Was steckt hinter DFINITY und dem Internet Computer?

Am 7. Mai 2021 wurde der Internet Computer von DFINITY im Rahmen eines Launch Events der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Der Internet Computer soll als sogenannter Blockchain-Computer die logische Konsequenz neben Smart-Contract-Plattformen und Zahlungssystemen werden und eine weitere Säule in der Krypto-Welt darstellen. Wenige Tage nach dem Launch ging der neue ICP Token in den Handel und löste prompt einen Hype aus. Anlass genug, sich näher mit dem Schweizer Krypto-Unternehmen und dem Internet Computer zu befassen.

ICP Keyfacts
Veröffentlichung Mai 2021
Token ICP
Aktueller Kurs
Anzahl Token
Tokeneinsatzzweck Schaffung eines dezentralen Internets
Gründer DFINITY Foundation (Dominic Williams)
Konsensus Algorithmus Eigenentwicklung
Website zur Website
Dfinity Internet Computer
Der Internet Computer soll die Blockchain-Technologie revolutionieren. Quelle: Dfinity

Über die DFINITY Foundation

Bereits seit 2016 arbeitet die aus Zürich stammende DFINITY Foundation an dem Internet Computer. Dominic Williams gründete die gemeinnützige Organisation. Ziel war es, durch den Zusammenschluss von Mathematikern, Programmierern, Kryptographen und Datenbankexperten ein dezentrales Internet zu schaffen. Derzeit bildet sich das Internet aus proprietären Ökosystemen, welche in den Händen von Großkonzernen liegen. Der Internet Computer verfolgt den Ansatz, eine Art Blockchain-Computer darzustellen, auf dem Entwickler und Unternehmen Software und Systeme entwickeln, nutzen und verwalten können. Nach Polkadot konnte DFINITY am zweitmeisten Kapital im Vorfeld einsammeln. Etwa 121 Millionen US-Dollar flossen in die Entwicklung des Internet Computers.

Das erste große Produkt von DFINITY ist also kein klassisches Bezahlsystem und auch keine Plattform, wie man sie von Ethereum (ETH) oder Cardano (ADA) kennt. Vielmehr erinnert das Projekt an eine dezentrale Cloud, welche einerseits Daten und Anwendungen bereitstellt und andererseits über ein Governance-System von der Community geleitet wird. Die meisten Krypto-Projekte sollen Probleme im Bereich der Blockchain-Technologie lösen, der Internet Computer soll mithilfe der Blockchain bestehende Probleme im Internet aus der Welt schaffen.

Grundsätzlich ist dieser Gedanke nicht neu. Bereits Ethereum erlangte in seiner Frühphase große Bekanntheit, da es als Weltcomputer beworben wurde. Heute ist Ethereum zweifellos eine der wichtigsten Plattformen in der Krypto-Welt, wenngleich der Fokus klar auf den Marktteilen in den Bereichen Smart Contracts, NFTs und DeFi liegt. Gründer und heutiger Chief Scientist Dominic Williams plant auf lange Sicht, ein dezentrales Gegenstück zu Giganten wie Amazon Web Services (AWS), Google und Facebook zu bilden. Diese Unternehmen können als zentrale Instanz jederzeit die Parameter der Nutzung ihrer Plattformen im Internet ändern und Einfluss auf die Firmen nehmen, die auf die Produkte der Monolithen angewiesen sind.

DFINITY Gründer Dominic Williams. Quelle: Dfinity

Der Internet Computer im Detail – das steckt hinter dem Projekt

Wie zuvor erwähnt, kontrollieren große Firmen das Internet. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass die Entscheidungen dieser Firmen über das Gebaren anderer Unternehmen und auch über uns Nutzer entscheiden können. Google verbietet sämtliche Dienste auf Huawei Smartphones, das beliebte Online-Game Fortnite wird plötzlich aus den App Stores geschmissen und Big Player wie Zynga bekommen nach strategischen Entscheidungen von Facebook ernsthafte Probleme. Der Internet Computer setzt an diesem Punkt an und schafft ein durch die Benutzer gesteuertes System, welches die Entwicklung von neuen und innovativen Technologien als logische Konsequenz fördert.

Auf diese Weise soll sich das Plattformrisiko, welches bei zentralisierten Plattformen besteht, ausmerzen lassen. Der Internet Computer soll zudem in Webgeschwindigkeit laufen und bedingungslos skalierbar sein. Um diese beiden Eigenschaften zu realisieren, basiert der Internet Computer, ähnlich wie viele andere Krypto-Projekte auch, auf einem Netz aus verteilten Knoten (Nodes). Der Unterschied besteht darin, dass DFINITY sein System auf eine Reihe hochleistungsfähiger Rechenzentren stützt.

Insgesamt stützen 12 unabhängige Rechenzentren in 7 Subnetzen mit 68 einzelnen Nodes den Internet Computer. Bereits unmittelbar nach dem Start des Mainnets soll die Anzahl der Rechenzentren und Nodes schrittweise zunehmen. Noch im Jahr 2021 sollen es bereits 123 Rechenzentren und 4.300 Nodes sein. Die Verantwortlichen hinter dem Projekt gehen davon aus, dass dieser schnelle Anstieg aufgrund einer schnellen Akzeptanz in der Krypto-Welt nötig sein wird.

Am 7. Mai im Zuge des Launch Events ging das Mainnet nach etwa fünf Jahren Forschung live. Drei tage später startete der ICP Token den Handel.

Technologische Hintergründe des Internet Computers

Wie zuvor angedeutet wurde der Internet Computer mit dem Ziel entwickelt, eine dezentrale Plattform analog zum klassischen Internet zu bilden. Grundlage des Internet Computers bildet ein Protokoll, dessen Quellcode inzwischen öffentlich ist. Konzeptionell setzt sich der Internet Computer aus hierarchisch strukturierten Bausteinen zusammen. Diese werden von den einzelnen Rechenzentren gehostet. Die Validität der Blockchain wird durch einzelne Nodes sichergestellt, welche sich in einem Subnetz befinden.

Einzelne der genannten Bausteine befinden sich unter der Kontrolle von mehreren Subnetzen. In dem Zusammenhang garantieren die verteilten Nodes durch feste Verantwortlichkeiten eine manipulationssichere Blockchain. Teil dieser Verantwortlichkeit sind zudem sogenannte Canisters (deutsch: Canisters). Diese Canisters sind als Bündel von Software zu verstehen, die in einer höheren Programmiersprache geschrieben sind. Der Internet Computer beherrscht unter anderem die Programmiersprache Rust oder auch DFINITYs eigene Programmiersprache Motoko.

