Dubai verabschiedet Kryptogesetz

„Die Zukunft gehört dem, der sie gestaltet.“ Mit diesem Satz hat Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum auf Twitter für mächtigen Wirbel gesorgt. Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum der auch Premierminister der Vereinigten Arabischen Emirate und Herrscher von Dubai ist, möchte nämlich sein Land fit und attraktiv für Kryptowährungen und generell für digitale Assets machen.

Dubai – Das Streben zur Krypto-Oase

Aus Dubai soll eine Krypto-Oase werden, damit Einzelpersonen auch Transaktionen schneller durchführen können, um so Zeit zu sparen und einen Lebensstil zu haben, der zu ihnen passt. Dubai gilt nämlich als eine Stadt der Superlative. Hier muss nun mal alles größer, höher und weiter sein. Es wird gestrebt nach atemberaubende Wolkenkratzer und einem luxuriösen Leben mit Glitzer, Gold und Glamour. Und auch digitale Assets sind dort einfach ein Muss.

Dubais Ziel: weltweiter Krypto-Hub werden

Das Ziel, was hierbei von Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum auf Twitter herausgegeben wurde, kann nicht kleiner sein, denn man möchte zukünftig Hauptakteur für digitale Assets weltweit sein. Dieser Anspruch in der arabischen Welt ist nicht neu. Bereits Abu Dhabi als ein Emirat, das zu den Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) gehört, will auch zu einem weltweiten Krypto-Hub werden.

„Die Zukunft gehört dem, der sie gestaltet“

Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum

Rahmenbedingungen sollen Erfolg bringen

Um sein großes Ziel zu erreichen, hat Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum ein umfassendes Gesetz angekündigt. Mit diesem Gesetz verbunden ist auch die Schaffung einer Regulierungs- und Lizenzbehörde, die sich ausschließlich mit den digitalen Assets beschäftigen soll.

Auch wenn die neue Behörde unabhängig arbeiten soll, hat Scheich Al Maktoum hier hohe Erwartungen formuliert. Zum einen soll sich die Behörde um die Regulierung und Lizenzierung kümmern, aber auch um die Überwachung.

Die Überwachung gilt hierbei nicht nur für die lokalen Finanzsysteme, sondern auch die globalen Finanzsysteme sollen von der Behörde im Blick bleiben. Das Ziel ist dabei jedoch klar. Durch die Überwachung möchte man frühzeitig auf jede Entwicklung auf dem Markt reagieren können.

Letztlich soll die Behörde dafür sorgen, dass es zum besten weltweiten Geschäftsumfeld für digitale Assets kommt. Gerade da digitale Assets immer mehr an Bedeutung gewinnen und es zu enormen Wertentwicklungen kommt, möchte Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum davon profitieren und sieht darin die Zukunft. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) fangen hierbei nicht bei null an.

So gibt es heute laut dem Analyseunternehmen Chainalysis schon einen umfassenden Kryptomarkt in den VAE. Dieser liegt mit seiner Größe auf dem dritten Platz im Mittleren Osten beim Kryptoranking. Und der Kryptomarkt der VAE ist laut Chainalysis zuletzt enorm gewachsen, auch ohne Regulierung. So kam es hier zu einer Zunahme von rund 1.500 Prozent. Mit einer weiteren Zunahme beim Kryptomarkt und insgesamt bei den digitalen Assets ist zu rechnen.

Veröffentlichung vom Regulierungsrahmen

Wie die Regulierung zur Verwirklichung vom weltweit besten Geschäftsumfeld im Detail aussehen soll, ist bis jetzt noch nicht bekannt. Doch die Veröffentlichung von einem Regulierungsrahmen für digitale Vermögenswerte soll zeitnah erfolgen. Ob dieser dem Anspruch von Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum gerecht werden wird, muss man sehen.

Hier wird es dann auch wesentlich darauf ankommen, wie schnell der Regulierungsrahmen praktisch umgesetzt werden kann. Glaubt man verschiedenen Berichten, soll schon in der ersten Jahreshälfte des Jahres, die ersten staatlichen Lizenzen vergeben werden. Auch das ist ein ehrgeiziges Ziel.

Da spielt dann auch eine große Rolle, wie der Markt auf die Rahmenbedingungen reagieren wird. Hält er diese Regulierungen für attraktiv, wird der Wunsch von Scheich Mohammed bin Rashid Al Maktoum Realität. Es bleibt damit spannend, wie sich die Vereinigten Arabischen Emirate für digitale Assets weiter entwickeln.

Fazit zu der geplanten Regulierungsbehörde in Dubai

Während in den USA und in Europa die Regulierungsbestrebungen zum Schutz der „alten“ Finanzwelt vor der neuen Kryptowelt dienen sollen, so will Dubai, und einige andere Länder auf der Welt die Regulierung besonders freundlich gestalten, um Investoren anzuziehen.

Regeln und Vorschriften sind schon wichtig, das auch in der Kryptowelt. Aber da die gesamten Regulierungen und Gesetze für die Kryptowährungen und Kryptofirmen regional erlassen werden, die Kryptobranche aber weltweit aktiv ist, wird es hier Gewinner und Verlierer geben.

Ich fürchte, dass die „alte“ Ökonomie in den USA und in Europa da das Nachsehen haben wird. Länder aus Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten sind dem Thema Krypto offener gegenüber aufgestellt und wollen vom Wachstum profitieren. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben!

Autor

Als ausgebildeter Finanzberater und Reisekaufmann sowie Hobby-Journalist, mit zahlreichen Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, bin ich heute als Autor für touristische Beiträge und Reiseführer genauso zu Hause, wie in der Finanzwelt. Das Thema Kryptowährung fasziniert mich schon seit Jahren und ich habe bereits unzählige Artikel geschrieben, die auf verschiedenen Kryptoportalen und in etlichen Magazinen veröffentlicht wurden.

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