Jennifer Bailey bestätigt Apples Interesse an Kryptowährungen

Zum aktuellen Zeitpunkt verfolgt der IT-Konzern Apple noch keine klare Strategie im Bereich der Kryptowährungen und übt sich dabei in Geduld. Wie Jennifer Bailey, Vizepräsidentin von Apple Pay, in einem Interview bestätigte, wirft der Konzern dennoch ein Auge auf die Marktentwicklung. Dabei geht der Konzern von einem interessanten, langfristigen Potenzial aus. 

Jennifer Bailey in einem CNN-Interview @CNN.com
Jennifer Bailey in einem CNN-Interview @CNN.com

Jennifer Bailey sieht Kryptowährungen als interessante Möglichkeit für Apple

Laut eines Berichts vom 5. September 2019 hat die Vizepräsidentin von Apple Pay, Jennifer Bailey, das Interesse des iPhone-Herstellers an Kryptowährungen belegt. Dabei soll die Managerin gegenüber der CNN Korrespondentin Christine Romans bestätigt haben, dass der Konzern Kryptowährungen als interessantes Finanzprodukt mit einem interessanten Potenzial ansieht. 

Das Interesse des Technologiekonzerns entspricht auch der aktuellen Marktentwicklung, denn immer mehr Technologiekonzerne entdecken das Potenzial der Blockchain-Technologie (Was ist Blockchain?) für das eigene Geschäftsmodell. So plant der Medienkonzern Facebook den Start der eigenen Kryptowährung Libra in 2020. Auch Square, ein Dienstleister aus dem Bereich der Zahlungsabwicklung, sucht aktiv nach Krypto-Ingenieuren. Für die gesamte Krypto-Branche wäre ein Engagement von Apple ein Durchbruch. Durch den zunehmenden Fokus auf mobile Applikationen sei ein Einstieg in die Branche auch nicht unwahrscheinlich. Insbesondere die zunehmende Monetarisierung der eigenen Nutzer könnte diese Entwicklung beschleunigen. 

Apple und der Fokus auf mobile Zahlungsmethoden 

Mit Apple Pay hat der Konzern aus Cupertino bereits im Jahr 2014 den ersten Schritt in Richtung des mobilen Bezahlens unternommen. Der neue Zahlungsdienst sollte die Art des Bezahlens transformieren. Nichtsdestotrotz gab Apple bis heute keine Zahlungen über die Anzahl der Nutzer des Zahlungsdienstes bekannt. Allerdings verdeutlichen die Transaktionszahlen die hohe Akzeptanz des Services – rund eine Milliarde Transaktionen werden monatlich verarbeitet. Laut Bailey stieg vom Jahr 2014 bis heute die Akzeptanz von kontaktlosen Bezahlmethoden von 3 auf mehr als siebzig Prozent an. Außerdem verdeutlicht Jennifer Bailey, dass der Wandel in den USA lediglich schleppend vorangeht. Im Vergleich zu europäischen Ländern hat die USA das Nachsehen, wenn es um die Adaption neuer Services geht. Dabei gilt vor allem das schlechtere Ausgeben von Trinkgeld als einer der Nachteile, welche die Technologie mit sich bringt. Die entsprechende Hardware sei nur unzureichend verfügbar. 

Außerdem benötige der Konzern etwas Zeit, um das Misstrauen der Nutzer abzubauen. Folglich denken viele Nutzer, dass das Benutzen einer physischen Kreditkarte sicherer als Apple Pay sei. Dabei gilt jedoch genau das Gegenteil und das Wallet im Smartphone gilt als sicherer. Zum aktuellen Zeitpunkt liegt demnach der Fokus auf der nachhaltigen Veränderung des Finanzmarktes. Gelingen soll dies mithilfe der neuen Apple Card. Die ging im vergangenen Monat an den Start und erweitert die Funktionalität der Wallet. Ein Einstieg in den Markt der Kryptowährungen könnte dementsprechend die nächste logische Konsequenz darstellen.