Internet Computer
Die einzelnen Anwendungsschichten des Internet Computers. Quelle: Dfinity

DFINITYs Canister im Detail

Die Canisters können dabei alle Arten von Software oder Code beinhalten. Dazu gehören unter anderem Webseiten, dezentrale Anwendungen, Sicherheitssysteme oder ganze Unternehmenssoftware sein. Die Größte spielt dabei keine Rolle, denn das System stellt je nach Größte entsprechend viele Canisters bereit. Riesige Software-Programme würden teilweise auch Millionen Canisters verteilt werden und der jeweilige Status dieser Canisters wird auf alle Nodes repliziert.

In gewisser Weise lassen sich die Canister von DFINITY als eine Art Betriebssystem verstehen. Ein Betriebssystem kann Daten erstellen, verarbeiten und ausgeben aber auch mit Geräten kommunizieren. Im Falle des Internet Computers stehen für diese Aufgaben öffentlich spezifizierte APIs für die Canisters bereit. Auf diese Weise können sie untereinander kommunizieren, interagieren und sich gegenseitig verwalten. Die APIs ermöglichen aber auch konkrete Aufgaben, wie das Leisten von Zahlungen oder die Verwaltung von Berechtigungen.

Network Nervous System (NNS)

Die Anzahl und Zusammensetzung der Subnetze lässt sich anpassen, sofern dies erforderlich ist. Gründe dafür können beispielsweise Anpassungen im Bereich der Skalierbarkeit oder neue Funktionen im Protokoll sein. Das System kann selbstständig entscheiden, wann ein neues Subnetz hinzugefügt oder ein bestehendes erweitert werden soll. Zu diesem Zweck schufen die Entwickler das Network Nervous System – kurz NNS.

Das NNS basiert auf einem eigenständigen Algorithmus, welcher das Governance-System des Internet Computers bildet. Es ist vergleichbar mit der Arbeit eines zentralen Nervensystems und berücksichtigt sämtliche Aspekte im Netzwerk. Je mehr Nodes in einem Subnetz hinterlegt sind, desto robuster ist es. Zu den Aufgaben des Network Nervous System gehören unter anderem:

  1. Erstellung und Verwaltung von Subnetzen
  2. Reaktion auf Veränderungen und Aktivitäten im Netzwerk (Auslastung, Ungereimtheiten, Angriffe)
  3. Aktualisierung der Protokolle und Software auf den einzelnen Nodes
  4. Definition von wirtschaftlichen Parametern, wie teuer die Nutzung der Rechenleistung im Netzwerk für die Benutzer ist

Infrastrukturell basiert das NNS auf zwei wichtigen Canisters. Einerseits dem Registry Canister, andererseits dem Governance Canister. Der Registry Canister speichert die gesamte Konfiguration des Internet Computers und liefert sie auf Anfrage aus. Im Governance Canister sind aktuelle Vorschläge und Neurons (wird später genauer erklärt) gespeichert. Er definiert zudem, welche Nutzer an Abstimmungen teilnehmen dürfen.

Teil des Internet Computers sind neben dem NNS auch mehrere verteilte Data Centers. Quelle: Dfinity

Performance und Konsens des Internet Computers

Die DFINITY Foundation selbst wirbt damit, dass der Internet Computer Webgeschwindigkeit haben wird. Dominic Williams gibt an, dass für die Blockrate im System keine Obergrenze gibt. Zum Start des Mainnets wird der Internet Computer eine Rate von einem Block pro Sekunde (BpS) aufweisen. Bis zum Jahresende soll die Blockrate auf 1.000 BpS steigen. Diese Aspekte sorgen für ein Novum, da es eine derartige Skalierung in klassischen Systemen nicht gibt. Erreicht wurde dies durch die Chain Key Technology (CTK).

Diese Technologie ermöglicht, dass der Internet Computer Transaktionen abschließen und eigenständig Daten aktualisieren kann. Die Chain Key Technologie basiert auf einer Vielzahl von Protokollen, die dem System einen einzigen öffentlichen Schlüssel zuweisen. Dadurch können andere Systeme oder Geräte die Authentizität der Blockchain in Sekundenschnelle überprüfen. Zudem kann die CTK Canister auf andere Canister übertragen, welche sich im selben Subnetz befinden. Dieses Vorgehen ist in abgewandelter Form bereits von Polkadots Hub-and-Spoke-Modell bekannt.

Da der Internet Computer auf vielen verteilten Systemen basiert, ist ein gemeinsamer Konsens unabdingbar. Jede Maschine im Netzwerk muss einen Konsens darüber erzielen, welche Daten und Eingaben in welcher Reihenfolge aufgenommen werden sollen. Die Canisters mit den Software-Anwendungen sind über viele Knoten verteilt, welche gleichzeitig auch einen jeweiligen Status liefern. Die Mehrheit über die gemeldeten Statusmeldungen bildet schließlich den Konsens. Auf diese Weise lassen sich böswillige oder manipulative Knoten vom System ausschließen.

Praktische Verwendung des Internet Computers

Gemäß den vorherigen Erläuterungen sind die technischen Hintergründe und das allgemeine Ziel des Internet Computers klar. Doch welche realen Einsatzzwecke sind geplant? Grundsätzlich lässt sich das Projekt für Internetdienste aller Art, DeFi-Anwendungen, Websites und vieles mehr verwenden. Auf lange Sicht soll der Blockchain-Computer allerdings dezentrale Alternativen zu etablierten Anwendungen des Internets schaffen.

Die kryptographische Sicherheit der Chain Key Technology lässt sich zudem für eine spezielle ID verwenden, welche sich übergreifend nutzen lässt. Auf lange Sicht sollen mithilfe des Internet Computers dezentrale Alternativen zu Facebook, AWS, Facebook und weiteren Anwendungen, wie WhatApp oder Tiktok, geschaffen werden.

Finanzierung des Internet Computers

Die DFINITY Foundation sorgte bereits im Vorfeld für Aufsehen, dass es nach Polkadot das zweitmeiste Kapital einsammeln konnte. Insgesamt berief das Unternehmen drei Finanzierungsrunden und einen Airdrop ein. Die Finanzierung des Projekts ist in Teilen durchaus besonders und beschreibt die innovativen Ansätze der DFINITY Foundation in allen Facetten:

Erste Finanzierungsrunde im Februar 2017

Die erste Finanzierungsrunde erfolgte bereits in einem frühen Stadium der Entwicklung. Im Februar 2017 setzte die DFINITY Foundation in Form seines Gründers Dominic Williams einen Tweet ab, mit dem die Finanzierungsrunde beworben wurde. Etwa 370 Teilnehmer finanzierten das Projekt mit 16 Millionen US-Dollar. Ein Teil dieses Geldes investierte die gemeinnützige Organisation in Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH). Während des Bull Runs im Jahr 2017 konnte DFINITY nach eigenen Angaben umgerechnet etwa 40 Millionen US-Dollar aus den Investitionen generieren.

