Bitcoin-Adaption: Das waren die wichtigsten Ereignisse 2020

Blockchain Adaption

Zweifelsohne lässt sich dieses Jahr in Bezug auf die Adaption von Bitcoin und Co als ein Wendepunkt ansehen. Ein ereignisreiches Jahr 2020 endete mit einem neuen Allzeithoch des Bitcoins und einem Bullenmarkt, in dem viele Kryptowährungen Kursanstiege verzeichneten. Für viele kam die Entwicklung des Krypto-Marktes in der zweiten Jahreshälfte doch etwas überraschend, zumal der Markt nur wenige Monate zuvor am „Schwarzen Donnerstag“ im März signifikante Verluste verzeichnete.

Die Preis-Rallye wurde im Wesentlichen durch die voranschreitende Adaption durch institutionelle Anleger, Unternehmen und Privatanleger getrieben. Doch welche Ereignisse sorgten eigentlich für den Adaptions-Boost und welche Firmen oder Personen waren dafür verantwortlich? Wir benennen in diesem Zusammenhang die fünf wichtigsten Ereignisse dieses Jahres.

Bitcoin-Adaption 2020: Darum hob der Bitcoin ab

Aktuelle Daten von Glassnode zeigen, dass die Anzahl der aktiven Adressen bereits auf dem Niveau des Hypes aus dem Dezember 2017 liegen. Das liegt nicht nur an den vielen institutionellen Anlegern, welche in den Markt drängten, sondern vielmehr an den zahlreichen Kleinanlegern. Die Adressen der institutionellen Anleger weisen in der Regel eine hohe Anzahl von eingelagerten BTC auf, doch den deutlich größeren Teil stellen neue Adressen dar, welche nur ein sehr geringes Transaktionsvolumen aufweisen. Das lässt darauf schließen, dass auch im Bereich der Privatanleger eine deutlich höhere Akzeptanz gegenüber digitalen Währungen herrscht. Verantwortlich dafür war der Einfluss von institutionellen Anlegern und Firmen, welche in diesem Jahr im großen Stil BTC erwarben.

Dies nehmen wir zum Anlass, um einen Blick auf die fünf wichtigsten Ereignisse in diesem Jahr zu werfen, die einen wichtigen Einfluss auf den Krypto-Markt hatten:

Dezentrale Exchanges wie Uniswap

In diesem Jahr sorgten dezentrale Finanzanwendungen (DeFi) für Furore. Einzelne Token verzeichneten immense Wertzuwächse und die Projekte erfreuten sich großer Beliebtheit. Im Zuge des DeFi-Hypes stiegen dezentrale Börsen, auch als DEX bezeichnet, auf und nahmen den etablierten Handelsplätzen Marktanteile ab. Allen voran blickt Uniswap auf ein aufregendes Jahr zurück. Die DEX wurde innerhalb kurzer Zeit und mit gerade einmal 100.000 US-Dollar Fremdkapital aufgebaut. Der Erfolg der Börse war so groß, dass im August sogar das Handelsvolumen der großen zentralen Börse Coinbase Pro übertroffen wurde. Infolgedessen kopierten viele Projekte das Konzept von Uniswap und zahlreiche DEX überfluteten den Markt. Doch keine konnte den Erfolg von Uniswap übertreffen.

Im September folgte dann der Airdrop des UNI Tokens, welcher die Plattform endgültig von der Konkurrenz abheben ließ. Langfristig dürfte sich Uniswap jedoch dem Kampf mit vielen großen Börsen stellen müssen. Huobi, Binance und weitere zentrale Börsen haben den Trend erkannt und arbeiten an eigenen dezentralen Varianten ihrer Handelsplätze. So oder so sorgte Uniswap in diesem Jahr für Hochbetrieb auf der Ethereum Blockchain und für einen regen Handel mit den vielen neuen DeFi-Token.

PayPals neuer Krypto-Dienst

Ende Oktober 2020 sorgte der Zahlungsdienstleister PayPal für Begeisterung in der Krypto-Szene und für Aufsehen in der gesamten Finanzwelt. Das amerikanische Unternehmen führte einen eigenen Krypto-Dienst ein, welcher direkten Zugriff auf BTC und viele andere Kryptowährungen ermöglichte. Bereits in den Monaten zuvor gab es erste Gerüchte in diese Richtung, da PayPal öffentlich nach Blockchain-Entwicklern und Krypto-Experten suchte. Der Krypto-Markt reagierte nach der offiziellen Ankündigung begeistert und die Kurse vieler digitaler Währungen zogen an. PayPal wird zukünftig die Zahlung in Kryptowährungen für seine vielen Millionen Händler freischalten. Bereits heute können Anleger über ihr angebundenes PayPal-Konto digitale Währungen kaufen und verkaufen. Um die Nachfrage zu decken, erwarb PayPal im November etwa 70 Prozent aller neuen BTC.

