Ethereum: Warum Vitalik Buterin ZKEVMs jetzt so sehr zelebriert

Das Wichtigste in Kürze
- Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin zelebriert den erfolgreichen Start zwei neuer Technologien. ZKEVMs sind in der Alphaphase, während PeerDAS in die Serienreife startet. Bis 2030 sollen beide Technologien das Netzwerk reformieren.
- Die beiden Technologien gelten für die Skalierung des nativ durchsatzschwachen Netzwerks Ethereum als maßgeblich.
- Buterin bezeichnete das Blockchain-Trilemma infolgedessen als gelöst. Ethereum verfüge nun über einen Konsens, Dezentralisierung sowie eine hohe Bandbreite.
Ethereum: Warum Vitalik Buterin ZKEVMs jetzt so sehr zelebriert
Ethereum-Erfinder Vitalik Buterin zelebriert ZKEVMS in einem neuen X-Beitrag. Der Kanadier lobt eine Weiterentwicklung des Netzwerks, die laut seiner Einschätzung ein zentrales Problem löst.
“Nun, da sich ZKEVMs in der Alpha-Phase befinden und PeerDAS im Mainnet live ist, ist es an der Zeit, näher darauf einzugehen, was diese Kombination für Ethereum bedeutet”, leitete der Kanadier seinen Beitrag ein.
Now that ZKEVMs are at alpha stage (production-quality performance, remaining work is safety) and PeerDAS is live on mainnet, it's time to talk more about what this combination means for Ethereum.
These are not minor improvements; they are shifting Ethereum into being a…
— vitalik.eth (@VitalikButerin) January 3, 2026
ZKEVMs (Zero-Knowledge Ethereum Virtual Machines) sind eine Technologie, welche zeitgleich Nullwissenbeweise verwerten und die Programmierfähigkeit Ethereums nutzen kann. Sie gilt als zentraler Baustein, um eine moderne Skalierbarkeit Ethereums zu gewährleisten.
ZKEVMs ermöglichen die sogenannten ZK-Rollups – eine Art der Layer-2s, die im Vergleich zu den bisher dominanten Optimistic Rollups einen höheren Durchsatz und gleichzeitig höhere Sicherheit liefern.
Optimistic Rollups gehen von der Korrektheit eingereichter Transaktionen aus, während ZK-Rollups sämtliche Transaktionen mittels Nullwissenbeweisen auf ihre Korrektheit prüfen.
PeerDAS ist eine Technologie, welche die Verifizierung der Rollups vereinfacht, indem Nodes nur Proben bestätigen müssen, statt sämtlicher Inhalte.
“Das sind keine geringfügigen Verbesserungen, sondern sie verwandeln Ethereum in eine grundlegend neue und leistungsfähigere Art des dezentralen Netzwerks”, beschreibt Buterin die beiden neuen Technologien.
Das berüchtigte Blockchain-Trilemma sei dank der neuesten Erweiterungen bereits gelöst. Bis zur vollständigen Serienreife müssten allerdings noch einige Monate vergehen, da ZKEVMs noch sicherheitsrelevante Verbesserungen durchführen müssten.
“Das Trilemma wurde gelöst – nicht auf dem Papier, sondern mit tatsächlich laufendem Programmcode”, so Buterin. “Ethereum hat jetzt einen Konsens, ist dezentralisiert und verfügt über eine hohe Bandbreite.”
Diesen Meilenstein erreicht ETH nach zehnjähriger Entwicklung
Buterins Freude ist enorm. Um diesen Entwicklungsstand zu erreichen, habe es zehn Jahre gedauert, berichtet der Programmierer. Innerhalb der nächsten vier Jahre seien die Technologien in der Lage, das Ökosystem neu zu formen, prognostiziert Buterin.
“Ich erwarte, dass diese Vision über die nächsten rund vier Jahre in ihrem vollen Umfang durchgesetzt wird”, schreibt der 31-Jährige.
Bis spätestens 2030 sollen die meisten Transaktionen im Ethereum-Netzwerk mittels ZKEVMs abgewickelt werden.
Darüber hinaus träumt Buterin von der Möglichkeit, die Belastung des Ethereum-Netzwerks aufzuteilen, statt die Blockchain nur zu kopieren. Er zieht dafür einen Vergleich zum P2P-Netzwerk Bittorrent. Dann wäre Ethereum in der Lage, den Durchsatz noch weiter zu erhöhen.
“Ein langfristiges Ideal ist es, eine Zukunft zu erreichen, in der der gesamte Block niemals an einem einzigen Ort gebildet wird. Dies wird noch lange Zeit nicht notwendig sein, aber meiner Meinung nach lohnt es sich, zumindest die Fähigkeit dazu anzustreben”, schreibt der Programmierer.

