Waffenstillstand im Irankrieg? Was mögliche Insider verraten

Das Wichtigste in Kürze
- Mutmaßliche Insider spekulieren auf Polymarket auf den Erfolg eines Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran. Bis zum 31. März könnte jener demnach in Kraft treten.
- Analysen zeigen, dass die Trader in der Vergangenheit große Wetten auf Ereignisse im Irankrieg platzierten und damit siebenstellige Gewinne erwirtschafteten.
- Durch die transparente Struktur von Polymarket ist Copy-Trading zwar möglich, Blockchainwelt erklärt, warum Anleger dennoch vorsichtig sein sollten.
Waffenstillstand im Irankrieg? Was mögliche Insider verraten
Folgt im Irankrieg ein Waffenstillstand? Eine neue Wette dreier augenscheinlicher Insider legt diese Option derzeit nahe, wie ein Bericht von Bubblemaps zeigt. Demnach könnte es zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und dem Iran einen Waffenstillstand geben, der bis zum 31. März in Kraft tritt.
“Neue Wetten von diesen mutmaßlichen Insidern: Drei Wallets aus dieser Gruppe setzten rund 100.000 US-Dollar auf einen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, größtenteils bis zum 31. März”, schrieb Bubblemaps in einem neuen Beitrag.
UPDATE: 🇺🇸 🇮🇷 New bets from these suspected insiders
Three wallets from this cluster placed ~$100k on a US Iran ceasefire, mostly on March 31 https://t.co/GBVkgqQnii pic.twitter.com/sqzDW8zeNe
— Bubblemaps (@bubblemaps) March 25, 2026
Die Analysten weisen damit auf Spekulationen auf dem Prognosemarkt Polymarket hin. Das Ungewöhnliche: Die Blockchain-Adressen zeigen eine Historie haargenauer Vorhersagen. Als Ende Februar der Krieg zwischen dem Iran und einer Koalition aus USA und Israel ausbrach, platzierten die erwähnten Spekulanten hochdotierte Wetten und erzielten damit siebenstellige Gewinne.
Dass derartige Wetterfolge aus heiterem Himmel eintreten, ist sehr unwahrscheinlich. Bubblemaps vermutet deshalb, es könne sich um Insider handeln, die Kontakte zu involvierten Regierungen unterhalten.
So war es den Spekulanten gelungen, den Luftschlag der USA gegen den Iran am 28. Februar vorherzusagen und dadurch enorme Gewinne einzustreichen. Bubblemaps vermutet aufgrund ausgewerteter Blockchain-Daten, dass hinter etlichen Blockchain-Adressen insgesamt drei Insider stecken, die ähnliche Trading-Muster aufweisen.
“Diese mutmaßlichen Insider stehen in Verbindung mit einer Gruppe von Konten, die mit nahezu perfekter Genauigkeit auf US-amerikanische und israelische Militärschläge wetten”, schrieb Bubblemaps bereits Anfang März.
Sollte es sich tatsächlich um Insider handeln, dürften ihre neuesten Wetten besondere Bedeutung mit sich bringen. Ein erfolgreicher Waffenstillstand wäre also wahrscheinlich.
Copy-Trading auf Polymarket: Warum Anleger vorsichtig sein sollten
Etliche der von Bubblemaps überwachten Konten liegen mit Klarnamen vor. Wegen der transparenten Funktionsweise des Prognosemarkts Polymarket sind ihre Trades öffentlich einsehbar. Für Anleger ohne Insiderwissen wäre es also möglich, ihre Positionen durch Copy-Trading zu kopieren.
Anleger sollten dabei allerdings Vorsicht walten lassen. Was anhand der Beschreibung von Bubblemaps wie eine sichere Wette gilt, ist auf den zweiten Blick schon deutlich unklarer. Bubblemaps verlinkte drei Konten auf Polymarket, die aktuell auf den Waffenstillstand zwischen Iran und USA setzen: Magamessi, Skoobidoobnj und Nothingeverfrickinghappens.
Selbst unter den mutmaßlichen Insidern gibt es Unstimmigkeiten. Eine Wette auf einen Waffenstillstand bis zum 31. März ist besonders günstig, da dies als unwahrscheinlichste Option gilt. Dennoch setzten zwei der Konten Gelder auf weitere Wetten, wonach der Waffenstillstand bis zum 15. April oder bis zum 30. April erfolgt, die sie im Verhältnis mehr Geld kosten. Dieses Verhalten zeigt: Die Wetten beruhen offenbar nicht auf eindeutigen Fakten.
Trotzdem könnte es sich um Personen mit Insiderwissen handeln. In der Vergangenheit konnten Blockchain-Analysten mehrere Spekulanten identifizieren. Im Spätjahr 2025 sollen Personen, die dem US-Präsidenten Donald Trump nahestehen, exklusives Wissen an Außenstehende weitergegeben haben. Dass es sich bei den jüngsten, mutmaßlichen Insidern ebenfalls um Außenstehende mit guten Kontakten handelt, lässt sich nicht ausschließen.
Trump erklärte der Presse kürzlich, die USA befänden sich in Friedensgesprächen mit der iranischen Führung. Spekulationen auf einen Waffenstillstand sind also nicht sonderlich weit hergeholt.
Blockchain-Daten zeigen: Immer wieder verlieren mutmaßliche Insider enorme Geldmengen. Analysten erkennen Insider an ihrem spezifischen Verhalten. Sie platzieren große Summen in zeitlich kurzem Abstand vor dem tatsächlichen Eintreten des Ereignisses.