Diese Finanzierungsrunde wurde ursprünglich als Hauptrunde angesetzt – also analog zu einem Initial Coin Offering (ICO). Nachdem der gesamte Krypto-Markt in der Folge wuchs, stellte sich die festgelegte Bewertung jedoch als zu niedrig heraus. Aus Sorge um Probleme im Bereich des Wertpapiergesetzes wollte die DFINITY Foundation allerdings keinen ICO durchführen. Frühinvestoren erhielten daher Anreize, welche bei der Weiterentwicklung des Projektes greifen sollten. Dazu gehören unter anderem fast 25 Prozent der Token, welche zum Start des Mainnets auf den Markt kommen.

Zweite Finanzierungsrunde im Januar 2018

Fast ein Jahr später folgte eine strategische Finanzierungsrunde, an der sich vor allem Risikokapitalgeber beteiligten. Von bekannten Größen wie Andreessen Horowitz, CoinFund, Polychain Capital und Greycroft, konnten 20,54 Millionen US-Dollar eingesammelt werden. Polychain und DFINITY gründeten ebenfalls zu dieser Zeit den „DFINITY Ecosystem Venture Fund“, welcher spätere Entwickler im Zusammenhang mit dem Internet Computer finanzieren soll. Während das Risikokapital von über 20 Millionen US-Dollar bestätigt ist, berichteten viele Medien von über 60 Millionen US-Dollar, die DFINITY eingesammelt haben soll. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass diese Summe die Einlagen in dem genannten Fonds beinhalten.

Dritte Finanzierungsrunde im August 2018

Die dritte Finanzierungsrunde stellte einen Privatverkauf dar und war insofern besonders, dass die Frühinvestoren nach Start des Mainnets in der Zukunft automatisch Token erhalten werden. Am 10. Mai 2021 begann die Auszahlung des neuen ICP Tokens. Die 110 Teilnehmer der dritten Finanzierungsrunde sammelten insgesamt 97 Millionen US-Dollar ein.

Airdrop im Mai 2018

Ein geplanter Airdrop im Mai 2018 verteilte 0,80 Prozent des ursprünglichen Token Angebots. Diese Token (damals noch unter dem Kürzel DFN) hatten einen Gegenwert von 35 Millionen US-Dollar. Frühe Unterstützer des Projekts waren Nutznießer des Airdrops.

Der ICP Token

Nachdem der neue ICP Token am 10. Mai 2021 in den Handel gegangen war, löste er einen wahren Hype aus. Innerhalb weniger Stunden stieg der Token in die Top 10 der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährungen auf. Der ICP Token erfüllt gleich mehrere Aufgaben. Dazu gehören die Governance im Netzwerk, Belohnung bei hoher Aktivität und die Funktion als Gas Token. Nachfolgend erklären wir die einzelnen Funktionen im Detail.

Governance

Nutzer können ihre ICP Token im NNS sperren, um sogenannte Neurons zu erzeugen. Diese Neurons lassen sich zur Abstimmung im Netzwerk verwenden. Besonders aktive Nutzer erhalten für ihre Abstimmungen eine Prämie, welche sich wiederum in ICP Token auszahlen lässt. Die Umwandlung in Neuronen lässt sich vom Benutzer selbst in Form einer Auflösungsphase bestimmen, Je länger diese Phase angesetzt ist, desto höher wirkt das Stimmrecht der jeweiligen Neurons. Auch die Belohnungen sind um ein Vielfaches größer.

Dieses Vorgehen ähnelt dem von Curve Finance, bei dem Stakeholder nach einer Sperre von bis zu vier Jahren ihre Stimmrechte erhöhen. Die Auflösungsphase kann erhöht, aber nicht verringert werden. Um ein Neuron, bzw. die entsprechenden ICP Token, zu entsperren, lässt sich ein Countdown festlegen. Dieser beträgt derzeit zwischen sechs Monate und acht Jahre. Das Network Nervous System erlaubt zudem die Wahl von Delegierten, um automatisch an Abstimmungen teilzunehmen.

Belohnung für aktive Nutzer

Der ICP Token stellt zudem ein Belohnungssystem für besonders aktive Nutzer im Netzwerk dar. Dazu zählt nicht nur die Teilnahme an Abstimmungen, sondern auch das Bereitstellen von Rechenkapazität. Betreiber von Knoten erhalten eine Rechenprämie, wenn sie Teil des Netzwerks sind und die Daten replizieren.

Verwendung als Gas Token

Der ICP Token dient darüber hinaus als Brennstoff für die Erstellung von Cycles. Canisters verwenden Cycles und müssen damit aufgeladen werden. Die Cycles verbrennen anschließend bei den Rechen- und Speicherprozessen wieder. Je höher also der Rechenaufwand im System, desto höher ist der Bedarf an zu verbrennenden ICP Token. Im Gegensatz zu Ethereum zahlen allerdings nicht die Benutzer diese Gas-Gebühren. Entwickler laden ihre Canisters mit Cycles auf, was an die Funktionsweise von Amazons Cloud-Dienst AWS erinnert. Auch hier zahlen die Entwickler auf der Plattform für die Nutzung des Dienstes. Cycles sind zudem als Stable Coin konzipiert. Dadurch lassen sich hohe Gebühren vermeiden, auch wenn der ICP Token stark im Wert schwanken sollte.

Versorgung des ICP Tokens

Die Versorgung des neuen Tokens beläuft sich auf 469.213.710 ICP zum Genesis Launch. 9,5 % der Token wurden an frühe Mitwirkende des Projekts verteilt. Die DFINITY Foundation selbst hält 23,86 % und die Teammitglieder weitere 18 %. Anhand der folgenden Auflistung wird die Verteilung des Tokens deutlich.

24,72 % gehen an Investoren aus der ersten Finanzierungsrunde im Februar 2017

23,86 % hält die DFINITY Foundation selbst

18 % gehen an die knapp 200 Teammitglieder

9,5 % erhalten rund 50 Personen, die das Projekt in einer frühen Phase unterstützt haben

7,0 % gehen an Investoren aus der zweiten Finanzierungsrunde

4,96 % gehen an Investoren aus der dritten Finanzierungsrunde

Zusammenfassung und Fazit

Der Internet Computer hat das ambitionierte Ziel, die dritte große Säule im Bereich der Blockchain-Technologie zu werden. Neben Blockchain-Plattformen und Zahlungssystemen soll der Internet Computer als Blockchain-Computer fungieren. Im Detail bedeutet das, dass der Internet Computer von DFINITY als eine Art dezentrales Internet zu verstehen ist. Auf dieser Plattform lassen sich dezentrale Anwendungen, Websites und ganze Unternehmenssysteme betreiben.

