InterWork Alliance strebt nach globalen Standard für Token-Ökosysteme

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Die Tokenisierung ist ein Megatrend im Bereich der Blockchain-Technologie. Dementsprechend ist es nicht verwunderlich, dass wichtige IT-Konzerne wie Microsoft und IBM sowie Börsenbetreiber wie die Nasdaq zusammen an der Gestaltung dieses Megatrends arbeiten. Die InterWork Alliance ist eine non-profit Organisation, die an der Entwicklung neuer Frameworks arbeitet und die Innovationen in Token-basierten Ökosystemen vorantreiben will. Damit reagieren die Unternehmen auf den stark fragmentieren Status Quo, der aus unterschiedlichen Plattformtypen und uneinheitlichen Token resultiert.

Blockchain-Technologie erfordert weitere Standards

Bei der Blockchain-Technologie handelt es sich um eine der wichtigsten Zukunftstechnologien. Dies haben auch etablierte IT-Konzerne wie Microsoft und IBM erkannt. Dies ist auch der Grund, weshalb diese Unternehmen immer wieder an der Einführung entsprechender Standards arbeiten. Insbesondere im Bereich der Smart Contracts, Token und Kryptowährungen sind entsprechende Standards erforderlich, um eine zunehmende Adaption zu gewährleisten.

Vor allem Blockchain-Konsortien wie R3 oder Hyperledger haben in der Vergangenheit an der Entwicklung passender Blockchain-Lösungen gearbeitet. Dabei lag insbesondere der B2B-Sektor im Fokus der Unternehmen. Mit der InterWork Alliance gibt es nun einen weiteren Branchenverband, der sich mit der Entwicklung spezieller Standards im Bereich der Tokenisierung auseinandersetzt.

Auf der offizielle Homepage der InterWork Alliance gibt es eine Auflistung der aktuellen Mitglieder. Hierbei erfolgt eine Unterteilung in:

Sponsoren, Principal Members und Associate Members.

  • Sponsor Members: Accenture, Digital Asset, Microsoft, Neo und SDX
  • Principal Members: io, BTP, Calastone, Chainlink, DEKRA, DLA PIPER, DTCC, ENVISION, HACERA, Hedera, IBM, ING, Nasdaq, R3, TOKENSOFT, UBS, WEB3 Labs
  • Associate Members: 2Tokens, Blockchain Research Institute, Cloud Security Alliance, DID ALLIANCE, GBBC, GDF, Blockchain District, Hyperledger, ITSA, WTIA

Was ist das Ziel der InterWork Alliance?

Die InterWork Alliance möchte dazu beitragen, dass Unternehmen auf einen einheitlichen Standard im Bereich der Token zurückgreifen können.

„Unternehmen wollen in der Lage sein, auf Token basierende Geschäftsmodelle zu erstellen, ohne eine Plattformtechnologie im Sinn zu haben. Damit dieser Ansatz funktioniert, werden dringend Standards benötigt, die definieren, was ein Token ist und wie sein Vertragsverhalten funktioniert.“ – Ron Resnick, Präsident der InterWork Alliance

Weiterhin merkte Resnick an, dass die InterWork Alliance gegründet wurde, um als Organisation die grundlegende Arbeit zu verreichten und voranzutreiben. Dabei könne die Organisation durch die innovativen Kooperationspartner dazu beitragen, einen passenden Ansatz für den weitreichenden Markteinsatz zu entwickeln.

Das sich die InterWork Alliance gerade dem Gebiet der Token annimmt sollte nicht für Verwunderung sorgen. Immerhin ermöglichen Token den Handel von Objekten, die ansonsten nicht handelbar sind. Ein solch tokenisiertes Asset muss nicht nativ digital sein. Vielmehr lassen sich auch illiquide Assets wie Immobilien, Antiquitäten, Kunstwerke oder Rechte mithilfe von Token handeln. Bevor Token jedoch den Einzug in den Geschäftsalltag finden, müssen die Marktteilnehmer definieren, welchen symbolischen Wert ein Token besitzt. Erst wenn diese fundamentale Frage beantwortet ist, lassen sich Vereinbarungen und Klauseln für den Handel dieser Assets definieren.

Fokusfelder der InterWork Alliance

Laut Marley Gray, Hauptarchitektin bei Microsoft und Vorsitzender der InterWork Alliance, sieht in der Entwicklung von Standards eine Grundlage für die weitere Zukunft.

„Wenn unsere Kunden zusammenkommen wollen, um Probleme in ihren Sektoren zu lösen, wünschen sie oft ein neutrales Forum, in dem sie kooperative Rahmen und Ansätze ausarbeiten können, die es ihnen ermöglichen, sich auf Geschäftsergebnisse und nicht auf Details der Technologieimplementierung zu konzentrieren. Die IWA wird eine entscheidende Rolle spielen, wenn es darum geht, Unternehmensleitern aus verschiedenen Branchen zu helfen, effektiv zusammenzuarbeiten.“ – Marley Gray, Vorsitzende der InterWork Alliance

Im Zuge eines Forums verdeutlicht Gray, welche realen Anwendungsfälle aus unterschiedlichen Branchen durch die Tokenisierung profitieren. Der Hauptfokus liegt hierbei auf der Förderung der Interoperabilität, sowie eine breite Einführung der Forschungsergebnisse in den Markt.

Dementsprechend stellt die neugegründete Organisation die Rahmenbedingungen für Unternehmen bereit, die auf standardisierte Token-Definitionen und Verträge setzen, jedoch kein Interesse an der Entwicklung einer Plattform haben. Folgende Schwerpunktbereiche haben die Mitglieder definiert:

  1. Token-Taxonomie: Bereitstellung einer gemeinsamen Sprache sowie Entwicklung einheitlicher Tools. Somit können sich mehrere Parteien auf eine allgemeingültige Definition, den Werteaustausch oder die Werteverwendung einigen.
  2. InterWork-Framework: mithilfe dieses Frameworks lassen sich Mehrparteienverträge erstellen, welche direkt mit den Token-Standards korrelieren. Auf diese Weise lassen sich die Kommunikationsprotokolle ohne weitere Anpassungen bei der verwendeten Technologie verwenden.
  3. Analyse-Framework: Mithilfe dieses Frameworks können Unternehmen Mehrparteienverträge unter Einhaltung des Datenschutzes erstellen und für marktgesteuerte Datenberichte verwenden.

Tokenisierung – digitale Assets auf dem Vormarsch

Fazit: Schnelle Fortschritte im Bereich der Token-Standards zu erwarten

Die Tokenisierung ist nicht nur ein Trend, der die gesamte Blockchain-Branche beeinflusst. Vielmehr sind auch etablierte Unternehmen und Branchen betroffen, sodass neue Standards benötigt werden. Vor allem die Entwicklung neuer Plattformen mit uneinheitlichen Token sollte für eine bessere Adaption verwendet werden.

Wichtige Unternehmen wie Microsoft, SDX, IBM oder Accenture tragen dazu bei, dass das gesamte Projekt sehr souverän wirkt. Ob sich langfristig passende Standards entwickeln bleibt abzuwarten. Für Endnutzer und Unternehmen stellt dies jedoch einen Vorteil dar.

Aus meiner Sicht ist im Laufe der kommenden Monate und Jahre mit einer vermehrten Nachfrage nach Token zu rechnen. Immerhin erhalten immer mehr Nutzer Zugriff auf Token und somit auf komplett neue Anlageklassen. InterWork könnte eine Organisation sein, die die weitere Entwicklung maßgeblich beschleunigt.

 

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