Trump in Davos: „Möchte Krypto-Gesetz CLARITY bald unterschreiben“

Das Wichtigste in Kürze
- Donald Trump unterstützt das wegweisende Krypto-Gesetz CLARITY weiterhin und hofft, es schon bald unterzeichnen zu können, erklärte er während des Weltwirtschaftsforums in Davos.
- CLARITY war jüngst ein Gegenstand politischer Streitigkeiten. Trotz republikanischer Mehrheit im Senat findet die US-Gesetzgebung aktuell keinen Konsens im Umgang mit dem Entwurf.
- Das Gesetz soll in den USA Rechtssicherheit für Krypto herstellen. Für die Zukunft der USA als Wirtschaftsstandort hält Trump CLARITY für entscheidend.
Trump möchte Krypto-Gesetz CLARITY bald unterschreiben, Unterstützung bleibt ungebrochen
Während des aktuellen Weltwirtschaftsforums in Davos, hielt US-Präsident Donald Trump am heutigen Nachmittag eine Rede. Darin nahm er Bezug auf viele aktuelle politische Ereignisse.
Auch das Krypto-Gesetz CLARITY erwähnte der 79-jährige Politiker. CLARITY gilt als Meilenstein in der US-amerikanischen Gesetzgebung, trifft im US-Senat derzeit jedoch auf einige Probleme.
Laut eines Medienberichts hatte das Weiße Haus erst kürzlich mit dem Ende des Gesetzes gedroht. Der Hintergrund: Veränderungen, die der Senat am Gesetzestext vornahm, stießen der Krypto-Szene übel auf.
So hatte mit der Krypto-Börse Coinbase ein wichtiger Unterstützer seine Abkehr vom Entwurf verkündet. Coinbase-Gründer Brian Armstrong befürchtete, dass sich CLARITY in seiner aktuellen Fassung negativ auswirken würde, statt Krypto in den USA zu fördern.
Eigentlich soll die Verordnung für Rechtssicherheit im Umgang mit Krypto sorgen. Durch die jüngsten Veränderungen, die vom US-Senat vorgenommen wurden, würde der Staat die Kryptobranche allerdings mit verschiedenen Verboten belegen und eine unrealistische behördliche Aufsicht über den Markt fordern.
In Davos macht Trump deutlich: Seine Unterstützung für CLARITY bleibt ungebrochen. Das Krypto-Gesetz hält der Staatspräsident weiterhin für entscheidend.
“Ich hoffe, dieses Gesetz bald unterschreiben zu können, um US-Amerikanern neue Wege zum Aufbau ihrer finanziellen Freiheit zu ermöglichen”, kommentiert Trump CLARITY, das er als “Gesetz für die Strukturierung des Kryptomarktes” bezeichnete.
BREAKING: 🇺🇸 President Trump says he hopes to sign crypto bill soon. pic.twitter.com/kT4nwlPjDq
— Bitcoin Magazine (@BitcoinMagazine) January 21, 2026
Trump möchte Konkurrenten mit Krypto-Gesetz ausstechen
Donald Trump setzt enorme Hoffnung auf CLARITY. Es handelt sich dabei um eines von drei Krypto-Gesetzen, das dank Trumps zweiter Amtszeit ins Rollen kam. Das Stablecoin-Gesetz GENIUS wurde bereits verabschiedet und tritt voraussichtlich im Januar 2027 in Kraft.
Zudem befindet sich der Anti-CBDC Surveillance State Act auf dem Weg, der die Entstehung einer digitalen Zentralbankwährung in den Vereinigten Staaten verhindern soll. Unter den drei Verordnungen gilt CLARITY als wichtigster Baustein.
Die Förderung der USA als Industriestandort gehört zu einem von Trumps wichtigsten Zielen. Dank CLARITY sollen die USA ihren Stand als Zentrum der Kryptobranche langfristig festigen können.
“Ich habe das aus zwei Gründen getan. Erstens, weil ich es politisch für sinnvoll gehalten habe – und das war es (…) und zweitens, China wollte diesen Markt ebenfalls erobern”, spricht Trump über seine Unterstützung für die Krypto-Gesetze.
In seiner Rede verglich er die Kryptobranche mit dem KI-Markt. Als Standort der KI-Entwicklung habe man China ein Schnippchen schlagen können. Mit der Kryptobranche soll derselbe Erfolg gelingen.
“Sie wollten auch die künstliche Intelligenz erobern, aber diesen Markt haben wir ebenfalls gesichert. (…) Wir müssen sicherstellen, dass China ihn nicht erobert, sonst bekommen wir [den Kryptomarkt] nie zurück”, setzt der Politiker fort.
Demnach geht es Trump vorrangig um die Zukunft seiner Heimat als Wirtschaftsstandort. Weitere Länder der Erde könnten den USA in modernen Branchen den Rang ablaufen, wenn der Staat sich nicht um förderliche Gesetze bemüht.

