Coinbase Aktie – alle Infos zum geplanten Börsengang

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Der Handelsplatzbetreiber Coinbase ist nicht nur eines der wichtigsten Unternehmen in der Krypto-Szene. Vielmehr handelt es sich bei Coinbase auch um ein Unicorn. Dementsprechend bewerten Investoren das Unternehmen mit mehr als acht Milliarden US-Dollar. Wie am 9. Juli 2020 bekannt wurde, plant Coinbase nun sein Initial Public Offinger (IPO). Laut den Angaben des Medienoutlets Reuters könnte die Coinbase Aktie noch in diesem Jahr den Weg an die Börse finden.

Krypto-Unicorn plant Börsengang ­– Coinbase Aktie im Anflug

Wie drei Coinbase-Vertraute gegenüber Reuters zu verstehen gaben, plant das Startup nun seinen Börsengang. Die Krypto-Börse gehört zu den führenden Anbietern auf dem US-Markt und konnte in den vergangenen Jahren ein rasantes Wachstum verzeichnen.

Voraussichtlich dürfen Anleger noch im Laufe dieses Jahres die Emission der ersten Aktien miterleben – spätestens soll es allerdings zu Beginn des kommenden Jahres so weit sein. Allerdings verdeutlicht der Report auch, dass Coinbase noch keine Gespräche mit der SEC geführt habe. Diese Gespräche sind für ein öffentliches Listing allerdings obligatorisch. Nichtsdestotrotz soll die Krypto-Börse bereits auf der Suche nach einer passenden Geschäftsbank sowie entsprechenden Kanzleien sein. Den direkten Anfragen ist das Unternehmen jedoch mit dem Grund, dass es keine Gerüchte oder Spekulationen kommentiere, ausgewichen.

Emittiert Coinbase die Aktie im IPO oder Direct Listing?

Des Weiteren steht zum aktuellen Zeit noch nicht fest, ob die Coinbase Aktie im Rahmen eines klassischen Initial Public Offering oder durch ein Direct Listing platziert wird. Beim IPO übernimmt eine Geschäftsbank wie JPMorgan die komplette Bewertung und Platzierung des Unternehmens. Ein solches IPO ist besonders teuer – im Regelfall können Unternehmen mit IPO-Kosten von mehreren hundert Millionen US-Dollar rechnen. Die Alternative hierzu ist das Direct Listing. In diesem Fall übernimmt das Unternehmen die Platzierung der Aktien in Eigenregie ­– zuletzt konnten Anleger dies beim Streaming-Anbieter Spotify beobachten.

Coinbase Aktie im IPO oder Direct Listing
Coinbase Aktie im IPO oder Direct Listing

Grundsätzlich erscheint es, als sei ein Direct Listing die bessere Methode, um die Erstemission der Aktien vorzunehmen. Allerdings besteht hier natürlich das Risiko, dass das Unternehmen den Wert eines Anteilsscheins komplett falsch einpreist. Bei einer zu niedrigen Bewertung würde Coinbase beim Börsengang zu wenig Eigenkapital einnehmen. Zwar würde der Aktienkurs recht schnell steigen, doch das Unternehmen verdient nur im Rahmen der Emission auf dem Primärmarkt. Die Sekundärmarktgeschäfte, der klassische Aktienhandel zwischen den Marktteilnehmern, spült kein weiteres Kapital ins Unternehmen.

Experten sehen Coinbase als Kandidaten für Direct Listing

Sollte Coinbase dahingegen einen zu hohen Preis veranschlagen, dann könnte das IPO scheitern – auch in diesem Fall fließt nicht ausreichend Eigenkapital an das Unternehmen. Dieses systematisch Risiko trägt auch dazu bei, dass sich die meisten Unternehmen für die teure Erstplatzierung über eine Investmentbank entscheiden. Nichtsdestotrotz konnten wir im Laufe der vergangenen Jahre einen klaren Trend hin zu den Direct Listings sehen. Grund hierfür waren die zu niedrigen Bewertungen, die die Banken vorgeschlagen haben.

Insgesamt kann man Coinbase wohl als perfektes Unternehmen für ein Direct Listing bezeichnen. Immerhin würde die Story zu einem Krypto-Unternehmen passen. Coinbase konnte bereits in der Vergangenheit Investoren überzeugen und mehr als 500 Millionen US-Dollar an Risikokapital sammeln. Erst in der letzten Finanzierungsrunde erhielt das Unternehmen 300 Millionen US-Dollar und erreichte somit einen Unternehmenswert von 8 Milliarden US-Dollar.

Intransparente Geschäftszahlen bei Coinbase

Allerdings stehen potenzielle Investoren aktuell vor einem grundsätzlichen Problem: niemand kennt die genauen Geschäftszahlen des Unternehmens. Insbesondere die Finanzdaten sind etwas unklar, beziehungsweise uneinheitlich. Allerdings ist dies grundsätzlich noch kein Warnsignal, da dies für zahlreiche privat geführte Unternehmen gilt.

Unterschiedliche Medien haben Schätzungen erstellt – der Konsens für das Jahr 2017 geht von einem Umsatz von rund einer Milliarde US-Dollar aus. Allerdings muss man bei dieser Schätzung berücksichtigen, dass 2017 eine Hausse an den Krypto-Börsen existierte und jede Coin neue Rekordwerte verzeichnete. Bereits für das darauffolgende Geschäftsjahr liegen keine weiteren Schätzungen vor. Fest steht nur, dass die Medien für das Geschäftsjahr 2018 mit kleineren Zahlen Umsätzen gerechnet haben.

Fest steht allerdings, dass wir vor dem Coinbase Börsengang das S-1-Filling erleben werden. Das S-1-Formular müssen Unternehmen, die einen Börsengang planen, bei der SEC einreichen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt sollte mehr Klarheit hinsichtlich des Coinbase-Geschäfts herrschen. Mit dem S-1-Formular können wir dann auch bewerten, wie sich das Geschäft in den letzten Jarhen entwickelt hat und welchen Einfluss die Hausse sowie die Baisse auf die Finanzlage hatte.

Fazit: Coinbase Aktie – die Spannung steigt

Das Coinbase nun den Börsengang plant, ist nicht verwunderlich. Immerhin haben die meisten Kryptowährungen das Tal aus 2018 überwunden. Nichtsdestotrotz gibt es bisher keine öffentlichen Informationen über die Aktienemission. Auch Coinbase hat die Gerüchte über die Coinbase Aktie nicht kommentiert.

Besonders spannend für die Marktteilnehmer dürfte das S-1-Filling sein. Spätestens zu diesem Zeitpunkt bekommen Anleger und Investoren ein konkretes Bild über die Geschäftsentwicklung bei dem Exchange-Betreiber. Es ist damit zu rechnen, dass sich das Geschäft nach 2018 wieder positiv entwickelt hat. Sobald wir neue Informationen über den Coinbase Börsengang erhalten, werden wir ein Update veröffentlichen.

Aus meiner Sicht steht und fällt der Erfolg der Coinbase Aktie mit dem SEC-Bericht. Sollte sich das Geschäft positiv entwickeln und mit einer attraktiven Renditeerwartung überzeugen, dann dürften die Marktteilnehmer durchaus dazu bereit sein, dass Unternehmen mit einem besonders hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis zu bewerten. Sollte dies eintreten, dürfen sich Investoren bereits auf das offizielle Listing freuen.

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