Coinbase stellt Web3 Dapp vor

Die größte Krypto-Börse Amerikas, Coinbase, erweitert sein Produktangebot und stellt neue Web3-App-Funktionen vor. Enthalten sind eine Hot Wallet sowie ein Browser für die mobilen Apps. Zunächst werden in einem Probebetrieb diese neuen Funktionen nur einigen, ausgewählten Nutzer zur Verfügung gestellt.

Coinbase Logo auf Tablet mit Krypto-Coins daneben

Wie Risi Dean, Director of Product Management bei Coinbase, in einer Ankündigung von heute 17.05.2022 bekannt gab, wird diesen Monat das Produktangebot von Coinbase deutlich erweitert.

Zu den Neuerungen gehören zusätzliche Web3Funktionen, mit denen über die Coinbase App auf DeFi und andere dApps (dezentrale Apps) im Ethereum Netzwerk zugegriffen werden kann. Zunächst stehen diese Neuerungen einer begrenzte Zahl von ausgewählten Benutzern der mobilen App von Coinbase zur Verfügung.

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Was ist neu bei Coinbase?

Im Einzelnen geht aus der Ankündigung hervor, dass mit den neuen Web3-Funktionen die berechtigten Nutzer mit dem Handel auf NFT-Marktplätzen starten können. Sie können Swaps (Tausch/Handel von einem Kryptotoken zu einem anderen Kryptotoken) an dezentralisierten Börsen (DEX) platzieren.

Ebenso ist es ihnen möglich, mit Kreditvergabeprotokollen für DeFi (dezentrale Finanzen) zu interagieren und somit Geld zu verleihen.

 

Hinzu zum mobilen Browser für die Coinbase Apps soll es noch eine Hot Wallet geben, über die Kunden Geld und Token wechseln können. Neu an der dezentralen Hot Wallet von Coinbase ist, dass diese eine Co-Custodial-Einrichtung haben wird.

Das bedeutet, dass der private Zugangs-Key für die Wallet doppelt gespeichert werden kann, einmal vom Unternehmen Coinbase und auch vom Benutzer persönlich.

Diese doppelte Speicherung bietet einen zusätzlichen Schutz vor Missbrauch. Wenn das mobile Gerät verloren geht oder die Zugangsdaten abhandenkommen, dann kann über die bei Coinbase gespeicherten Daten der Zugang zum Hot Wallet schnell wieder hergestellt werden.

Positive Nachrichten in schweren Zeiten

Diese heute angekündigten Erweiterungen sind bereits die zweite neue Produkteinführung in diesem Monat. Erst am 4. Mai hatte Coinbase den von den Kunden herbeigesehnten NFT-Marktplatz gestartet, doch leider mit nur mäßigem Umsatzvolumen bisher.

Vielleicht will Coinbase mit den vielen positiven Nachrichten über neue Produkterweiterungen über die schlechten Nachrichten hinweg gehen.

Die massiven Probleme auf dem gesamten Finanzmarkt, hervorgerufen durch die Auswirkungen der Covid-19 Pandemie sowie dem Ukraine-Krieg und dessen wirtschaftliche Folgen für die Weltwirtschaft belasten den ohnehin schwächelnden Krypto-Markt zusätzlich.

Und die fallenden Kurse vieler Kryptowährungen und Blockchain-Firmen sowie die Zurückhaltung beim Handel belasten auch die Krypto-Börsen, darunter auch Coinbase.

In den veröffentlichten Zahlen zum ersten Quartal 2022 musste das erfolgsverwöhnte Unternehmen Coinbase zum ersten Mal einen Nettoverlust in Höhe von 430 Millionen US-Dollar aus dem rückläufigen Geschäft verzeichnen.

Im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres 2021 ist der Umsatz um 27 % auf 1,1 Milliarden US-Dollar gegenüber 1,6 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Und die monatlichen Nutzerzahlen sind ebenfalls rückläufig, von 11,4 Millionen auf nur noch 9,2 Millionen.

Anlagegelder bei Coinbase sicher

Nach der Veröffentlichung der schlechten Zahlen für das erste Quartal 2022, mit dem Nettoverlust von Coinbase in Höhe von 430 Millionen US-Dollar, haben Gerüchte über eine fehlende Insolvenzabsicherung die Kunden verunsichert.

Aus einer Offenlegung über die Vorgehensweise in einem Insolvenzfall von Coinbase geht hervor, dass die Nutzer in diesem Fall wie „ungesicherte Gläubiger“ behandelt werden. Daraus folgte die Angst, dass die eingelegten Vermögenswerte der Nutzer an Coinbase übergehen und Bestandteil der Insolvenzmasse werden.

Der CEO von Coinbase, Brian Armstrong, entgegnete diesen Befürchtungen mit der Zusicherung, dass die Gelder der Nutzer garantiert sicher sind, und auch immer sicher waren. Er relativierte die Offenlegung damit, dass es kein Konkursrisiko gebe.

Und nur im unwahrscheinlichen Fall einer Insolvenz könnte eventuell eine sehr geringe Möglichkeit bestehen, dass ein Gericht beschließe, die eingelegten Verbrauchervermögen als Teil des Unternehmens zu betrachten und in die Insolvenzmasse zu übernehmen.

Autor

Als ausgebildeter Finanzberater und Reisekaufmann sowie Hobby-Journalist mit zahlreichen Veröffentlichungen in verschiedenen Zeitungen, bin ich heute als Autor für touristische Beiträge und Reiseführer genauso zu Hause, wie in der Finanzwelt. Das Thema Kryptowährung fasziniert mich schon seit Jahren und ich habe bereits unzählige Artikel geschrieben, die auf verschiedenen Krypto Portalen und in etlichen Magazinen veröffentlicht wurden.

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