we.trade: Der Mittelstand handelt mit der Blockchain

Kann die neue Handelsplattform we.trade den Banken die Blockchain schmackhaft machen? Die Blockchain-Technologie ist die Basis, auf der Kryptowährungen funktionieren, und gilt potentiell als Bedrohung für klassische Finanzintermediäre wie Banken. Denn die Verschlüsselung von Transaktionsdaten im Rahmen der “Blockkette” macht “Mittler”, die für die Sicherheit und die Ausführung von Transaktionen garantieren, eigentlich überflüssig. Einige Banken wollen die Blockchain aber nicht nur als Bedrohung sehen, sondern sie jetzt gezielt zum Geschäftsaufbau nutzen – mit der neuen Handelsplattform we.trade.

 

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we.trade – Virtueller Marktplatz für kleine und mittlere Unternehmen

We.trade ist keine neue Trading-Plattform für Finanzspekulation. Die gibt es mittlerweile zahlreich am Markt. We.trade hat eine ganz andere Ausrichtung. Hier geht es darum, Handelsgeschäfte zwischen kleinen und mittleren Unternehmen zu ermöglichen und damit in Zusammenhang stehende Finanztransaktionen abzuwickeln. Das Angebot richtet sich damit bevorzugt an kleinere Firmenkunden der beteiligten Geldhäuser und hat nichts mit Börsenspekulation zu tun. Die Plattform will vielmehr ein virtueller Marktplatz sein, auf dem mittelständische Unternehmen einfach, bequem und sicher miteinander “ins Geschäft kommen” können. In diesem Sinne verfolgt das Projekt das Ziel, für kleine und mittlere Unternehmen

  • Export- und Import-Geschäfte leichter zu machen
  • das Eingehen neuer Handels- und Geschäftsbeziehungen zu unterstützen
  • für mehr Markttransparenz zu sorgen
  • den Zugang zu Handelsfinanzierungen zu verbessern

Damit soll gleichzeitig das Firmenkundengeschäft der beteiligten Banken im Mittelstands-Segment gestärkt werden.

Die Plattform will vielmehr ein virtueller Marktplatz sein, auf dem mittelständische Unternehmen einfach, bequem und sicher miteinander “ins Geschäft kommen” können

 

Ein Joint Venture von führenden europäischen Banken

Hinter we.trade stehen neun namhafte europäische Kreditinstitute. Deutsche Bank, HSBC, KBC, Natixis, Nordea, Rabobank, Santander, Société Générale und Unicredit sind in ihren jeweiligen Ländern Marktführer und international tätig. Dementsprechend sollen in einem ersten Schritt die elf europäischen Heimatmärkte der beteiligten Banken mit dem Angebot abgedeckt werden. Es handelt sich um Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Italien, die Niederlande, Norwegen, Schweden und Spanien. Den rechtlichen Rahmen für die Plattform bildet die “we.trade Innovation DAC” – ein Joint Venture-Unternehmen mit Sitz in der irischen Hauptstadt Dublin.

 

 

Kein exklusives Vorhaben – Beteiligung ausdrücklich erwünscht

Noch ist we.trade im Aufbau. Das Projekt befindet sich aber im Zeitplan und die Initiatoren hoffen, pünktlich im Sommer dieses Jahres an den Start gehen zu können. Wenn sich die Plattform erfolgreich etabliert hat, will man den Marktplatz auch für Unternehmen in weiteren europäischen Ländern öffnen. Die Beteiligung am Joint Venture soll auch nicht auf die genannten Gründer-Banken beschränkt bleiben. Andere Institute sind ausdrücklich eingeladen, sich ebenfalls zu beteiligen. Das ist einleuchtend: denn jede Bank, die zusätzlich mitmacht, bringt weitere Firmenkunden mit, die dazu beitragen können, dass der virtuelle Marktplatz gut funktioniert. In diesem Sinne soll in einem weiteren Ausbauschritt auch Drittpartnern außerhalb des Bankenbereichs die Beteiligung möglich gemacht werden.

 

Pionier bei Blockchain-Anwendungen

We.trade sieht sich selbst in Sachen Blockchain-Anwendung als Pionier. Es handele sich um die weltweit erste konkrete, als Geschäftsmodell taugliche und aussichtsreiche Anwendung der Blockchain-Technologie überhaupt, wird von Roberto Mancone, COO von we.trade, betont. Bereits jetzt berichten die Macher von we.trade von einem hohen Interesse an ihrem Projekt. Noch mehr Informationen zu we.trade gibt es hier. Auf den Start darf man gespannt sein.