Twitter stimmt Angebot von Elon Musk zu

Vor wenigen Tagen sorgten Schlagzeilen rund um einen möglichen Kauf des Kurznachrichtendienstes Twitter durch Tesla-CEO Elon Musk für Aufsehen. Musk war bereits Großaktionär von Twitter mit 9,2 % der Anteile.

Zuvor hatte er sich öffentlich über die Entwicklung der Social-Media-Plattform beschwert, da er einen anderen Weg einschlagen würde als die aktuellen Verantwortlichen im Sinn haben. Nun verdichten sich die Anzeichen, dass Twitter das Angebot von Musk annehmen könnte.

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Twitter und Elon Musk nähern sich an

Dass Elon Musk gerne Twitter benutzt, ist längst kein Geheimnis mehr. Insbesondere die Krypto-Welt schaut gespannt auf jeden seiner Tweets, denn jede noch so unscheinbare Nachricht könnte einen neuen Hype an den Märkten auslösen.

So löste er mit Bildern eines Shiba Inu einen regelrechten Run auf den gleichnamigen Memecoin aus. Doch seine aktuellen Nachrichten drehen sich größtenteils um den Kurznachrichtendienst selbst.

Musk will Twitter kaufen und es zu einem Ort für Meinungsfreiheit machen. Er stellt sich eine Reihe neuer Funktionen vor, die unter seiner Kontrolle den Weg in die App finden sollen. Unter anderem hat er sogenannten „Spambots“ den Krieg erklärt und will die Plattform selbst transparenter machen.

In diesem Zusammenhang will er den Algorithmus der Plattform veröffentlichen und alle Benutzer authentifizieren. Elon Musk bot den Verantwortlichen hinter Twitter 54,20 US-Dollar pro Aktie. In Summe ist ihm die Social-Media-Plattform mehr als 40 Milliarden US-Dollar wert.

Update 25.04.2022 22:10:00: Twitter nimmt das Angebot von Musk an

Zu Beginn des Tages wurden die Gerüchte immer konkreter, am Abend herrschte dann Gewissheit. Twitter hat das Angebot von Elon Musk angenommen und Twitter an den Tesla-CEO verkauft.

Bret Taylor, Verwaltungsratsvorsitzender von Twitter, erklärte, dass das Gremium nach sorgfältiger und umfassender Prüfung zu dem Schluss gekommen sei, dass eine Übernahme durch Musk der beste Weg nach vorne sei. Twitter-Chef Parag Agrawal hob die Relevanz des Kurznachrichtendienstes hervor und lobte sein Team.

Elon Musk gilt aufgrund seiner vielen Tesla-Aktien und seiner Raumfahrtfirma SpaceX als vermögendster Mensch der Welt. Jedoch befinden sich seine vielen Milliarden nicht auf seinem Konto, weshalb er den Twitter-Deal mittels Krediten finanzieren wird. Nach eigener Aussage hat er bereits zugesicherte Kredite in Höhe von 25,5 Milliarden US-Dollar.

Twitter-Deal läuft nicht ohne Störfeuer über die Bühne

Bereits kurz nach der Ankündigung durch Musk höchstpersönlich, dass er Twitter kaufen wolle, schwappte ihm eine Welle der Kritik entgegen. Obwohl er stets hervorgehoben hatte, dass er die Meinungsfreiheit fördern wolle, befürchten Kritiker eher das Gegenteil.

Die Befürchtungen gehen so weit, dass er die Plattform zu einer Schleuder für Hassbotschaften und Fake News ummünzen könnte. Zudem könnten auch Betrüger, Manipulatoren und bereits ausgeschlossene Nutzer wieder einen Zugang zu der Plattform erhalten. Beispielsweise könnte der von Twitter ausgeschlossene Ex-Präsident Donald Trump wieder auf Twitter aktiv werden.

Als erste Reaktion sendete Twitter ablehnende Signale. Der Verwaltungsrat ermöglichte Großaktionären den Kauf von vergünstigten Anteilen – also einer sogenannten „Giftpille“. Dies ist ein häufiges Mittel, welches Unternehmen einsetzen, die sich durch eine Übernahme bedroht fühlen.

Man wolle mit dem Schritt verhindern, dass „irgendeine Institution, Person oder Gruppe“ die Kontrolle über das Unternehmen gewinne. Musk selbst zeigte sich in nachfolgenden Tweets unsicher, ob sein Angebot angenommen wird.

Fazit: Musk landet mit Twitter den großen Deal – dennoch ist die Zukunft unsicher

Schon jetzt dürfte Elon Musk mit der Übernahme von Twitter den Deal des Jahres gelandet haben. Er will aus der nach seiner Ansicht eingerosteten Plattform einen Platz für Gleichberechtigung und Redefreiheit machen. Sein Angebot wird gemäß aktuellen Gerüchten auch von Twitter angenommen.

Doch wie es wirklich mit Twitter unter Musks Führung weitergehen könnte, ist noch völlig ungewiss. Während der Präsidentschaftswahl und der Corona-Krise konnte Twitter Erfolge gegen Hetze und Falschmeldungen feiern. Unklar ist, wie weit Musk Twitter nun wirklich öffnen will und ob er mit seinem Weg erfolgreich werden kann.

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Jens Kerkmann interessierte sich bereits während seines Studiums im Bereich Wirtschaftsinformatik für die Themen Kryptowährungen und Blockchain-Technologie. Bis heute begleitet ihn die Materie in seinem Alltag und Berufsleben und er ist als Autor für Ratgeberartikel und Nachrichten aus dem Blockchain- und Digitalisierungsumfeld tätig.

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