Charles Hoskinson: Cardano kann Ethereum 2.0 outperformen

Cardano (ADA)

Vor wenigen Monaten übertrugen die Entwickler hinter Ethereum 2.0, häufig als „finale Form“ von Ethereum bezeichnet, das Upgrade ins Mainnet. Mit diesem Schritt ließen sich viele Probleme, welche die Smart-Contract-Plattform seit jeher begleitet haben, ausmerzen. Doch vor allem der größte Konkurrent Cardano (ADA) gibt sich von dem mit Spannung erwarteten Upgrade unbeeindruckt. Allen voran wagt Gründer und CEO Charles Hoskinson einen verbalen Angriff auf Ethereum. Er selbst sieht seine Cardano Blockchain nach wie vor in vielen Punkten überlegen. In einem Interview mit einem Krypto-Influencer äußerte er sich umfassend zu dem Thema.

Cardano dreht auf – Platz 4 nach Marktkapitalisierung

Ether (ETH), die Transferwährung der Ethereum Blockchain, hechtet derzeit von einem Rekord zum nächsten. Nach dem Bitcoin (BTC) knackte nun auch der „ewige Zweite“ sein All Time High aus Dezember 2017. Das neue Allzeithoch des Ether Tokens liegt bei 1.506,21 US-Dollar (Stand: 10. Februar 2021). Doch neben ETH, BTC und dem als Meme verschrienen Dogecoin (DOGE) sorgt auch Cardano derzeit für Furore. Ein Plus von über 100 % in den letzten vier Wochen katapultiert ADA auf die Listen vieler Anleger. Mittlerweile steht Cardano auf Platz 4 der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährungen bei Coinmarketcap. Die Marktkapitalisierung liegt inzwischen bei 20,8 Milliarden US-Dollar.

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Noch ist der ADA-Kurs etwas von den Höchstständen aus Januar 2018 entfernt. Das gültige All Time High liegt bei 1,09 US-Dollar vom 4. Januar 2018. Nicht nur der aktuelle Bullenmarkt beflügelt Cardano, auch die Pläne hinsichtlich einer Globalisierung mit dem Fokus auf Afrika überzeugen viele Anleger. Cardano soll auf dem großen Kontinent für digitale Identitäten, Kreditvergabe und Versicherungsdienstleistungen verwendet werden. Input Output Global (IOG) plant vor allem in den instabilen Staaten Afrikas mit seiner Technologie behördliche Infrastrukturen zu stärken.

Hoskinson sicher: Cardano wird Ethereum 2.0 überstrahlen

Doch nicht nur aufgrund des derzeitigen Kursanstiegs überrascht Cardano. Auch die Aussagen des Gründers und CEOs Charles Hoskinson sorgen für Aufsehen. Hoskinson, welcher bereits als Ethereum-Mitgründer Bekanntheit erlangte, greift mit Cardano nun verbal Ethereum 2.0 an. Er selbst sieht bedeutende Vorteile, mit denen ADA Ethereum auf lange Sicht outperformen könnte. Dies gab der Chef von Cardano in einem Interview mit Ben Armstrong (Bitboy Crypto) bekannt. Als wichtigsten Faktor nannte er die Tatsache, dass Cardanos Design auch nach Ethereum 2.0 nach wie vor einfacher und robuster sei. Darüber hinaus merkte Charles Hoskinson an, dass sich Ethereum 2.0 mit der zusätzlichen Komplexität selbst ein Bein stellen würde. Die angedachten Vorteile im Bereich der Skalierbarkeit würden sich demnach in Luft auflösen.

Wer sich jedoch näher mit Cardano beschäftigt, wird wissen, dass das Projekt selbst noch in einer Art Beta-Phase steckt. Aus diesem Grund fiebern Anhänger dem „Goguen“-Upgrade entgegen, welches ADA endgültig ins Mainnet überführt. Das „Goguen Mary“ getaufte Testnet befindet sich bereits seit Wochen erfolgreich im Test. Neben Smart Contracts können Anwender zukünftig auch andere native Token im Mainnet nutzen, was Cardano zum Multi-Asset-Ledger macht. Das bedeutet, dass die Token – analog zu ADA – direkt auf der Blockchain agieren. Andere Projekte bringen native Token in Form von Smart Contracts auf die Blockchain.

Charles Hoskinson hält Ethereum 2.0 für unsicher – Goguen in den Startlöchern

Angesprochen auf die Second-Layer- und Sharding-Lösungen teilt Hoskinson im Gespräch mit Armstrong mit, dass der Ansatz von Ethereum 2.0 „riskant“ sei. Eine zu hohe Fehlertoleranz, weiterhin Probleme unter hoher Last und Verfügbarkeitsprobleme würden „alle möglichen Arten von Angriffen“ hervorrufen. Cardanos CEO befeuert mit seinen Aussagen die anhaltende Diskussion rund um die Sicherheit von Ethereum 2.0. Unter Umständen spielt Hoskinson auf den kürzlichen Hack auf das auf Ethereum basierende Projekt Yearn.finance (YFI) an. Die genauen Hintergründe sind noch unklar, doch es entstand offenbar ein Schaden in Millionenhöhe, den YFI nach eigener Aussage aus Reserven allen betroffenen zurückerstattete.


Cardano bereitet sich derweil auf den Start des Goguen-Updates vor. Die offizielle Roadmap sieht den Go-live im März 2021 vor. Entwickler im Cardano-Ökosystem können fortan Smart Contracts in der neuen Programmiersprache Plutus anlegen. Die neue Programmiersprache erlaubt das Entwickeln direkt auf dem Ledger. IOHK gab zudem bekannt, dass Entwickler nicht nur Plutus, sondern auch viele andere Sprachen nutzen können. Damit bietet Cardano viel mehr Flexibilität als Ethereum mit dem ERC-20 Standard. Viele Cardano-Anhänger sehen Goguen als finalen Schritt für den Angriff auf die Marktanteile von Ethereum.

Zusammenfassung: Cardano-Chef mit verbalem Angriff auf Ethereum

Nicht erst seit dem DeFi-Hype hat sich Ethereum als führende Smart-Contract-Plattform einen Namen gemacht. Bis heute vereinnahmt Ethereum große Marktanteile für sich und war praktisch konkurrenzlos. Cardano schickt sich nun an, diesem Umstand in Zukunft zu ändern. Charles Hoskinson, CEO von Cardano und Mitgründer von Ethereum, sieht bei seinem ehemaligen Projekt auch nach der Einführung von Ethereum 2.0 große Probleme. Daher hält er sich nicht für unwahrscheinlich, dass Cardano zukünftig Ethereum ablösen könnte. Im Bereich der infrastrukturellen Basis und dem grundlegenden Design sieht er einige Vorteile gegenüber Ethereum, die auf lange Sicht für eine Wachablösung sorgen könnten.

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