Das Potenzial des Internet Computers ist unbestritten. Die DFINITY Foundation konnte nach Polkadot das zweitmeiste Risikokapital einsammeln und der Start des Mainnets wurde mit Spannung erwartet. Der ICP Token sorgte zum Handelsstart für einen Hype und stieg direkt in die Top 10 der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährungen auf.

Sollten die verantwortlichen Entwickler um Gründer Dominic Williams das geplante Vorhaben in die Tat umsetzen können und der Internet Computer Anklang finden, könnte das Projekt tatsächlich die dritte große Säule neben Bitcoin und Ethereum sein. Bis es so weit ist, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen.

FAQ

Was ist der Internet Computer?

Der Internet Computer von DFINITY ist eine Art dezentrales Internet, welches als Cloud-Plattform zu verstehen ist. Es ermöglicht die sichere und dezentrale Ausführung von Anwendungen, Websites und Systemen über die Blockchain.

Wer hat den Internet Computer entwickelt?

Hinter dem Projekt steht die DFINITY Foundation aus Zürich. Die Organisation verwaltet zahlreiche Rechenzentren auf der ganzen Welt und forschte 5 Jahre an dem Internet Computer?

Wo kann ich den ICP Token kaufen?

Der ICP Token ist seit dem 10. Mai 2021 an allen größeren Börsen zu kaufen. Dabei sind unter anderem Huobi, Coinbase Pro, OKEx und Binance.

Was ist IOST?

Die Blockchain Plattform IOST ist laut ihrer Entwickler hoch skalierbar und verwendet einen eigenen Konsensalgorithmus, den Proof-of-Believability.

Auf IOST lassen sich dezentrale Anwendungen ausführen, und zwar in hoher Geschwindigkeit mit bis zu mehreren Tausend Transaktionen pro Sekunde.

Dafür wird Sharding eingesetzt, eine Methode zur Datenbank Partitionierung.

Ziel der Entwickler hinter IOST ist es, die führende Plattform für Online-Services zu entwickeln, die den hohen Ansprüchen von Sicherheit und Skalierbarkeit in einem dezentralen Ökosystem gerecht werden.

Das Akronym IOST setzt sich aus dem Internet-of-Service (IOS) und dem Wort Token (T) zusammen. Die Plattform ist für Dienstleister sowie Blockchain Entwickler gedacht, die eine schnelle und zuverlässige Infrastruktur suchen.

Bis zu 100.000 Transaktionen pro Sekunde soll IOST erreichen und wäre damit schneller als bekannte Blockchains wie Bitcoin oder Ethereum. Derzeit finden sich jedoch in der Dokumentation Hinweise auf lediglich 8.000 Transaktionen pro Sekunde.

Die Blockchain-as-a-Service Lösung (BaaS) ist nach der Public Chain und dem Ökosystem die dritte Veröffentlichung von IOST.

Diese Plattform ist für konsortiale Blockchains von Unternehmen gedacht, welche ein Netzwerk aus Partnern besitzen und in einer geschäftlichen Beziehung zueinander stehen.

Die gemeinsam genutzte Blockchain bildet das Grundgerüst für individuell entwickelte Apps und Lösungen. Sie hilft Blockchain Entwicklern dabei, schnell eigene Unternehmens-Lösungen auf der Blockchain zu etablieren.

Neben den Enterprise-Lösungen widmet sich IOST auch Einrichtungen der öffentlichen Hand sowie Regierungseinrichtungen.

IOST Keyfacts
Veröffentlichung Januar 2018
Token IOST
Aktueller Kurs
Anzahl Token
Tokeneinsatzzweck Bezahlung und Validierung
Gründer J. Zhong, T. Wang, J. Li, R. Xiao, S. Wang, K. Tan
Konsensus Algorithmus Proof-of-Believability (PoB)
Whitepaper zum Whitepaper

Wie funktioniert Sharding?

Die Transaktionsgeschwindigkeit vieler alteingesessener Blockchains, beispielsweise von Ethereum, ist zu gering, um darauf wertvolle Anwendungen für die Massenadaption laufen zu lassen.

Mit Sharding soll die Hauptkette der jeweiligen Blockchain unverändert bleiben, denn die Transaktionen laufen auf sogenannten Sub-Blockchains ab. Das erhöht die Geschwindigkeit und die Skalierbarkeit.

Um aber die Technologie in der breiten Industrie adaptieren zu können, muss jedoch zunächst das Skalierungsproblem von Blockchains gelöst werden.

Das IOS-Netzwerk ist beim Sharding in mehrere Teilbereiche unterteilt. Ein Teil der Nodes ist zu einem sogenannten Shard zusammengenfasst und führt Transaktionen aus, die nur speziell für diesen Shard bestimmt sind.

So lassen sich im Netzwerk parallel eine hohe Anzahl von Transaktionen durchführen und validieren. Das steigert die Anzahl der Transaktionen pro Sekunde, die auf einer Blockchain möglich sind.

Die so entstandenen “kleinen” Blockchains weisen die gleichen Merkmale hinsichtlich Sicherheit und Konsens auf, wie die Main-Chain.

Neben der erhöhten Geschwindigkeit des gesamten Netzwerks profitieren Anwender auch von der Reduzierung der Größe der verarbeiteten Daten sowie der Nutzung eines vollständig dezentralen Systems.

Vorteile von Sharding

  • Schnelle Durchlaufzeiten
  • Geringeres Datenvolumen
  • Hohe Skalierbarkeit

Nachteile von Sharding

  • Sicherheit für jedes Shard
  • Integrität für jedes Shard

Wie funktioniert IOST?

Basierend auf Hyperledger Fabric ist IOST anderen Plattformen weit voraus und für Unternehmen zugänglich, die sie integrieren und weiterentwickeln wollen.

Dafür hat IOST kommerzielle Lösungen konzipiert, mit denen traditionelle Unternehmen Dienste anbieten, die bei der Einführung oder Umstellung auf die Blockchain helfen sollen.

Grundlage für die serviceorientierte Blockchain von IOST sind die IOST Token. Diese können Anleger, Nutzer und Entwickler an verschiedenen Krypto-Börsen handeln.

Bis zu 8.000 Transaktionen pro Sekunde kann die Plattform derzeit abwickeln, ohne dass dabei die Sicherheit beeinträchtigt wird. Das Netzwerk ist dezentralisiert und verfügt über mehr als 400 Knoten im Ökosystem.

