Winklevoss Zwillinge – Sportler, Unternehmer und Bitcoin-Milliardäre

Die Winklevoss Zwillinge sind nicht nur seit dem Film The Social Network weltweit bekannt, auch in der Krypto-Branche haben sich die beiden einen Namen gemacht. Die Brüder gelten als Bitcoin-Milliarde und sind einflussreiche Charaktere in der Krypto-Szene.

Winklevoss Zwillinge
Winklevoss Zwillinge @wikimedia.org

Winklevoss Brüder – eine kurze Biografie

Tyler und Cameron Winklevoss wurden am 21. August 1982 in Southampton, New York, geboren. Ihr Vater war außerordentlicher Professor für Aktuarwissenschaften an der Pennsylvania Universität. Die Brüder nahmen ihr Erststudium im Jahr 2000 an der Harvard University auf mit dem Hauptfach Wirtschaft. Im Jahr 2004 schlossen sie das Studium mit den Bachelor of Arts ab. Bereits in ihrer High School Zeit hatten Cameron und Tyler mit dem Rudersport begonnen und führten ihn auch in Harvard erfolgreich fort. Dort waren sie Mitglieder der Harvard Varsity Männer Crew.

Im Jahr 2008 nahmen sie gemeinsam an den Olympischen Sommerspielen in Peking teil und erzielten im Rudersport den Platz 6 für die USA. Ihren MBA Abschluss in Betriebswirtschaft erzielten die Brüder im Jahr 2010 an der Oxford Universität. Auch in dieser Zeit begleitete das Rudern die Brüder weiterhin. Sie ruderten im Blue Boat, das traditionell als das beste Boot im Wettkampf zwischen Cambridge und Oxford gilt.

Die Geschäfte und Erfolge der Zwillinge

Während ihrer Zeit in Harvard gründeten die Winklevoss Brüder gemeinsam mit einem anderen Studenten eine Social-Networking-Website mit dem Namen ConnectU. Im Jahr 2004 verklagten sie Mark Zuckerberg für den Diebstahl ihrer Idee zur Gründung von Facebook. Die Parteien konnten sich schließlich auf eine Vergleichszahlung von 65 Millionen US$ einigen. Dieses Geld konnten die Zwillinge sinnvoll investieren. Sie kauften 200.000 Bitcoins in einer frühen Phase, als der Wert noch bei etwa 7 US$ pro Coin lag. Bei dem aktuellen Wert von über 10.000 US$ gelten die beiden als Bitcoin-Milliardäre.

Cameron und Tyler sind nicht nur Bitcoin-Besitzer. Sie erkannten früh das Potential von Kryptowährungen und haben natürlich Interesse daran den Wert des Bitcoins weiter zu fördern.

  • Winklevoss Capital: Die Brüder gründeten das Unternehmen 2012 als Venture Capital. Das Unternehmen mit Hauptsitz in New York investiert in verschiedene Anlageklassen. Das Portfolio ist breit gefächert, konzentriert sich jedoch größtenteils auf die Bereitstellung von Infrastruktur und Startkapital für Jungunternehmen. Diese stammen unter anderem auch aus der Blockchain-Szene. Zur Webseite
  • Gemini Exchange: Die Krypto-Börse und Depotbank wurde 2014 gegründet und wird von der New Yorker Finanzaufsichtsbehörde reguliert. Der Exchange erlaubt es seinen Kunden Kryptowährungen wie Bitcoin, Litecoin, Ether, Bitcoin Cash und andere Kryptowährungen zu kaufen, handeln und verwahren können. Gemini war die erste lizenzierte Ethereum-Exchange mit Sitz in den USA.
  • Winkdex: Der 2014 gegründete Finanzindex verwendet Daten von sieben Börsen und gewichtet die Preise nach dem Handelsvolumen an jeder Börse, um den Wert von Bitcoin und Ether abzubilden.
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Zusammenarbeit zwischen Winklevoss Brüdern und Zuckerberg?

Für viele war Mark Zuckerbergs Vordringen in die Krypto-Szene nicht nur wirtschaftlich ein interessantes Ereignis. Die Rivalität und die Konflikte zwischen Zuckerberg und den Winklevoss Brüdern war jedem bekannt. Versuchte er also erneut die Brüder zu übertrumpfen und ihnen einen Markt streitig machen? Das ist eher unwahrscheinlich. Tyler und Cameron sind mit der Blockchain-Welt wesentlich vertrauter und bewegen sich schon seit Jahren in dieser Szene. Die Erfahrung und der Einfluss der Brüder sind die Dinge, die Zuckerberg fehlen. Es ist daher verständlich, wieso er ein Interesse daran hat die Zwillinge für seine Libra Association zu gewinnen.

Die Zusammenarbeit dürfte sich auch für die Winklevoss Brüder lohnen. Sie möchten das Token-Angebot auf ihrem Gemini Exchange bis 2020 ausweiten. Eine Kryptowährung mit einer potentiell so großen Nutzerbasis, wäre da eine willkommene Ergänzung. Libra könnte bis 2021 über 19 Milliarden zusätzlichen Umsatz für Facebook einbringen, laut Schätzungen von Barclay aus dem Frühjahr 2019. Bisher ist Coinbase die einzige Krypto-Börse, die der Libra Association beigetreten ist. Diesen lukrativen Markt werden die Brüder nicht allein der Konkurrenz überlassen wollen. Generell bedeutet der Einstieg von Facebook in den Krypto-Markt automatisch, dass die Branche mehr in den Mainstream-Bereich rückt. Höhere Akzeptanz führt gleichzeitig zur Wertsteigerung von Kryptowährungen, besonders der von Bitcoin. Das käme den Winklevoss Brüdern zu Gute, die den Bitcoin zur digitalen Gold-Alternative führen möchten. Eine Zusammenarbeit der einstigen Rivalen ist daher keine so abwegige Idee.