Goodio investiert bis zu 10 Millionen $ in die Blockchain-Technologie

Der Schokoladenhersteller Goodio will 5 bis 10 Millionen US-Dollar in die Blockchain-Technologie investieren, um die Lieferkette für Kakao nachhaltiger zu gestalten. Das Unternehmen will die Kakao-Industrie transparenter, nachhaltiger und gesünder machen. Im vergangenen Jahr brachte es die weltweit erste Schokoladenlinie mit Haferflocken heraus, das 60 Prozent weniger Zucker als herkömmliche Milchschokolade enthält.

Goodio Schokolade
Goodio Schokolade @goodiochocolate.com

Goodio sucht nach Investoren mit der gleichen Vision

Goodio wurde 2015 vom finnischen Unternehmer Jukka Peltola gegründet. Der leitende Geschäftsführer Jussi Salonen spricht davon, dass es darauf ankommt, Investoren mit den gleichen Visionen und Werten zu finden. „Es gibt zwei Investoren, die in unser Unternehmen investiert haben. Der letzte hat ungefähr 1,5 Millionen Euro im Herbst 2018 investiert. Unser Hauptinvestor ist Mikael Hed,“ der frühere Geschäftsführer des Angry-Birds-Entwicklers Rovio Entertainment. Salonen nennt noch einige kleinere private Unternehmen, mit denen Goodio dabei ist, eine Partnerschaft zu entwickeln. Die Pläne sind noch offen. Salonen hofft, in diesem Jahr Serie A herauszubringen oder ein neues Projekt zu starten.

Nachhaltigkeitsmodell, kombiniert mit Zertifizierung und Technologie

Ein größerer Betrag des gewonnenen Kapitals wird in die Blockchain-Technologie investiert, da der Schokoladenhersteller glaubt, dass Nachhaltigkeit und Zertifizierung in der Kakao-Industrie effektiver gelöst werden können. Salonen erklärt, dass Verbraucher Nachhaltigkeit oft falsch verstehen, obwohl sie verstärkt nachhaltige Lebensmittel kaufen möchten. Die Herausforderung besteht darin, mit den Verbrauchern auf verständliche Weise zu kommunizieren. Eine bessere Lieferkette ist für alle Parteien fair. Goodio besitzt kein Fairtrade- oder Alliance-Logo und bezieht die Kakaobohnen direkt von Landwirten aus Peru, Ecuador und Kongo. Um mehr Transparenz zu gewährleisten, müssen Schokoladenhersteller den Prozess offener darstellen. Es kommt darauf an, wo die Erzeuger angesiedelt sind und ob sie Umweltschutz betreiben. Dank der Distributed Ledger Technologie können sich Verbraucher über einen QR-Code oder per Near Field Communication informieren.

Zurück zu den nordischen Wurzeln

Ein anderer Bereich des Investments soll Goodio’s letzte Schokoladenlinie unterstützen, mit der die nordischen Wurzeln präsentiert werden. Die Linie umfasst vier Geschmacksrichtungen, die in finnischer Sprache auf die Packungen gedruckt sind:

  • Metsä (Holz)
  • Kukka (Blume)
  • Meri (Meer)
  • Marja (Beeren)

Sie sind nur im finnischen Lebensmittelmarkt Herkku und online über die Webseite von Goodio erhältlich. Auch wenn die Hauptzutaten der Schokoladen aus Lateinamerika kommen, beispielsweise Arriba-Bohnen von Ecuador, will Goodio die nordische Vision mit regionalem Geschmack verkörpern. „Wir sind eine Hommage an die nordische Natur. Sie ist spektakulär und zauberhaft. So verwenden wir beispielsweise Teer für die Schokolade Meri„, sagt Salonen. Alle Produkte sind vegan, glutenfrei und ohne weißen Zucker hergestellt.