Whitelist
Whitelist (dt. Positivliste) bezeichnet eine Liste vertrauenswürdiger und ausdrücklich zugelassener Personen, Programme, Geräte oder Adressen, die in einem bestimmten Kontext autorisiert sind.
Je nach Anwendungsgebiet kann sich der Begriff auf unterschiedliche Bereiche beziehen – von IT-Sicherheit über E-Mail-Kommunikation hin zu Blockchain-Technologie.
1. E-Mail-Kommunikation
In der E-Mail-Verwaltung dient eine Whitelist dazu, sicherzustellen, dass Nachrichten bestimmter Absender nicht im Spam-Ordner landen.
Benutzer werden oft aufgefordert, die Absenderadresse eines Unternehmens zu ihrer persönlichen Whitelist hinzuzufügen, damit wichtige Informationen garantiert im Posteingang ankommen.
Auch Unternehmen selbst können Maßnahmen ergreifen – z. B. durch die Zahlung von Gebühren an E-Mail-Provider – um auf sogenannte Server-Whitelists aufgenommen zu werden.
2. Netzwerksicherheit
In der IT-Sicherheit wird das Whitelisting verwendet, um den Zugang zu Netzwerken gezielt zu kontrollieren. Ein typisches Beispiel ist das Zulassen bestimmter MAC-Adressen im lokalen Netzwerk (LAN), sodass nur zuvor autorisierte Geräte eine Verbindung herstellen können. Auch WLAN-Router nutzen solche Listen zur Zugangsbeschränkung.
3. Software- und Systemschutz
Antivirenprogramme verwenden Whitelists, um vertrauenswürdige Anwendungen von der Überprüfung auszuschließen. So kann verhindert werden, dass bekannte, sichere Programme fälschlich als Bedrohung erkannt werden. Nutzer können diese Listen häufig manuell erweitern, um individuelle Ausnahmen zu definieren.
4. Blockchain und Kryptowährungen
In der Blockchain-Welt hat der Begriff zwei zentrale Bedeutungen:
- ICO-Teilnahme: Bei Initial Coin Offerings (ICOs) kommt häufig ein Whitelisting-Verfahren zum Einsatz. Interessenten müssen sich vorab registrieren – meist im Rahmen eines KYC-Prozesses (Know Your Customer) –, um am Token-Verkauf teilnehmen zu dürfen.
- Auszahlungsadressen: Viele Kryptobörsen erlauben es Nutzern, eine Whitelist für Wallet-Adressen zu erstellen. Nur Adressen auf dieser Liste dürfen dann für Abhebungen verwendet werden. Das erhöht die Sicherheit gegen unbefugte Auszahlungen, selbst bei kompromittierten Konten.