Krypto News des Jahres 2025: Die wichtigsten Errungenschaften

Das Wichtigste in Kürze

  • Mit 2025 endet ein Jahr, das für Krypto von regulatorischen Lockerungen, institutionellen Investitionen und staatlicher Unterstützung geprägt war.
  • Insbesondere durch die zweite Präsidentschaft Donald Trumps gab es international viele Vorstöße für Bitcoin und Co.
  • Unter Trump warf die US-Regierung ihre bis dahin restriktive Krypto-Politik über Bord, rief als erstes Industrieland eine Bitcoin-Reserve aus und führte ein einflussreiches Stablecoin-Gesetz ein. Die Finanzbranche öffnete man für Krypto.
  • International beschäftigten sich Regierungen danach vermehrt mit Bitcoin und Co. So begann unter Luxemburg und Tschechien auch innerhalb der EU die Krypto-Adoption.
  • Die Privatsphäre auf der Blockchain wuchs 2025 zu einem wichtigen Trend heran. Laut A16z soll er eine nachhaltige Bedeutung innehaben.

Krypto News des Jahres 2025: Die wichtigsten Errungenschaften

Das Jahr 2025 klingt aus. Blockchainwelt blickt auf die letzten zwölf Monate zurück.

Für Bitcoin und den gesamten Kryptomarkt war das Jahr ereignisreich und stellte viele Weichen, die sich über die kommenden Jahre als entscheidend erweisen dürften.

Der Kryptomarkt stand im Jahr 2025 vornehmlich unter dem Einfluss regulatorischer Lockerungen und institutioneller Investitionen.

Infolgedessen erwarten einige Experten eine Abkehr von der bisherigen Kursentwicklung, die Bitcoin und den breiten Kryptomarkt in einem vierjährigen Zyklus prägte.

Bitwise-CIO Matt Hougan hatte jüngst eine Fortsetzung des Bullenmarktes im Jahr 2026 beschworen. Der Krypto-Winter werde nicht wie erwartet einsetzen.

Seine Prognose auf YouTube basiert auf den Veränderungen, die der Kryptomarkt über die letzten Monate durchlaufen hat.

Regulatorische Lockerungen fördern Bitcoin und Co.

Besonders in den USA erfolgte über die letzten Monate ein Politikwechsel. Die bis dahin restriktive Anti-Krypto-Politik wandelte sich um 180 Grad, nachdem Donald Trump im Januar seine zweite Amtszeit als US-Präsident begann.

Von 2021 bis 2025 regierte das Kabinett Biden die Vereinigten Staaten von Amerika. Unter ihrer Führung reagierten die US-Behörden oft mit Repressalien auf die Kryptobranche. Einige Firmen verließen infolgedessen sogar das Land.

Unter Donald Trump veränderte die US-Börsenaufsichtsbehörde SEC ihr Verhalten drastisch.

Unter dem Vorsitz von Gary Gensler hatte sie als Gegenspieler der Kryptobranche eine wichtige Rolle inne. Trump ernannte mit Paul Atkins einen Krypto-Enthusiasten zum neuen Leiter der Behörde.

Die SEC beendete etliche Klagen gegen Krypto-Firmen – so auch die wegweisende Klage gegen XRP-Herausgeber Ripple, die bereits 2020 begonnen wurde.

Im August 2025 zogen beide Parteien ihre Rechtsmittel zurück und die Klage endete. Dieses Vorgehen ist aktuell exemplarisch.

So endeten auch Klagen gegen Binance, Coinbase und Kraken ohne Urteil. Die Vorwürfe, die von der SEC unter einer anderen Besetzung gegen die Unternehmen gemacht worden waren, hielt man nun für falsch.

In den USA erlaubt die DTCC inzwischen auch die Tokenisierung von Wertpapieren und befeuert damit einen der wichtigsten Trends der Finanzbranche.

Das US-Büro OCC erlaubt Banken zudem die Abwicklung des Kryptohandels im Kundenauftrag.

Laut Angaben von Michael Saylor interessieren sich zahlreiche US-Großbanken zuweilen für die Herausgabe von Krediten, die mittels Krypto besichert werden sollen.

Die Bedeutung der Kryptowährungen als Wertanlage könnte besonders unter Institutionen dadurch stark anwachsen.

In der EU trat am 30. Dezember 2024 das Krypto-Gesetz MiCA in Kraft. Dessen Wirkung entfaltete sich somit insbesondere über 2025 hinweg. Spanien verl

ängerte seine Übergangsfrist kürzlich, wodurch MiCA dort erst am 1. Juli 2026 wirksam wird.

USA führen Bitcoin-Reserve ein, lösen internationalen Trend aus

Als erstes Industrieland der Erde führten die USA im März durch ein Dekret des US-Präsidenten Donald Trump eine eigene Bitcoin-Reserve ein.

Anders als die Vorreiter Bhutan und El Salvador investiert der nordamerikanische Staat allerdings nicht direkt Gelder in die Kryptowährung.

Trump setzte mit seinem Dekret durch, dass alle von US-Behörden beschlagnahmten Bitcoin unter Aufsicht des US-Finanzministeriums gestellt werden.

