Zentralisierte Börse (CEX – Centralized Exchange)

Eine zentralisierte Börse ist eine Kryptowährungsplattform, die nach dem Modell traditioneller Finanzbörsen funktioniert. Sie tritt als vermittelnde Instanz zwischen Käufern und Verkäufern auf und übernimmt die vollständige Verwaltung des Handelsprozesses.

Funktionsweise

Bei einer CEX kontrolliert ein zentraler Betreiber alle wesentlichen Elemente der Plattform:

  • Verwahrung der Vermögenswerte: Nutzer übertragen ihre Kryptowährungen an die Börse, die diese in zentralen Wallets aufbewahrt.
  • Kontenverwaltung: Die Börse führt Buch über alle Nutzerkonten und Transaktionen.
  • Schlüsselkontrolle: Private Schlüssel liegen in der Verantwortung der Börse – nicht der Nutzer.

Vorteile

  • Benutzerfreundlichkeit: Klare Benutzeroberflächen, einfache Registrierung und intuitive Handelsfunktionen
  • Hohe Liquidität: Große Nutzerbasis sorgt für schnellen Handel und enge Spreads
  • Fiat-Zugang: Ermöglicht den direkten Umtausch zwischen traditionellen Währungen (z. B. USD, EUR) und Kryptowährungen
  • Erweiterte Handelsfunktionen: Unterstützt fortgeschrittene Tools wie Margin-Trading, Futures, Staking oder Lending
    Kundensupport: Meist durch Support-Teams bei Problemen oder Fragen ergänzt

Nachteile & Risiken

  • Zentraler Angriffspunkt: Da alle Assets und Schlüssel zentral gespeichert werden, sind CEXs ein attraktives Ziel für Hacker.
  • Ausfallrisiko: Technische Probleme oder Wartungsarbeiten können den Zugriff auf Guthaben zeitweise blockieren.
  • Regulatorischer Druck: KYC/AML-Verfahren (Know Your Customer / Anti-Money Laundering) sind oft Pflicht und verringern die Anonymität.
  • Vertrauensabhängigkeit: Nutzer müssen darauf vertrauen, dass die Börse sicher, liquide und ehrlich handelt.

Beispiele für bekannte CEXs

  • Bitpanda
  • Binance
  • Coinbase
  • Kraken
  • Bitfinex
  • OKX
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