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Do Kwon in Montenegro zu Haftstrafe verurteilt

Verurteilung zu 4 Monaten Haft wegen Passfälschung

Der Mitbegründer von Terraform Labs, Do Kwon, wurde von einem montenegrinischen Gericht zu vier Monaten Gefängnis verurteilt. Er wurde für schuldig befunden, gefälschte Pässe verwendet zu haben.

Kwon und sein Geschäftspartner Han Chang-Joon waren im März auf dem Weg nach Dubai am Flughafen Podgorica festgenommen worden.

Gegen den ehemaligen CEO von Terraform Labs wird derzeit international wegen Betrugsvorwürfen durch den Zusammenbruch von Terraform ermittelt.

Investoren haben dabei mehr als 60 Milliarden US-Dollar verloren. Sowohl in den USA als auch in Südkorea wird Kwon wegen dieser Vorwürfe gesucht.

Kwon ist sich keiner Schuld bewusst

Kwon hatte argumentiert, er habe geglaubt, der von ihm benutzte costa-ricanische Pass sei ein legaler „goldener Pass“, ein schneller Weg zur Einbürgerung für wohlhabende Personen in bestimmten Ländern.

Das Gericht wies Kwons Erklärung jedoch zurück und verurteilte ihn zu einer Haftstrafe.

In einem Interview mit Bloomberg erklärte der südkoreanische Generalstaatsanwalt Dan Sunghan, dass Südkorea die meisten Ermittlungen im Fall Terra durchgeführt habe und über mehr Beweise verfüge als die US-Behörden.

Er behauptete, die Pässe und andere Reisedokumente von einer Agentur in Singapur erhalten zu haben, die ihm von einem Freund empfohlen worden war.

Er sei jahrelang mit den Pässen gereist und habe nicht gewusst, dass sie illegal seien. Das Gericht berichtete jedoch, dass mehrere Pässe und Personalausweise aus verschiedenen Ländern beschlagnahmt worden seien.

Neben der Anklage wegen Urkundenfälschung wies Kwon auch Vorwürfe zurück, er habe den ehemaligen montenegrinischen Finanzminister und jetzigen Vorsitzenden der Partei Europe Now, Milojko Spajić, finanziell unterstützt.

Die jüngste Verurteilung wirft weiterhin Fragen zur regulatorischen Aufsicht und zur Rolle von Kryptowährungen in der globalen Wirtschaft auf.

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Präzedenzfall bei betrügerischen Machenschaften im Krypto-Space

In der Zwischenzeit bleibt Kwon in Montenegro inhaftiert, während die Ermittlungen und Gerichtsverfahren in den USA und Südkorea fortgesetzt werden.

Experten zufolge könnte der Fall zu einem Präzedenzfall für die Strafverfolgung von Kryptowährungsdelikten auf internationaler Ebene werden.

Das montenegrinische Gericht erklärte, dass die seit März verbrachte Haftzeit auf das Strafmaß angerechnet wird.

Dies könnte bedeuten, dass Kwon und Han ihre Strafe in Montenegro verbüßen können, bevor sie an eines der beiden Länder ausgeliefert werden, die ihre Auslieferung beantragt haben.

Weltweite Kryptoregulierung noch in den Kinderschuhen

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf die regulatorischen Grauzonen in der Kryptowährungsindustrie. Er unterstreicht die Notwendigkeit einer besseren globalen Zusammenarbeit bei der Regulierung und Überwachung dieser zunehmend populären, aber auch anfälligen Branche.

Die Verhaftung in Montenegro hat auch zu einem Streit zwischen den Staatsanwaltschaften der USA und Südkoreas geführt, da beide Länder um die Zuständigkeit für den Fall ringen.

Kwon und sein Kollege Han Chang-Joon bleiben bis zu sechs Monate in Auslieferungshaft, während der südkoreanische Auslieferungsantrag geprüft wird.

Ein Blick in die Vergangenheit

Nach dem Zusammenbruch von Terra verlor der algorithmische Stablecoin UST des Netzwerks seine Bindung an den Dollar. Das führte zu massiven Verlusten für Investoren und schließlich zur Einstellung der Terra-Blockchain.

Kwon, der sich weigerte, bei den strafrechtlichen Ermittlungen zu kooperieren, floh aus Südkorea nach Singapur.

Im September 2020 wurde ein Haftbefehl gegen ihn erlassen und er wurde weltweit zur Fahndung ausgeschrieben.

Trotz der laufenden Ermittlungen und des internationalen Haftbefehls betonte Kwon, dass er nicht „auf der Flucht“ sei und wies alle Vorwürfe der Urkundenfälschung zurück.

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