OECD | Ankündigung eines Blockchain Policy Forums

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat das erste internationale Blockchain Policy Forum angekündigt. Die Veranstaltung soll vom 4. bis zum 5. September stattfinden und zur ersten internationalen Großveranstaltung seiner Art avancieren.

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Blockchain Policy Forum – Großveranstaltung für Einsatz der Blockchain-Technologie

Im Rahmen einer Pressemitteilung kündigte die OECD das erste offizielle Blockchain Policy Forum an. Die Großveranstaltung soll zwischen dem 4. und 5. September in Paris stattfinden. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Blockchain-Technologie. Dabei plant die OECD die Themen Blockchain-Einsatz im Rahmen von öffentlichen Initiativen, regulatorischen Aspekten sowie Regierungsaktivitäten zu forcieren.

Des Weiteren sollen im Rahmen des Forums die möglichen Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf die Cybersicherheit, den Datenschutz, die Etablierung eines nachhaltigen Wachstums, die Weltwirtschaft und Praktiken zur Etablierung neuer Governance-Richtlinen diskutiert werden. Ein erster Bericht der OECD legt zudem offen, dass mehr als 400 staatliche Entscheider am Blockchain Policy Forum teilnehmen werden. Aus dem Terminplan der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung geht zudem hervor, dass hochrangige Staatsabgeordnete an dem Event teilnehmen werden. Das Meeting soll mit einer übergreifenden Diskussion über Vor- sowie Nachteile der Technologie starten und Möglichkeiten zur staatlichen Etablierung aufzeigen. Neben der Blockchain wird auch die Distributed-Ledger-Technologie thematisiert, sodass ein allgemeiner Überblick zum aktuellen Konsens geschaffen wird. Am zweiten Tag sollen Fallstudien den Einsatz der Technologie in einzelnen Anwendungsfällen verdeutlichen und die Grundlage für eine abschließende Diskussion über das weitere gemeinsame Vorgehen bilden.

Blockchain für staatliche und öffentliche Zwecke

Eingeleitet wird die Veranstaltung vom Direktorat für Finanz- und Unternehmenswettbewerb. Die Broschüre „Blockchain Technology and Competition Policy“ stellt die Absprungbasis für das Event dar. Im Rahmen der Broschüre verdeutlicht das Direktorat die Möglichkeiten der Blockchain-Technologie und zeigt potenzielle Einsatzmöglichkeiten für die staatliche und öffentliche Nutzung auf. Ergänzend werden auch Steuer- und Regulierungsfragen in dem Dokument aufgegriffen. Im Schlussteil des Dokuments geht das Direktorat für Finanz- und Unternehmenswettbewerb auf die potenziellen Problemstellungen, welche eine Implementierung der Technologie mit sich bringen würde, ein.

Das aktuelle Blockchain Policy Forum ist eine logische Konsequenz zum G20-Gipfel, welcher im März 2018 in Argentinien stattfand. Bereits zu diesem Zeitpunkt thematisierten die teilnehmenden Staaten die Regulierung von Kryptowährungen und Blockchain. Für die teilnehmenden Finanzchefs stand nach dem Event jedoch fest, dass die vorliegenden Informationen für den Erlass konkreter Bestimmungen nicht ausreichend waren. Aus diesem Grund sollten andere Organisationen, wie die OECD, weitere Informationen zur Verfügung stellen. Dieser Aufgabe kommt die OECD durch das Blockchain Policy Forum nun nach.

Die grundlegende Aufgabe der OECD ist die Förderung von Strategien, welche das wirtschaftliche und soziale Wohlergehen der Weltbevölkerung verbessern. Mittlerweile gehören 36 Staaten zu den Mitgliedern der OECD. Neben den USA, Deutschland und Großbritannien finden sich auch Südkorea, die Türkei und Mexiko im Kreise der Mitglieder wieder.