Die Coins werden nicht verkauft. Zwar habe Trump das Ziel, die Reserve aktiv zu vergrößern, doch dies solle nur „kostenneutral“ geschehen.

Zuletzt lieferte ein republikanischer Kollege des US-Präsidenten einen Vorschlag, wie dies möglich sein könnte.

Warren Davidson möchte US-Bürgern erlauben, ihre Steuern in Form von BTC zu begleichen. Die so eingesammelten Bitcoin sollen dann in die Reserve fließen.

International löste der Vorstoß des US-Präsidenten viele Gespräche aus und führt so möglicherweise in einigen Ländern zu einem kommenden Sinneswandel.

Luxemburg begann im Oktober als erstes Land der EU mit Bitcoin-Investments über den Staatsfonds FSIL.

Die tschechische Zentralbank CNB erprobt seit November den Einsatz der größten Kryptowährung als Reservewährung für die Tschechische Krone.

Auch der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko reagierte auf Trumps Dekret. Er gab in Auftrag, den Nutzen des Bitcoins zu prüfen und Bitcoin-Mining mit staatlichen Mitteln zu starten.

Kasachstan möchte spätestens ab Januar 2026 eine eigene Bitcoin-Reserve starten. Diese legte man zunächst auf einen Umfang in Höhe von einer Milliarde US-Dollar fest. Sie liegt damit weitaus höher als viele vergleichbare Konzepte im Ausland.

Im Vergleich aller Länder betreiben die USA die umfangreichste, bekannte Bitcoin-Reserve. Sie enthält 325.293 BTC im Wert von 28,5 Milliarden US-Dollar. Die Coins stammen aus Kriminalfällen und wurden beschlagnahmt.

Die USA sind nach Bhutan (2019) und El Salvador (2021) das dritte Land der Erde, das bekanntermaßen eine Bitcoin-Reserve betreibt.

Neues US-Gesetz GENIUS könnte Finanzbranche revolutionieren

Im Juli verabschiedete die US-Gesetzgebung unter dem Namen GENIUS Act ein neues Gesetz, das die Finanzbranche revolutionieren könnte.

Das Gesetz entfaltete bereits ebenfalls eine internationale Wirkung. So diskutierten die Staatslenker der Volksrepublik China in der Folge den Start eines eigenen Stablecoins auf Basis des Yuans.

GENIUS regelt, unter welchen Vorgaben ein Stablecoin auf Basis des US-Dollars betrieben werden darf.

Gleichzeitig wäre es für viele US-Unternehmen ein Leichtes, dank GENIUS einen eigenen Stablecoin auf den Markt zu bringen.

Experten erwarten, dass sich Stablecoins als Zahlungsmittel in den USA durchsetzen und so zu einer alltäglichen Erscheinung werden dürften.

Dabei könnten sie mit Zahlungssystemen wie PayPal oder Banküberweisungen konkurrieren. Auch Kreditkarten wie von Visa und Mastercard könnten sie ersetzen.

Bestehende Stablecoins wie USDC könnten entscheidend wachsen. Große Unternehmen wie Walmart oder Amazon könnten allerdings eigene Stablecoins auf den Markt bringen. Wegen des Regelwerks nimmt Marktführer USDT eine Sonderrolle ein. Er könnte womöglich unter GENIUS leiden und so Marktanteile verlieren.

Der GENIUS Act tritt voraussichtlich im Spätjahr 2026 in Kraft.

Datenschutz via Blockchain wird Mode

Der Datenschutz via Blockchain stieg 2025 zur Mode auf. Insbesondere das Ökosystem von Ethereum trug dazu wesentlich bei.

Im September gründete Ethereum mit der PSE eine eigene Arbeitsgruppe mit 47 Mitarbeitern, die sich auf die Verschlüsselung der bisher transparenten Blockchain konzentriert.

Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin befürchtet, dass die Blockchain ohne Datenschutz zum Überwachungsinstrument der Regierungen verkommen würde.

Ethereum würde seine Aufgabe als neutrale Smart-Contract-Plattform dann nicht mehr erfüllen.

Der Privacy Coin Zcash (ZEC) erfuhr 2025 enormes Wachstum. Weil die Privatsphäre auf der Blockchain plötzlich gefragt war, vornehmlich unter institutionellen Investoren, rückte Zcash dabei in den Fokus.

Weil Zcash optionale Verschlüsselung erlaubt und bereits von Beginn an über Risikoinvestoren verfügt, gilt das Projekt im Vergleich zu Monero als gefragtere Option unter Großinvestoren.

Wagniskapitalgeber A16z stufte Privacy Coins jüngst als essenziell ein.

Wegen ihrer einzigartigen Eigenschaften, die sie zu einer Minderheit am Kryptomarkt machen, erfüllen sie besondere Aufgaben und könnten sich so länger halten als viele unverschlüsselte Konkurrenten.

Autor

Lennard ist ein überzeugter Krypto-Enthusiast. Als Freund der Selbstbestimmung begreift er Kryptowährungen als hohes Gut. Seine Begeisterung gilt vor allem den vertraulichen Kryptos.

Facts Checked Fakten überprüft von Mathias Wagner
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