IOST ist entwicklerfreundlich, da die weit verbreitete Programmiersprache JavaScript verwendet wird. Ziel der Entwickler ist es, dezentrale Alternativen zu den beliebten Anwendungen zu unterstützen, die wir heute schon verwenden, wie zum Beispiel Facebook, Amazon oder den Austausch digitaler Assets.

IOST BaaS basiert auf den folgenden sechs zugrunde liegenden Kerntechnologien von Blockchains:

  • Multi-Cloud-Support
  • Multi-Chain-Support
  • Berechtigungsmanagement
  • Smart Contracts
  • Datenschutz
  • Konsensmechanismus

Was ist der Proof-of-Believability?

Bei dem Proof-of-Believability (PoB) geht es um eine Methode, bei der die Glaubwürdigkeit eines Knotens bestimmt wird. Dafür untersucht man sein Verhalten und seine bisherigen Beiträge.

In Kombination mit der Sharding Technologie erlaubt das den maximalen Komfort für die Benutzer und eine hohe Geschwindigkeit bei den Transaktionen.

Der Konsensalgorithmus wurde 2018 vom IOST-Team entwickelt und ist bisher nur wenig verbreitet. Der PoB beinhaltet den Algorithmus zur Validierung von Blöcken basierend auf dem Verhalten und den Beiträgen des bestätigenden Knotens in der Vergangenheit.

So behält die Blockchain ihren dezentralen Charakter, während die Validierungen sicher und skalierbar ablaufen. Der PoB-Konsensmechanismus implementiert einen neuen Sub-Token namens servi, der an gute Akteure vergeben wird und nicht handelbar ist.

Proof of Believability
Proof of Believability, Quelle: www.medium.com

Mit ihm wird eine Bewertung der Glaubwürdigkeit erstellt und überprüft. Außerdem fließen in die Bewertung Faktoren ein, wie die Anzahl der bisher positiv erfolgten Überprüfungen des Knotens sowie seine früheren Verhaltensweisen.

Darüber hinaus sind die Validatoren sowohl zufällig als auch algorithmisch ausgewählt, sodass die bewährten Validatoren zusammen mit den neuen teilnehmen können.

Einer der Hauptvorteile des PoB-Konsensalgorithmus ist jedoch die verbesserte Skalierbarkeit. Der Mechanismus implementiert einige Methoden, einschließlich Scaleout, Atomix und Bias Resistant Distributed Randomness (BRDR). Sie ermöglichen es dem System, mehrere Gruppen gleichzeitig zu behandeln, Cross-Shard-Transaktionen konsistent zu halten und bei der Auswahl von Validatoren eine unvoreingenommene Zufälligkeit anzuwenden.

Wofür kann der IOST Token verwendet werden

Der native Token der IOST-Plattform dient als Tauschmittel für alle Transaktionen und Gebühren. Damit unterstützt er auch den Proof-of-Believability.

Als “Geld der Plattform” dient der Token als primäres Tauschmittel im Netzwerk für Waren und Dienstleistungen. Validatoren erhalten für die Aufrechterhaltung des Netzwerks eine Belohnung in Form von Token, während Benutzer des Netzwerks Gebühren für die Nutzung mit dem Token entrichten.

Von den 22,3 Milliarden IOST-Token sind bereits 18 Milliarden im Umlauf. Zum Zeitpunkt des ICO waren 21 Milliarden verfügbar, die wie folgt aufgeteilt waren:

-40 % für den Tokenverkauf

-35 % für die IOS Foundation

-12,5 % für den Aufbau der Community

-10 % für das Team

-2,5 % für Investoren und Berater

IOST wird verwendet, um die Glaubwürdigkeitswerte
für Validatoren des Netzwerks zu berechnen. Es ist wahrscheinlicher, dass ein Validator gewählt wird, wenn er ein signifikantes IOST-Gleichgewicht und einen signifikanten Beitrag zur Community aufweist.

Welche Lösungen bietet IOST an?

IOST gilt als sehr unternehmerisch geprägt und bietet Lösungen für große Unternehmen oder Institutionen an. Es geht vor allem um serviceorientierte Organisationen, die eine komplexe Netzwerkinfrastruktur benötigen.

IOST
Die IOST-BaaS-Plattform mit den einzelnen ServicesQuelle: www.medium.com/iost

Regierungen und E-Government

Bei Regierungseinrichtungen und dem E-Government will IOST die bekannten Probleme von mangelnder Datenintegrität, geringer Sicherheit und fehlender Steuerung lösen.

Datenbanken verschiedener Regierungsabteilungen liegen zumeist völlig unabhängig voneinander vor und die Integration von Informationen ist schwierig.

Der Austausch von Daten birgt daher auch ein hohes Sicherheitsrisiko. Informationen beim E-Government betreffen meist aber die nationale Sicherheit sowie wie die Privatsphäre der Bürger.

Wenn Probleme auftreten oder Daten verloren gehen, können die Folgen schwerwiegend sein. IOST ermöglicht daher die behördenübergreifende Interaktion, bieten den Schutz der Privatsphäre und die Verbesserung der Effizienz zwischen Regierungsabteilungen.

Das gelingt durch sichere Verschlüsselung, ein öffentliches Ledger und intelligente Verträge.

Die auf IOST basierende E-Government Plattform bietet eine Peer-to-Peer-Verschlüsselung und eine schnelle Validierung durch Smart Contracts.

Dadurch wird eine Kostenreduzierung erreicht. Gleichzeitig steigt auch die Effizienz in den Prozessen und die Transparenz bzw. Rückverfolgbarkeit verbessern sich.

Gerichte und Judikative

Mit der Entwicklung der digitalen Technologie kommen elektronische Beweismittel (in Form von Audiodateien, Bildern, Videos usw.) häufiger in Gerichtsverfahren zum Einsatz. In China lagen im Jahr 2018 bereits über 73 % der Beweismittel bei Zivilverfahren in elektronischer Form vor.

Dabei treten aber zahlreiche Schwierigkeiten auf, wie beispielsweise die leichte Manipulierbarkeit. Die Feststellung der Echtheit dieser Beweise ist folglich genauso wie ihr Schutz vor möglichem Verlust vor Gericht extrem schwierig.

Zumindest gilt das bisher, denn mit IOST stehen Möglichkeiten zur Verfügung, die einzigartigen Eigenschaften der Blockchain zu nutzen und mit ihrer dezentralen Speicherung sowie der Unveränderlichkeit die Schwachstellen bei elektronischen Beweismitteln zu verhindern.