Die Corona-Pandemie

Es klingt zwar makaber, doch rückblickend war die Corona-Krise einer der Gründe für den diesjährigen Erfolg des Krypto-Marktes. Unbestritten sorgte COVID-19 nicht nur aufgrund der hohen Mortalität und der vielen Kranken für Probleme in der Bevölkerung, auch die Finanzmärkte schickte der neuartige Virus auf Talfahrt. Am „Schwarzen Donnerstag“ im März 2020 brachen traditionelle und digitale Märkte ein. Doch während viele Unternehmensaktien bis heute mit den Auswirkungen zu kämpfen haben, erholten sich Bitcoin, Ether und Co sehr schnell. Viele Anleger sahen aufgrund einer drohenden Dollar-Inflation einen sicheren Hafen in BTC. Die steigende Nachfrage nach digitalen Währungen dürfte schließlich auf die institutionellen Anleger auf den Plan gerufen haben. Gleichzeitig intensivierten viele Zentralbanken ihre Arbeit an einer digitalen Variante der jeweiligen Fiat-Währung.

Bitcoin-Adaption
Bitcoin im Jahres-Chart (Quelle)

Akzeptanz durch Banken

Wie zuvor erwähnt stiegen viele institutionelle Anleger in den Krypto-Markt ein. Bekannte Persönlichkeiten, wie Ray Dalio, Paul Tudor Jones oder Stanley Druckenmiller, äußerten sich positiv über Kryptowährungen oder investierten sogar. Viele Hedgefonds häuften ein Krypto-Vermögen an oder stellten ihren Kunden entsprechende Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung. Das Interesse der institutionellen Anleger lässt sich nicht nur an den vielen neuen Adressen erkennen, welche plötzlich ein hohes Krypto-Vermögen aufweisen, vielmehr sind es die vielen offiziellen Anträge, welche um eine Handelserlaubnis bitten. Die United States Securities and Exchange Commission (SEC) spricht gar von einer Antragswelle, in der viele Institutionen die Freigabe für den Handel mit Kryptowährungen erfragten. Das könnte bedeuten, dass in Zukunft noch mehr Milliarden in den Krypto-Markt fließen könnten.

Millioneninvestition durch Unternehmen

Square, MicroStrategy und MassMutual sind nur drei der zahlreichen Unternehmen, welche in diesem Jahr im großen Stil in Bitcoin investierten. Mehrere börsennotierte und private Unternehmen steckten bis kurz vor Jahresabschluss etwa 22,6 Milliarden US-Dollar in die nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung. Vor allem MicroStrategy rückte BTC in den Fokus seiner Anlagestrategie. Durch Barreserven und ausgeteilte Anleihen könnte das amerikanische Software-Unternehmen insgesamt fast 1 Milliarde US-Dollar in Bitcoin anlegen. Bereits heute blickt MicroStrategy auf einen Wertzuwachs von fast 500 Millionen US-Dollar und auch die Aktie des Unternehmens stieg in den letzten Wochen an. Darüber hinaus erfreuen sich auch die Krypto-Fonds des Vermögensverwalters Grayscale großer Beliebtheit.

Zusammenfassung: 2020 entwickelt sich zum Wendepunkt für Bitcoin und Co

Nach einem starken Jahresbeginn folgte im März die große Ernüchterung. Der gesamte Weltfinanzmarkt brach infolge der Corona-Pandemie zusammen. Doch anders als viele Unternehmensaktien konnte sich der Krypto-Markt schnell erholen. Viele Anleger sahen in Kryptowährungen eine Absicherung im Falle einer drohenden Abwertung von Fiat-Währung.

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2020 gab es einige Ereignisse, welche für eine Adaption von Kryptowährungen sorgten. Dazu zählen das große Interesse institutioneller Anleger, die Millioneninvestitionen von Unternehmen und der von PayPal gestartete Krypto-Dienst. Die Vielzahl der positiven Schlagzeilen sorgten letztlich dafür, dass der Bitcoin noch vor Jahresende ein neues Allzeithoch erreichte.

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