoziation mit Bitcoin erreichen möchte, um von der aktuellen Kursentwicklung der Digitalwährung zu profitieren.

Fragwürdig sind die Aussagen, die im Laufe der Pressemitteilung getroffen werden. Besonders hervor sticht dabei die Aussage, dass Bitcoin zu einem Proof of Stake Algorithmus wechsle. Diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch, denn der Proof of Work ist aufgrund seiner Sicherheit ein fundamentaler Bestandteil von Bitcoin und es gibt keine Andeutungen der Core-Entwickler, dies in naher Zukunft zu ändern.

BitCoin POS mit Falschaussagen
Eine Behaupt, dass Bitcoin auf einen Proof of Stake wechselt, Quelle: rp-online

Auch der Schutz vor einer feindlichen Übernahme des Netzwerks wird von GSB beleuchtet. Allerdings muss das Netzwerk einen solchen Angriff wohl kaum befürchten, denn die GSB Gold Standard Bank Corporation wird seinen Anteil am Netzwerk wohl kaum aus der Hand geben.

Beim letzten Warnsignal möchten wir auf die Werbekampagne mit Sophia Thomalla zu sprechen kommen, die u.a. am New Yorker Time Square präsentiert wurde. Dieser Werbespot ist reines Marketing und beleuchtet an keinem Punkt den Nutzen des Netzwerks oder der Blockchain-Technologie. Vielmehr stellt ihr Josip Heit verschiedene Staking Verträge vor. Im Video ist etwa ein „Standard Gold Staking“-Vertrag oder die „VIP Cold Staking Wallet“ zu erkennen.

Die zahlreichen Fehlinformationen, welche in den verbreiteten Pressemitteilungen enthalten sind, und der schlechte Inhalt aus dem Werbespot sind für uns Grund genug, die Glaubwürdigkeit des gesamten Projekts infrage zu stellen.

BitCoin POS kaufen – Kein Listing auf seriöser Krypto-Börse

Einen weiteren Kritikpunkt, den potentielle Anleger aus unserer Sicht berücksichtigen müssen, ist die Handelbarkeit von BPS. Wenig überraschend ist der Coin an keiner der großen und regulierten Krypto-Börsen gelistet. Aktuell können Kunden BPS an folgenden Handelsplätzen erwerben:

  • Hotbit
  • Bilaxy
  • CoinTiger
  • FinexBox
  • Crex24

Die Marktkapitalisierung von aktuell rund 100 Millionen US-Dollar erscheint uns als weit zu hoch.

Auch der Fakt, dass keine der beliebten Handelsplätze die Kryptowährung bisher führen möchte, spricht gegen das Projekt. Mit einem Handelsvolumen von 189.000 US-Dollar ist auch die Liquidität nicht besonders hoch. Folglich gibt es auch hier ein weiteres Warnsignal, welches gegen das Projekt spricht.

Das öffentliche Verhalten von GSB Gold Banking Standard Corporation ist besorgniserregend

Schlussendlich kommen wir zum letzten Punkt, der dafür sorgt, dass wir das Projekt skeptisch sehen: das öffentliche Verhalten von GSB.  Der nachfolgende Tweet zeigt, dass andere deutsche Medien für ihre Berichterstattung abgemahnt wurden. Zahlreiche YouTuber mussten Ihre Videos offline nehmen, da GSB Gold Standard Banking Corporation AG mit Klagen gedroht hat.

Aus diesem Grund haben auch wir uns dazu entschieden, hier objektiv und faktenbasiert zu arbeiten und keine Mutmaßungen in den Raum zu stellen. Nichtsdestotrotz finden wir die Handhabung von GSB fragwürdig, denn welches ehrliche Projekt würde als erste Kontaktaufnahme direkt Drohungen an kleine Nischen-Medienplattformen versenden? Eine öffentliche Stellungsnahme, in der Fakten geliefert und Kritiken widerlegt werden, wäre wünschenswert.

Zum aktuellen Status Quo ist das Verhalten kaum tragbar und spricht klar gegen das Projekt. Aus diesem Grund ergibt sich auch hier ein weiteres Warnsignal, welches uns dazu führt, dass die Betreiber kein seriöses und tendenziell erfolgversprechendes Projekt mit Bitcoin POS unterhalten.

Fazit: Wir stehen Bitcoin POS äußerst skeptisch gegenüber

Abschließend wollen wir unsere bisherigen Erkenntnisse zusammenfassen. Bitcoin POS zeichnet sich vor allen Dingen durch die bisher unerfüllten Versprechungen aus. Besonders kritisch zu betrachten ist die Zentralisierung des Projekts, die Kommunikation über öffentliche Plattformen, die Historie der Firma und des Geschäftsführers sowie die kaum vorhandene Nutzung der Blockchain.

Zum aktuellen Zeitpunkt sehen wir das Projekt nicht als wirkliche Alternative zu großen SoV-Kryptowährungen. Wer sein Geld in Bitcoin POS investiert, sollte sich vorher genaustens mit dem Risiko dieses Investments befassen.

Dieser Artikel wird stetig aktuell gehalten. Außerdem hoffen wir, dass dieser Beitrag das notwendige mediale Interesse weckt, das notwendig ist, um möglichst viele Anleger über die Risiken eines solchen Investments zu informieren.

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