Die IOST BaaS bietet den integrierten Justizkonsortien eine effiziente, sichere und kostengünstige Möglichkeit zur Speicherung von elektronischen Beweismitteln und erhöht gleichzeitig ihre Authentizität, denn die Lösung verbessert die Qualität von Rechtsstreitigkeiten.

IOST Network

Supply Chains

Bei Lieferketten handelt es sich heute um sehr komplexe Netzwerke aus Lieferanten, Herstellern, Lagern, Vertriebszentren und Partnern. Über die digitalen Supply Chains lassen sich Kapitalflüsse, Informationen, Logistikprozesse und die komplette Steuerung von Waren abwickeln.

Ihre Koordination ist jedoch äußerst schwierig. Traditionell war das Kernunternehmen verantwortlich für die Organisation des Ablaufs, doch durch die neuen Anforderungen nach mehr Diversität und durch dynamische Märkte ist dies folglich nicht mehr möglich.

Mit der unveränderlichen, dezentralen und asymmetrischen Verschlüsselung eignet sich die Blockchain perfekt für Netzwerke mit mehreren Teilnehmern, bei denen ein Informationsaustausch in Echtzeit stattfinden muss.

Mit IOST BaaS können Unternehmen daher Transaktionen ausführen und Informationen austauschen, ohne dass ein Vermittler notwendig ist. Die Informationen sind dann für alle beteiligten Partner im Netzwerk stets identisch und auf dem aktuellsten Stand.

Visualisierungstools geben effiziente Überblicke auf Transportwege, Rohstofflieferungen oder Verzögerungen und Probleme innerhalb der Lieferkette. Die Produktion wird schlanker, denn die Kosten sinken und die Fehlerquote minimiert sich.

Es lassen sich genaue Prognosen erstellen, die wiederum die Effizienz der Prozesse steigert. Aktionen laufen dann automatisch ab und intelligente Verträge steuern autonom Vereinbarungen zwischen Partnern.

Damit entfallen folglich manuelle Vorgänge und Papierkram. Außerdem steigt die Sicherheit und Transparenz.

IOST BaaS stellt Ressourcen für Big Data Analysen zur Verfügung, die die Datenqualität verbessern, das Risiko von Datenlecks minimieren und Marktplätze für den Handel mit Daten entstehen lassen.

Internet der Dinge

Das Internet der Dinge wächst und die damit verbundenen Probleme konkretisieren sich. In Bezug auf die Privatsphäre kann jedoch einer zentralisierten Verwaltungsstruktur nicht vollständig vertraut werden.

Derzeit wird der IoT-Datenfluss nur in einem einzigen zentralen Steuerungssystem zusammengefasst. Mit der Weiterentwicklung der LPWA-Technologie (Low Power Wide Area) verbessert sich aber auch die drahtlose Konnektivität über große Entfernungen bei geringem Stromverbrauch.

Die Anzahl der IoT-Geräte wird exponentiell wachsen, was auch zu steigenden Kosten für die zentralisierten Dienste führt. Durch die IOST BaaS ergeben sich folglich neue Möglichkeiten für die Organisationsstruktur im Internet der Dinge.

Die Genauigkeit und Unveränderlichkeit der Aufzeichnungen auf der Blockchain verbessern den Datenschutz und die Sicherheit für alle Transaktionen im Internet der Dinge. Blockchain und das IoT können wertvolle Dienste bereitstellen, die einem hohen Sicherheitsstandard unterliegen.

Wer steht hinter IOST?

Aiou Technology, der Unternehmenszweig von IOST, hat sich auf die Innovation und Entwicklung der Blockchain-Technologie konzentriert und stellt professionelle Blockchain-Lösungen für Behörden und Unternehmen bereit.

Das Unternehmen wurde vom Blockchain Research Institute mit dem „Chinas Blockchain Technology Innovation Enterprise 2019“ ausgezeichnet.

IOST China
Quelle: www.medium.com

Die massive Unterstützung durch chinesische Staatsunternehmen und einflussreiche Privatunternehmen zeigt auch das große Potenzial der Blockchain-basierten Produkte von IOST.

Das China Electronic Information Industry Development Institute (CCID) hat das Blockchain-Protokoll IOST noch vor Bitcoin, Ethereum, EOS und Cardano als Erster im Bereich der Basistechnologie eingestuft. Aiou Technology ist überdies Mitglied der Linux Foundation.

FAQ

Was ist IOST?

IOST ist ein dezentrales Blockchain-Protokoll, dass für das Internet of Service (IOS) steht und einen eigenen Token, IOST, herausgibt.

Wer braucht IOST?

Die BaaS-Plattform bietet ausschließlich Lösungen für große Unternehmen und Regierungsinstitutionen mit komplexen Netzwerken.

Wer steht hinter IOST?

Gegründet in China steht Aiou Technology als Unternehmen hinter der Open-Source-Lösung von IOST.

Was kann IOST?

Nach Angaben der Entwickler löst IOST die bekannten Probleme herkömmlicher Blockchains wie Geschwindigkeit und Skalierbarkeit.

Wie funktioniert IOST?

IOST verwendet einen eigenen Konsens, den Proof-of-Believability und nutzt die Methode zur Datenbankaufteilung, das Sharding. Damit laufen die Transaktionen außerhalb der Main-Chain ab, sind aber genauso sicher und transparent wie die Blockchain selbst.

Waves Platform - Schnellste offene Blockchain der Welt?

Waves ist eine offene Blockchain Plattform, die vor allem für ihre Massentauglichkeit und Benutzerfreundlichkeit geschätzt wird. Sie erlaubt es, in wenigen Schritten eigene Token herzustellen, ohne viele Vorkenntnisse mitzubringen. Mit der Implementierung des Waves NG Protokolls im Dezember 2017, verspricht das Unternehmen die schnellste Blockchain aller Zeiten zu sein.

Entstehungsgeschichte und Meilensteine der Waves Platform

Gründer und CEO der Waves Platform ist Sasha Ivanov. Er ist in Moskau ansässiger Physiker, der zuvor in der Softwareentwicklung für Internet-Zahlungssysteme und neuronalen Netzen zur Vorhersage für Finanzmärkte gearbeitet hat. Ivanov und einige seiner Team Kollegen bei Waves haben früher bei Nxt gearbeitet. Da ihnen eine Reihe von Problemen und Hindernissen für die Massentauglichkeit aufgefallen waren, beschlossen sie ein eigenes Projekt auf die Beine zu stellen. Waves wurde daher Anfang 2016 entwickelt, um Probleme wie Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Benutzerfreundlichkeit zu beheben und die Distributed-Ledger-Technologie einer breiteren Nutzerbasis zugänglich zu machen.

