CZ: Krypto-Zahlungen fehlt Privatsphäre für massenhafte Verbeitung

Das Wichtigste in Kürze

  • Binance-Gründer Changpeng Zhao kritisiert die fehlende Privatsphäre vieler Kryptowährungen. Ihre Verbreitung wird dadurch gehemmt. Ohne Verschlüsselung seien Transaktionen oft ein Sicherheitsrisiko.
  • Im Gespräch mit Unternehmer Chamath Palihapitiya kommt CZ zum Schluss: Die Verschlüsselung der Blockchains sei das fehlende Teil, welches zur massenhaften Verbreitung der Kryptowährungen notwendig ist.
  • Die meisten Blockchains – darunter Bitcoin und Ethereum – sind bislang unverschlüsselt. Vertrauliche Kryptos sind ein wachsender Trend.

CZ: Krypto-Zahlungen fehlt Privatsphäre für massenhafte Verbeitung

Krypto-Zahlungen mangelt es an der Privatsphäre, deshalb misslingt ihnen bisher die massenhafte Verbreitung – diese Einschätzung veröffentlichte Binance-Gründer Changpeng Zhao (kurz CZ) gestern über X.

CZ nimmt damit Bezug auf eine Debatte, die er kürzlich mit dem Unternehmer Chamath Palihapitiya führte. Im All-In-Podcast waren sich die beiden Gesprächspartner einig: Vielen Blockchains mangelt es an Verschlüsselung.

“Mangelnde Privatsphäre könnte das fehlende Glied bei der Verbreitung von Krypto-Zahlungen sein”, schrieb Zhao über X.

Um ihre Betriebsgeheimnisse zu wahren, sei es für Unternehmen unattraktiv, Angestellte mit Krypto zu bezahlen, argumentiert der gebürtige Chinese.

“Angesichts der aktuellen Lage im Kryptomarkt kann man ziemlich genau sehen, wie viel jeder im Unternehmen verdient.”

Sogenannte Privacy Coins – Kryptowährungen, die eben jene Verschlüsselung bieten – sind seit Monaten einer der größten Trends am Kryptomarkt. Etliche Experten sagten zuletzt eine Fortsetzung dieses Trends in den kommenden Monaten und Jahren voraus.

In ihren Prognosen sagten mit A16z und Wintermute zwei Schwergewichte der Kryptobranche den künftigen Erfolg von Privacy Coins und eine zunehmende Popularisierung der Verschlüsselung voraus. Bislang sind die meisten Blockchains transparent.

Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, arbeitet bereits seit September 2025 an einer nativen Verschlüsselung. Sender, Empfänger und der Betrag könnten dann von der Öffentlichkeit verborgen werden.

Transparente Blockchains schädigen Fungibilität

Im Gespräch mit CZ erklärte Palihapitiya, warum er die fehlende Verschlüsselung der Bitcoin-Blockchain für ein maßgebliches Problem hält. Die transparente Blockchain schädigt die Fungibilität. Die Austauschbarkeit der Kryptowährung kann Schäden davontragen, was ihren Nutzwert schmälert.

“Mein größtes Problem mit [dem Bitcoin] ist die fehlende Fungibilität – was problematisch für die massenhafte Verbreitung ist – und die geringe Privatsphäre”, sagt Palihapitiya. Eine Einschätzung, der sich CZ anschließt.

Zwar spiele Privatsphäre im gesellschaftlichen Leben eine große Rolle, bei den meisten Kryptowährungen sei das jedoch anders. Diese Diskrepanz verhindere die weitere Verbreitung von Krypto.

“Privatsphäre spielt in unserer Gesellschaft eine fundamentale Rolle. Jetzt gerade haben Bitcoin und die meisten Kryptowährungen keine ausreichende Vertraulichkeit”, fügt CZ an.

Die Transparenz des Bitcoins sei nicht mehr zeitgemäß, da staatliche Stellen bereits seit Jahren die Identifizierung der Nutzer von Krypto-Börsen fordern. Diese Maßnahme lasse zu viele Rückschlüsse beim Gebrauch der Blockchain zu.

Für Kritik, die sich an vertraulichen Transaktionen stört, haben CZ und Palihapitiya kein Verständnis. Zwar ist krimineller Geldverkehr dadurch möglich, allerdings könne dieser auch mittels barer Fiatwährungen stattfinden. Transparente Blockchains seien jedoch eine große Gefahr für die Mehrheit der Nutzer.

“Die Privatsphäre ist von entscheidender Bedeutung. Wenn man ein Hotel bucht, dessen Blockchain-Adresse bekannt ist, (…) wissen [fremde Leute], dass du dort übernachtest. Das ist eine physische Gefahr”, kritisiert CZ am transparenten Ledger.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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