BlackRock gesteht: Bitcoin ist eine Gefahr für den US-Dollar

Das Wichtigste in Kürze
- BlackRock-Geschäftsführer Larry Fink wertet den Bitcoin als Bedrohung für den US-Dollar und seine Rolle als Weltleitwährung.
- Die USA müssten hart an ihrer Wirtschaft arbeiten, um künftig einem Bedeutungsverlust durch den Bitcoin vorzubeugen.
- Fink versteht die Blockchain-Technologie mittlerweile als wertvolle Innovation der Finanzbranche. Besonders Tokenisierung biete enormes Potenzial.
BlackRock gesteht: Bitcoin ist eine Gefahr für den US-Dollar
BlackRock-CEO Larry Fink gesteht: Der Bitcoin ist eine Gefahr für den US-Dollar und könnte diesen als Weltleitwährung ersetzen – diese Position eröffnete er den BlackRock-Investoren in der neuesten Ausgabe seines jährlichen Rundschreibens.
“Die USA haben jahrzehntelang davon profitiert, dass der Dollar die Weltreservewährung ist. Aber das muss nicht ewig so bleiben (…) Wenn die USA ihre Schulden nicht in den Griff bekommen und wenn die Defizite immer weiter ansteigen, riskiert Amerika, diese Position an digitale Vermögenswerte wie Bitcoin zu verlieren”, erklärte Fink darin.
Teile der Krypto-Szene hoffen seit Jahren, dass Fiatwährungen final gänzlich von Kryptowährungen ersetzt werden. Dass Larry Fink als ehemals großer Gegner dieses Schicksal zuweilen als möglich betrachtet, ist durchaus ein Meilenstein in der Geschichte der Kryptos.
Noch 2017 hatte Fink den Bitcoin als Werkzeug der Geldwäsche betitelt. Über die folgenden Jahre rückte er von dieser Position immer weiter ab, bis BlackRock unter seiner Führung im Januar 2024 einen Bitcoin-ETF in den USA veröffentlichte, der durchschlagende Erfolge erzielte.
In seinem Rundschreiben machte er der Kryptobranche auch weitere Zugeständnisse. So betitelte er das dezentrale Finanzwesen als wertvolle Innovation.
“Ich bin natürlich nicht gegen digitale Güter (…). Aber zwei Dinge können gleichzeitig wahr sein: Das dezentrale Finanzwesen ist eine außergewöhnliche Innovation. Sie macht die Märkte schneller, billiger und transparenter”, schreibt Fink.
“Doch dieselbe Innovation könnte Amerikas wirtschaftlichen Vorsprung untergraben, wenn Investoren anfangen, Bitcoin als eine bessere Wette als den US-Dollar zu betrachten”, setzte er fort.
Die Blockchain wird Investments revolutionieren
Das enorme Potenzial der Blockchain-Technologie sei noch längst nicht ausgeschöpft, erläutert der BlackRock-Chef. In Zukunft sei die Blockchain in der Lage, Investments umfänglich zu revolutionieren – durch Tokenisierung.
“Jede Aktie, jede Anleihe, jeder Fonds – jeder Vermögenswert – kann tokenisiert werden. Wenn dies der Fall ist, wird es das Investieren revolutionieren. Die Märkte bräuchten nicht geschlossen zu werden. Transaktionen, die derzeit Tage dauern, würden in Sekunden abgewickelt”, stellte Fink seine Vision dar.
“Und Milliarden von Dollar, die derzeit durch Abwicklungsverzögerungen blockiert sind, könnten sofort wieder in die Wirtschaft investiert werden und so für mehr Wachstum sorgen”, schleißt er seine Erläuterung ab.
All jene Elemente wertet Fink als eindeutige Vorteile. Auch sonst habe Tokenisierung einiges zu bieten. Investments könnten deutlich mehr Rücksicht auf die Demokratie nehmen. Eintrittshürden sinken – etwa durch einfachere Systeme, aber auch durch niedrigere Einstiegspreise, die Fraktionalisierungen erlauben.
Aktionärsabstimmungen könnten sicherer und ortsunabhängig stattfinden, da die Stimme auf der Blockchain eindeutig einem Token zugeordnet werden kann. Der Token kann eine tokenisierte Aktie sein, die demnach einen Anteil an einem Unternehmen darstellt.
Dank der Tokenisierung sei es für Privatanleger denkbar, in höchst rentable Geschäfte einzusteigen, die bisher nur institutionellen Investoren zugänglich sind.
Read Larry Fink’s Letter to Investors to learn how BlackRock continues to evolve and open pathways for investors: https://t.co/bP2lq8xH62 pic.twitter.com/YUN9ucwNYD
— BlackRock (@BlackRock) March 31, 2025