Die Entwicklung wurde durch eine Crowdsale finanziert, die fast 30.000 Bitcoins einbrachte. Das entsprach einem Gegenwert von etwa 16 Millionen US$. Damit ist das StartUp bis heute das siebt größte Crowdfunded Blockchain Projekt.

Die Plattform wurde schließlich offiziell im November 2016 als dezentrales Netzwerk mit der Freigabe von vollständigen Knoten eingeführt. Der Start beinhaltete auch die Freigabe von Token-Erstellungsfunktionen, die es Entwicklern ermöglichen, ihre eigenen Blockchain-basierten Anwendungen (Was ist Blockchain?) zu erstellen.

Das Unternehmen hat im Juli 2017 eine Kooperationen mit dem multinationalen Service-Dienstleister Deloitte vereinbart , um ICO-Dienstleistungen für seine Kunden anbieten zu können. Bekannte Unternehmen, die ihre ICO mit Waves gestartet haben, sind beispielsweise MobileGo und Primalbase. Darüber hinaus arbeitet das Unternehmen mit der russischen nationalen Wertpapierabwicklungsstelle zusammen. Geplant ist möglicherweise eine Blockchain-Plattform für den Vertrieb digitaler Vermögenswerte zu entwickeln.

Funktionsweise und Aufbau der Waves Plattform

Mit Waves kann jeder seinen eigenen digitalen Token erzeugen und dieses dann problemlos für Fiat-Währungen oder Kryptowährungen handeln. Dabei nimmt die Erstellung des Tokens nur wenige Minuten in Anspruch und ist auch für den Laien leicht umzusetzen. Wer einen benutzerdefinierten Token erstellen möchte, muss zunächst Waves Token kaufen. Die Plattform basiert auf der Programmiersprache Scala.

Waves unterscheidet sich minimal vom klassischen Aufbau anderer Distributed-Ledger-Unternehmen. Um Skalierungsprobleme zu vermeiden, verwendet sie einen zweistufigen Aufbau mit sowohl Light als auch Full Nodes, die das Netzwerk aufrechterhalten. Die Light Nodes laden dabei die Blockchain nicht runter, sondern sind abhängig von den Full Node Betreibern für die Bestätigung von Transaktionen und der Interaktion im Netzwerk. Um das Vertrauen zwischen Lightweight und Full Nodes zu erleichtern, nutzt Waves die Scorex-Plattform. Die Light Nodes verwenden nur den aktuellen Netzwerkstatus, mit dem sie einen vereinfachten Zahlungs-Verifizierungsprozess durchführen können.

Ein Kernbestandteil der Plattform ist das Waves Wallet. Dabei ist der Begriff Wallet jedoch stark untertrieben. Denn es handelt sich dabei nicht nur um ein Wallet, sondern es ist ein voll ausgestattet Lite Client. Mit dem Wallet können Nutzer auf alle Funktionen der Plattform zugreifen. Es bietet Fiat-Integration, benutzerdefinierte Token ist schnell und intuitiv. Der Client kann als Chrome Erweiterung oder mobile App für Android und iOS heruntergeladen werden.

dApps und Smart Contracts als nächster Schritt

Am 4.Mai 2018 gab das StartUp auch endlich den Start von Smart Contracts auf dem Testnet bekannt.

Smart Contracts auf Waves Platform
Smart Contracts auf Waves Platform @wavesplatform.com

Die Waves-Plattform erhält ein neues Update und könnte mit einer eigenen Programmiersprache die Implementierung von Smart Contracts und dApps ermöglichen.

Waves Platform - Technische Eigenschaften

  • Einfache Bedienung: Waves verspricht ein sauberes, vertrautes User Experience zu bieten. Die Chrome-App und die mobilen Apps sind einfach zu verwenden. Ein Download ist nicht erforderlich.
  • Schnell: Waves hat eine Blockzeit von einer Minute. Das entspricht bis zu 1.000 Transaktionen pro Sekunde.
  • Niedrige Gebühren: Eine Transaktion kostet etwa 0,001 Waves Token.
  • Fiat Transfer: vollständig kompatibles, lizenziertes Gateway, das den Zugang zur und aus der Blockchain ermöglicht. Die Token sind vollständig durch Fiat-Einlagen abgesichert. Bitcoin-Gateways und andere Token sind ebenfalls verfügbar.
  • Einfache Token-Operationen: Nutzer können ein neues Krypto-Token innerhalb einer Minute erstellen. Die Plattform verfügt außerdem über Tools für die Massen-Token-Verteilung.
  • Ideal für Crowdfunding: Es erleichtert Start-ups die Planung und Verteilung von Tokens über einen sicheren, einfach zu bedienenden Marktplatz.
  • Dezentraler Austausch (DEX): Waves DEX bietet Peer-to-Peer-Handel innerhalb des Clients. Dabei kann jedes Paar Waves Token miteinander gehandelt werden. Benutzer profitieren von der Sicherheit eines Echtzeit-Order Matchings und Blockchain-Settlements.

Waves dezentrale Exchange (DEX)

Die Waves DEX ist eine dezentrale Exchange, der in die Waves-Blockchain integriert ist. Der DEX ermöglicht es den Nutzern, ihre Token – einschließlich WAVES, BTC und alle anderen auf der Waves-Plattform ausgegebenen Assets – völlig vertrauenswürdig zu handeln, ohne dass sie ihre Gelder an eine zentrale Börse transferieren müssen.

Seit Ende August 2019 (Ethereum Docs) wird auch der Ethereum ERC-20 Token unterstüzt. Auch wurde vor kurzem ein Gateway für die Untersütztung von Vostok (VST) und Ergo (ERGO) gestartet.

Waves NG Protokoll

Das Waves NG Protokoll ist ein Proof-of-Stake Konsens-Algorithmus, der im Wesentlichen von Bitcoins NG Protokoll abgeleitet wurde. Das Protokoll wurde am 22. Dezember 2017 aktiviert. Der Hauptvorteil ist, dass es eine Lösung für die Skalierung bietet. Es ermöglicht, die Anzahl der Transaktionen pro Block zu erhöhen, ohne dabei einen Hard Fork zu riskieren. So kann die Transaktionskapazität um das Hundertfache oder mehr erhöht und ebenso die Geschwindigkeit verbessert werden.

Fazit zur WAVES Kryptowährung

Waves bietet praktisch jedem die Möglichkeit, sehr einfach eigene Token zu erstellen und Funktionen zu nutzen. Die Plattform eignet sich auch für Unternehmen, die ein Crowdfunding planen oder einen einfachen Loyality-Coin für ihre Kunden erstellen möchten. Diese Eigenschaften machen das Unternehmen so reizvoll, da es eine breite Kundenbasis ermöglicht.

