SEC und CFTC veranstalten Treffen für die Umsetzung von Project Crypto

Das Wichtigste in Kürze
- SEC und CFTC veranstalteten gestern ein Treffen, um ihre Zusammenarbeit zur Umsetzung des Project Crypto zu besprechen.
- Die beiden Aufsichtsbehörden unterstützen eine klare Regulierung. Streitigkeiten der letzten Jahre wolle man beilegen und Kompetenzen stattdessen eindeutig abstecken.
- Ziel des Project Crypto ist es, die USA zum global wichtigsten Standort der Kryptobranche zu entwickeln.
SEC und CFTC veranstalten Treffen für die Umsetzung von Project Crypto
Die US-amerikanischen Aufsichtsbehörden SEC und CFTC veranstalteten gestern ein Treffen für die Umsetzung des Project Crypto. Die beiden Behörden sollen sich die Beaufsichtigung des Kryptomarktes teilen – so sieht es CLARITY, ein neues, noch in Arbeit befindliches Gesetz, vor.
“HEUTE um 14 Uhr: SEC-Vorstand Paul Atkins und CFTC-Vorstand Michael Selig werden über ihre Zusammenarbeit und ihre Bemühungen sprechen, das Versprechen von Präsident Trump zu erfüllen, die USA zum Krypto-Zentrum der Welt zu machen”, erklärte die SEC gestern in einem X-Beitrag.
Die Journalistin Eleanor Terrett leitete das Treffen als Moderatorin. Zudem wurde die Debatte in einem einstündigen Livestream übertragen, der sich weiterhin auf YouTube abrufen lässt.
Die Ankündigung der Behörden rief auf X unterschiedliche Reaktionen hervor. Krypto-Unternehmer Erik Voorhees reagierte ungehalten.
“Ihr könnt die USA zum Krypto-Zentrum der Welt machen, indem ihr uns einfach in Ruhe lasst”, schrieb Voorhees.
You can make US the crypto capital of the world by simply leaving us alone
— Erik Voorhees (@ErikVoorhees) January 29, 2026
Zuletzt hatte der US-amerikanische Staatsapparat – und hier vorrangig der Senat – Kritik erhalten, da er an der Verabschiedung des Krypto-Gesetzes CLARITY scheiterte. Stattdessen erstellte der Senat eine neue Fassung des Gesetzes, die sich weit von den eigentlichen Zielen verabschiedete und das Gesetz im Sinne der Banken umdeutete.
So möchten SEC und CFTC Krypto fördern
SEC und CFTC möchten künftig besser zusammenarbeiten. Unter der Biden-Regierung hatte sich über die letzten Jahre ein Streit zwischen den beiden Aufsichtsbehörden entwickelt, in dem beide Behörden die Deutungshoheit über Krypto für sich beanspruchten. Um Krypto zu fördern, werde man diesen Streit beilegen.
Um dieses Ziel zu erreichen, planen die Behörden eine gemeinsame Regulierung, aus der grundlegende Definitionen hervorgehen. So soll durch diese etwa klar werden, in welchem Fall eine Kryptowährung als Wertpapier und wann sie als Rohstoff gilt. Wertpapiere werden von der SEC, Rohstoffe von der CFTC beaufsichtigt. Dies soll der CLARITY Act festlegen.
Um als wichtigster Standort der Kryptobranche zu fungieren, müsse man Ausnahmeregelungen für Innovationen anwenden. Neuartige Produkte stattet man demnach mit sogenannten Safe-Harbor-Konditionen aus. Die rechtliche Verantwortung der Ersteller sinkt in diesem Fall.
In einer Pressemitteilung nach dem Treffen zeigten sich die Teilnehmer optimistisch. So schrieb die SEC:
“Die Agenturen arbeiten zusammen und zeigen sich zuversichtlich über die Leistungen ihrer Teams und wie die Zusammenarbeit die langfristige Dynamik der US-Märkte fördern kann.”
Chairman @SECPaulSAtkins and @CFTC @ChairmanSelig held a joint event today to discuss harmonization on Project Crypto.
Working together, the agencies are optimistic about what their teams can accomplish, and how collaboration can promote the long-term dynamism of U.S. markets.
— U.S. Securities and Exchange Commission (@SECGov) January 29, 2026
