PayPal: Zahlungen mit mehr als 100 Kryptos in den USA verfügbar

Das Wichtigste in Kürze
- PayPal schaltet Händlern in den USA die Annahme von mehr als 100 Kryptowährungen bei Zahlungen frei.
- Bei der Annahme von Bitcoin und Co. fallen geringere Gebühren an als bei Kreditkartentransaktionen üblich.
- Der Zahlungsdienstleister könnte die Verbreitung von Kryptos und ihre Nutzung als Zahlungsmittel dadurch rasch beschleunigen.
PayPal: Zahlungen mit mehr als 100 Kryptos in den USA verfügbar
PayPal führt Zahlungen mit mehr als 100 Kryptos in den USA ein – das verriet Fortune gestern in einem Bericht. Der international tätige Zahlungsdienstleister könnte dem Kryptomarkt damit einen entscheidenden Gefallen tun.
“PayPal hat am Montag eine neue Zahlungsoption eingeführt, mit der kleinere US-Händler mehr als 100 Kryptowährungen akzeptieren können”, schrieb Fortune.
PayPal begann im Jahre 2020 allmählich mit der Integration von Kryptowährungen. Zunächst erlaubte der Dienstleister den Handel einzelner Coins wie Bitcoin und Ethereum über die eigene Plattform.
Später kam mit PYUSD ein eigener Stablecoin auf den Markt, den PayPal in Kooperation mit Paxos betreibt. Dass Krypto-Zahlungen nun integriert werden, könnte die Verbreitung der digitalen Anlagen in den USA beschleunigen. In Zukunft folgen ähnliche Schritte womöglich in weiteren Ländern, sodass die internationale Krypto-Adoption ebenfalls voranschreitet.
PayPal akzeptiert laut Fortune sowohl Marktführer wie BTC oder ETH als auch Memecoins wie OFFICIAL Trump oder Fartcoin. Händler, die diese Option in Anspruch nehmen, müssen im ersten Jahr eine Gebühr von 0,99 Prozent auf jede Transaktion zahlen. Ab dem zweiten Jahr soll die Gebühr auf 1,50 Prozent steigen.
Damit positioniert sich PayPal augenscheinlich bewusst unterhalb der üblichen Abgabenlast, die für Händler anfällt, sofern sie Transaktionen über Kreditkarten abwickeln. Beim Gebrauch von Visa oder Mastercard fallen demnach durchschnittlich Gebühren in Höhe von 1,57 Prozent an, legt Fortune dar.
So können Nutzer mit Krypto über PayPal zahlen
PayPal erreicht weltweit mehr als 429 Millionen Nutzer. Der Zahlungsdienstleister ist in Industrieländern sehr weit verbreitet. Dass er nun auch Krypto-Zahlungen abwickelt, könnte für den Eintritt von Millionen von Menschen in den Kryptomarkt sorgen.
Für viele Händler weltweit wird die Annahme von Kryptowährungen so einfacher als sie jemals war. Die Gewerbetreibenden müssen sich nicht mit der neuen Technologie beschäftigen. PayPal übernimmt die Abwicklung und die Händler erhalten das Geld wie gewöhnlich auf ihr PayPal-Konto ausgezahlt.
Laut Fortune sei PayPals Krypto-Integration sogar ziemlich nutzerfreundlich. Nutzer könnten demnach einfach den Checkout des Dienstes besuchen und dort aus ihrer non-custodial Wallet eine Zahlung veranlassen – etwa aus der MetaMask oder einer anderen Wallet heraus.
PayPal verkauft die erhaltenen Coins dann direkt auf einer zentralisierten Krypto-Börse wie Coinbase oder einem dezentralen Marktplatz wie Uniswap und zahlt dem Händler den Betrag in US-Dollar aus.
Obwohl die Auszahlung letztlich in Fiatwährungen erfolgt, müssen sich Händler bewusst für die Annahme von Krypto-Zahlungen entscheiden. Die Annahme der Coins erfolgt also nicht generell für alle Händler, die PayPal nutzen. Dennoch könnte das Konzept Kryptos zu neuer Popularität als Zahlungsmittel im Internet verhelfen.

