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Ledger verschiebt die Einführung von Ledger Recover

Das Wichtigste in Kürze

  • Ledger verschiebt die Veröffentlichung seines Tools Ledger Recover aufgrund von Bedenken der Krypto-Community über mögliche Sicherheitsrisiken
  • CEO Pascal Gauthier räumt Kommunikationsfehler ein und kündigt an, Teile des Codes, darunter auch Ledger Recover, als Open Source zu veröffentlichen.
  • In den nächsten Tagen wird ein Open-Source-Whitepaper zu Ledger Recover veröffentlicht, das es Entwicklern ermöglicht, eigene Backup-Provider für Seed Phrase Shards zu erstellen.

Nach heftiger Kritik aus der Krypto-Community hat das Hardware-Wallet-Unternehmen Ledger die Einführung seines neuen Dienstes Ledger Recover verschoben.

Die Community hatte dem Unternehmen vorgeworfen, das neue Tool könne als „Hintertür“ für Hacker dienen.

Was war passiert?

Am 16. Mai hatte Ledger Pläne für Ledger Recover angekündigt, ein Tool, das es Nutzern ermöglichen sollte, verlorene private Seeds wiederherzustellen.

Die Wiederherstellungsschlüssel, aufgeteilt in drei Fragmente, sollten optional bei drei verschiedenen Dienstleistern, inklusive Ledger, verschlüsselt in einer Cloud gespeichert werden.

Ein Softlaunch war für den Ledger Nano X angedacht.

Viele Mitglieder der Krypto-Community äußerten jedoch Bedenken, dass dies eine Sicherheitslücke darstellen könnte, die Hackern den Zugriff auf die privaten Schlüssel der Nutzer ermöglicht.

Als Reaktion auf die Kritik kündigte Ledger nun an, die Einführung von Ledger Recover vorerst zu verschieben.

Wie geht es weiter mit Ledger Recover?

In einem Twitter Space am 23. Mai 2023 mit mehr als 13.000 Teilnehmern, erklärte Pascal Gauthier, CEO von Ledger, dass die Vorwürfe eine „demütigende Erfahrung“ und eine harte Lektion bezüglich Kommunikation gewesen seien.

Wir haben bei der Einführung dieses Produkts falsch kommuniziert. Es war nicht unsere Absicht, die Leute zu überrumpeln.

Um den Bedenken der Community Rechnung zu tragen, kündigte Gauthier außerdem an, dass Ledger seine Pläne beschleunigen werde, einen größeren Teil seiner Codebasis als Open Source zur Verfügung zu stellen.

Die Arbeit beginnt mit den Kernkomponenten des Betriebssystems und Ledger Recover, das laut Gauthier „nicht veröffentlicht wird, bevor diese Arbeit abgeschlossen ist“.

So sehen die nächsten Schritte aus

Charles Guillemet, Chief Technology Officer bei Ledger, kündigte an, dass in den nächsten Tagen ein Whitepaper über das Recover-Protokoll als Open Source veröffentlicht wird.

Dieses wird zusammen mit technischen Blogposts die Prinzipien von Ledger Recover erläutern und detailliertere Informationen über seine Funktionsweise liefern.

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Respekt für die Gemeinschaft

Ledger hat den Wert und die Bedeutung der Krypto-Community erkannt und plant, seine Bemühungen, seine Produkte Open Source zu machen, zu beschleunigen.

Ziel ist es, ein ähnliches Niveau wie der Raspberry Pi zu erreichen

„Dieses jüngste Ereignis hat gezeigt, wie wichtig es für die Community ist“, sagte Guillemet, „deshalb haben wir uns entschieden, diesem Open-Source-Prozess Priorität einzuräumen.“

Trotz des Rückschlags bleibt Ledger zuversichtlich und hat klargestellt, dass es weiterhin an der Verbesserung seiner Produkte und der Sicherheit seiner Nutzer arbeiten wird.

Die Verschiebung von Ledger Recover ist ein klares Zeichen dafür, dass das Unternehmen die Bedenken der Community ernst nimmt.

Zudem zeigt es, dass Ledger bereit ist, sich den Herausforderungen zu stellen, um das Vertrauen seiner Nutzer zurückzugewinnen.

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