CPI-Daten schicken Bitcoin auf Achterbahnfahrt

Das Wichtigste in Kürze

  • Bekanntgabe des US-VPI löst Liquidationen in Höhe von $300 Mio. aus und trifft Bitcoin hart – Erholung setzt unmittelbar ein
  • Über den Erwartungen liegende Inflationszahlen erhöhen Unsicherheit über Maßnahmen der Fed.
  • Massive Liquidationen betreffen über 100.000 Händler, größte Einzelorder bei Bybit über $8 Mio.

$300 Mio. nach Bekanntgabe des US CPI liquidiert

Die Bekanntgabe des US-Verbraucherpreisindex (CPI) hat die Kryptowährungsmärkte erneut in Aufruhr versetzt.

Nach Monaten relativer Stabilität erlebte der Markt eine neue Welle der Volatilität, die vor allem Bitcoin (BTC) hart traf.

Innerhalb weniger Stunden nach Veröffentlichung der Daten kam es zu einer Liquidation von fast 300 Millionen US-Dollar.

Unerwartete Inflationszahlen als Auslöser

Die Inflationszahlen für März 2024 lagen mit 3,5 % über den Erwartungen und zeigten einen Anstieg gegenüber dem Vormonat.

Noch bemerkenswerter war der Anstieg des Kern-VPI, der die Bereiche Energie und Nahrungsmittel ausschließt, um 3,8 % im Vergleich zum Vorjahr.

Diese Zahlen übertrafen die allgemeinen Erwartungen und lösten Spekulationen über die nächsten Schritte der US-Notenbank im Kampf gegen die Inflation aus.

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Auswirkungen auf den Kryptowährungsmarkt

Die Ankündigung führte zu einer sofortigen Reaktion auf dem Kryptomarkt. Der Bitcoin-Kurs fiel innerhalb weniger Minuten von einem Handelswert von 69.000 auf 67.500 US-Dollar.

Die anschließende Erholung ließ den Preis jedoch um etwa $1.000 steigen. Ähnliche Bewegungen waren bei den meisten Altcoins zu beobachten.

Folgen für übermäßig gehebelte Händler

Die Volatilität hatte schwerwiegende Folgen für Händler, die mit hohem Leverage handelten. Laut Coinglass wurden Positionen im Wert von fast 300 Millionen US-Dollar innerhalb eines Tages liquidiert.

Mehr als 100.000 Händler waren von Liquidationen betroffen, wobei die größte Einzelorder bei Bybit über 8 Millionen US-Dollar betrug.

Die jüngsten CPI-Zahlen aus den USA haben gezeigt, dass die Inflation höher als erwartet ausfällt und die Federal Reserve möglicherweise weitere Maßnahmen ergreifen muss.

Diese Unsicherheit hat den Kryptowährungsmärkten eine Achterbahnfahrt beschert, die vor allem übermäßig gehebelte Händler teuer zu stehen kam.

Der Markt erinnert uns einmal mehr daran, wie wichtig Vorsicht und Risikomanagement beim Handel mit digitalen Vermögenswerten sind.

Ausblick auf das restliche Jahr

Anfang 2024 wurde eine Lockerung der US-Geldpolitik als einer der Aufwärtskatalysatoren für Bitcoin angesehen.

Die Märkte hatten etwa fünf bis sechs Zinssenkungen der Federal Reserve für 2024 eingepreist.

Die Inflation, die über weite Strecken der Jahre 2022 und 2023 stetig gesunken war, hat sich jedoch nicht verlangsamt.

Sie ist im ersten Quartal sogar leicht gestiegen und liegt weiterhin deutlich über dem Ziel der Fed von 2 %.

Mehrere Mitglieder der Fed haben deutlich gemacht, dass sie nicht bereit sind, die Geldpolitik zu lockern, solange sie keinen anhaltenden Trend einer rückläufigen Inflation sehen, d. h. mehr als nur einen monatlichen Bericht.

Händler haben ihre Erwartungen an Zinssenkungen rasch zurückgeschraubt und vor dem heutigen Bericht nur zwei oder drei für das gesamte Jahr eingepreist, wobei der erste Schritt im Juni oder Juli erwartet wurde.

Nach den neuen Inflationsdaten zeigt das CME FedWatch Tool nun September als wahrscheinlichsten Zeitpunkt für eine erste Zinssenkung an.

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Autor & Editor

Ich bin Krypto-Enthusiast seit 2017. Begonnen hat meine Krypto-Reise mit Airdrops verschiedenster Projekte. Seit 2020 bin ich Teil des Blockchainwelt.de Teams. Zu meinen Krypto-Steckenpferden gehören Krypto-News, Hardware Wallets sowie alles rund um das Thema Krypto-Kreditkarten.

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