Iran-Krieg: Insider erwirtschaften erneut Vermögen über Polymarket?

Das Wichtigste in Kürze
- Am Samstag brach ein neuer militärischer Konflikt im Nahen Osten aus. Israel und die USA beschossen gemeinsam Ziele im Iran.
- Erneut kam es auf dem Prognosemarkt Polymarket zu augenscheinlichem Insiderhandel. Analysten konnten innerhalb kürzester Zeit sechs verdächtige Trader entdecken.
- Den mutmaßlichen Insidern war es gelungen, den Angriff auf den Iran gewinnbringend vorherzusagen. Innerhalb weniger Stunden verdienten sie 1,2 Millionen US-Dollar.
Iran-Krieg: Insider erwirtschaften erneut Vermögen über Polymarket?
Im Nahen Osten brach am Samstag erneut ein militärischer Konflikt aus. Israel und die USA starteten Angriffe auf Führungspersonen und die militärische Infrastruktur des Irans. Israel bezeichnet den Vorgang als Operation Roaring Lion, die USA sprechen von der Operation Epic Fury.
Laut Angaben Israels und der USA handelt es sich um einen Präventivschlag. Man wolle nun einen Regierungswechsel erzwingen. Iranische Behörden bezeichnen den Angriff als unprovoziert und rechtswidrig.
Einmal mehr wirft ein internationales Ereignis Fragen über die Ehrlichkeit der herrschenden Politiker auf. Erneut scheint es Insider gegeben zu haben, die ihr Exklusivwissen nutzten, um daraus Profite zu schlagen.
“Sechs mutmaßliche Insider verdienten 1,2 Millionen US-Dollar mit Wetten auf einen US-Angriff auf den Iran”, schrieb Bubblemaps am Samstag.
JUST IN: 🇮🇷 🇺🇸 Six suspected insiders made $1.2M betting on a US strike on Iran
Most of these wallets:
• were funded in the last 24h
• specifically bet for February 28
• bought "yes" hours before the strike pic.twitter.com/n3G6OIEOXt— Bubblemaps (@bubblemaps) February 28, 2026
Laut Angaben der Analysten gibt es ernst zu nehmende Hinweise auf Insidertrading. So wurden die Wetten erst knapp vor dem Angriff platziert und die Gelder nur kurze Zeit vor ihrer Platzierung überhaupt einem Konto auf dem Prognosemarkt Polymarket hinzugefügt.
“Die meisten dieser Wallets: wurden in den letzten 24 Stunden aufgeladen, haben speziell auf den 28. Februar gesetzt und nur wenige Stunden vor dem Luftschlag gewettet.”
Insider haben enge Kontakte zur US-Regierung
Die Identitäten der mutmaßlichen Insider sind nicht bekannt. Teil der Wahrheit ist auch, dass es auf Polymarket vereinzelt große Wetten auf zutiefst spekulative Ereignisse gibt, die fehlschlagen. Großinvestoren, die auf unwahrscheinliche Ereignisse setzen, gelten schnell als Insider. Historische Daten zeigen: Das ist nicht immer der Fall.
Wer die möglichen Insider sind, die augenscheinlich gutes Geld am Ausbruch des Iran-Kriegs verdienten, ist nicht bekannt. Trading über Polymarket ist zunächst jedermann ohne Identifizierung möglich.
Allerdings ist es Blockchain-Analysten in der Vergangenheit gelungen, Blockchain-Daten zu extrahieren, die Klarnamen offenlegten. Seit 2025 gab es wiederholt Vorfälle, hinter denen mit hoher Wahrscheinlichkeit Insiderhandel steckt.
So berichtete Blockchainwelt im Oktober 2025 über einen Spekulanten, der innerhalb eines Tages Gewinne in Höhe von fast 200 Millionen US-Dollar erzielte. Er sagte politische Maßnahmen des US-Präsidenten Donald Trump voraus und konnte den Bitcoin so gewinnbringend shorten.
Laut Analysten trugen die Insider Chase Herro und Zach Witkoff ihr Wissen an den chinesischen Investor Garrett Jin weiter, der den Trade dann einfädelte. Die Witkoff-Familie verfügt über die Politik und gemeinsame Unternehmen über enge Kontakte zur Trump-Regierung.
Im Januar konnte ein mutmaßlicher Insider durch Wetten auf Polymarket sechsstellige Gewinne erzielen, indem er auf die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten durch die USA setzte. Auch damals gab es Indizien, die einen Bezug zu den Witkoffs nahelegten.
