Siemens plant Blockchain und Technologie-Innovationscampus in Berlin

Am vergangenen Mittwoch dem 31.10.2018 verkündete Siemens den Bau eines Innovationshubs in Berlin. Insgesamt plant Siemens ein Investment von 600 Millionen Euro, um die Innovationen in den Bereichen Industrie und Technologie voranzubringen.

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600 Millionen Euro für den Aufbau der Siemensstadt

Wie Joe Kaeser am vergangenen Mittwoch mitteilte, wird Siemens rund 600 Millionen in den Aufbau der neuen Siemensstadt investieren. Hierbei handelt es sich um einen Innovationshub in Berlin – Siemens kehrt mit dieser Strategie zu den Wurzeln des Unternehmens zurück. Im Zuge des Projekts soll das bestehende Werksgelände in Spandau in ein großes und modernes Industriegebiet transformiert werden und die Kooperation zwischen Wissenschaft und Wirtschaft fokussieren. Das Projekt soll bis zum Ende des Jahres 2030 abgeschlossen werden und der neugestaltete Technologie-Campus eine Brutstelle für aufstrebende Startups sein.

Vor allem wichtige Technologien wie verteilte Energiesysteme und Energiemanagement, Elektromobilität, maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz, Data Science und die Blockchain-Technologie sollen in der Siemensstadt vorangetrieben werden. Vor allem stellt das Investment aber ein positives Signal für den Wirtschaftsstandort Deutschland dar. Demnach könnten mehrere hundert Arbeitsplätze geschaffen werden – eine präzise Aussage durch Siemens gab es dabei nicht.

Siemens in der Neuausrichtung

Doch neben der Fokussierung auf neue Technologien, etwa der Blockchain-Technologie, muss Siemens auch einen Umbruch meistern. Berits im letzten Monat gab der Konzern bekannt, das rund 2.900 Arbeitsplätze in Deutschland rationalisiert werden müssen. Insgesamt sollen so 500 Millionen Euro eingespart werden.

Auch der CEO, Joe Kaeser, sieht in dem Projekt eine herausragende Möglichkeit für Siemens. Dabei folge dieses Projekt den Wurzeln der ursprünglichen Siemensstadt, welche bei der Zukunftsausrichtung der Industrie beitrug. Die ursprüngliche Siemensstadt von 1897 sollte vor allem Platz zum Arbeiten, Forschen und Zusammenleben bieten. Heute müssten sich viele Unternehmen ein Bild über die Arbeit der Zukunft machen. Vor allem das Arbeiten, Lernen und Zusammenleben wird immer wichtiger. Zudem gewinnt die Konnektivität eine größere Rolle im Alltag, sodass sich auch neue Ökosysteme bilden. Schlussendlich findet sich in Michael Müller, dem Berliner Bürgermeister, ein Fürsprecher für das Projekt. Vor allem die Rolle Berlins als Innovationshub würde durch Leuchtturmprojekt gestärkt.