Die Partnerschaften mit der russischen Regierung und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, können dem Unternehmen einen erheblichen Vorteil einbringen. Besonders, wenn man an die ICO Verbote der Vergangenheit und der anfänglichen Skepsis vieler Regierungen gegenüber Kryptowährungen und deren Anwendung denkt.

Die Einführung des NG Protokolls war ein weiterer bedeutender Schritt für das Unternehmen. Doch ob es letztlich wirklich die schnellste Blockchain aller Zeiten ist, muss ein ausführlicher Stresstest im Laufe der Zeit zeigen. Sollte sich das Versprechen jedoch Bewahrheiten, könnte das die Popularität der Plattform noch weiter fördern.

Was ist der USD Coin (USDC)? - Stablecoin erklärt

Der Stablecoin USD Coin ist seit kurzem offiziell auf Coinbase Commerce handelbar. Für die Kunden bedeutet das eine weitere attraktive Möglichkeit Waren und Dienstleistungen in Kryptowährung zu bezahlen.

Der USD Coin (USDC) ist ein Stablecoin, das unter dem Open-Source-Technologieprojekt CENTER entwickelt wurde. CENTER ist eine Kooperation von Circle und Coinbase. Der USDC basiert auf dem ERC-20 Standard von Ethereum. Gedeckt ist der USDC mit US$. Die Versorgung und Reserven werden von regulierten Finanzbehörden verwaltet. Jeden Monaten werden die Reserven von einem der fünf größten Wirtschaftsprüfungsunternehmen Grant Thornton LLC überprüft, um jederzeit eine vollständige Deckung gewährleisten zu können. Das Ergebnis der Prüfung ist für jeden interessierten öffentlich einsehbar.

Coinbase Commerce nimmt den Stablecoin USD Coin auf

Kryptowährungen als alltägliches Zahlungsmittel zu etablieren ist das Hauptziel vieler Krypto-Enthusiasten. Viele Projekte und Plattformen haben entscheidende Entwicklungen in diese Richtung genommen, um dem Ziel etwas näher zu rücken. Der Exchange Coinbase hat sich im Februar 2018 dieser Bewegungen angeschlossen und seine Coinbase Commerce App veröffentlicht.

Die Coinbase Commerce App erlaubt es Händlern Zahlungen in Kryptowährungen direkt anzunehmen. Seit der Einführung akzeptierte die App nur die großen vier Kryptowährungen:

  • Bitcoin
  • Bitcoin Cash
  • Litecoin
  • twitterte haben sie seit der Veröffentlichungen Händlern geholfen über 50 Millionen US$ in Kryptowährungen einzunehmen.

    Die hohe Akzeptanz lässt sich auf folgende Hauptpunkte zurückführen:

    1. Händler können die vom Kunden erhaltene Kryptowährung sofort in Fiatwährung umwandeln lassen, wenn sie das möchten.
    2. Es fallen keine Rückbuchungen oder Transaktionsgebühren an
    3. Nutzer haben die volle Kontrolle über ihr Wallet und die darin enthaltenen Finanzmittel
    4. Kein Bankkonto erforderlich, schnelle und unkomplizierte Registrierung

    Mit dem USD Coin als Stablecoin wird nun auch das Problem der Preis-Volatilität beseitigt. Es ist zu erwarten, dass sich die Zahl der Händler und Kunden in den nächsten Wochen und Monaten stark ausbauen wird. Die Entwickler haben außerdem einige Upgrades vorgenommen, sodass in nächster Zeit alle ERC-20 Token über die mobile App als Zahlungsmittel genutzt werden könnten.

Was ist Tron (TRX) – Die dezentrale Web 4.0 Plattform

Die Kryptowährung Tron (TRX) steht aktuell erneut an der Schwelle, um weiter in den Tops nach Marktkapitalisierung aufzusteigen. Mit dem Hintergrund, dass der Tronix Token weniger als 2 Jahre alt ist, wirkt diese Leistung umso bemerkenswerter. Was macht diese Kryptowährung so erfolgreich und welche Neuerungen stehen noch bevor?

Tron (TRX) CN&EN Logo
Tron (TRX) CN&EN Logo @tron.network

Allgemeines zu Tron (TRX) und die Funktionsweise

Tron hat es sich zum Ziel gemacht ein globales, dezentrales und kostenloses Netzwerk für Content und Storage zu entwickeln – die Web 4.0 Plattform. Diese beinhaltet u.a. schon jetzt eine Vielzahl an DApps (Was ist eine DApp?)

Die TRX Blockchain arbeitet mit einem einzigartigen Konsensus-Algorithmus, der als “Repetitionsnachweis” oder “PoRep” bezeichnet wird. PoRep ist vergleichbar mit Proof-of-Work, aber anstatt neue Coin durch Blockerstellung zu gewinnen, misst es, wie viel Speicherplatz der Nutzer zum Netzwerk beiträgt. Das macht es deutlich energieeffizienter als Proof of Work.

Die Kryptowährung der Plattform heißt Tronix. Der Coin wird verwendet, um zum Beispiel Inhalte von anderen Nutzern im Netzwerk ansehen zu dürfen. Nutzer können jedoch nicht nur den TRX Coin auf der Plattform ausgeben, sondern diesen auch halten. Durch das Halten können Benutzer “Tron Power” (TP) erhalten. TP wird ausgegeben proportional zu der Menge an TRX, die der Benutzer besitzt, und der Länge der Zeit, für die diese gehalten wurden. Je mehr TP eine Person hat, desto größer ist sein Stimmrecht auf der Plattform.

Der Ausbau der Plattform soll in 6 Phasen zwischen 2017 und 2023 erfolgen. Diese Phasen sind:

  1. Exodus: Eine kostenlose Plattform für Peer-to-Peer-Verteilung, Speicherung und Content.
  2. Odyssey: Wirtschaftliche Anreize schaffen, um die Bereitstellung von neuen Inhalten und das Empowerment zu fördern
  3. Great Voyage: Nutzer können eigene ICOs starten, um Projekte über die Plattform zu finanzieren.
  4. Apollo: Content Ersteller und Entwickler können eigene Token erstellen und an Nutzer auszugeben. Diese werden Tron 20 Token genannt und unterscheiden sich vom TRX Coin.
  5. Star Trek: Die Bereitstellung einer dezentralen Prognose- und Spieleplattform
  6. Eternity: Auf Basis des Community-Wachstums soll Geld gesammelt und monetarisiert werden.

Die letzten beiden Phasen der Road Map zielen darauf ab, die Online-Gaming-Branche zu dezentralisieren. Es soll Entwicklern erleichtern ihre Gaming-Welten frei zu gestaltet,um diese dann einem breiten Publikum auf der Plattform zugänglich zu machen und zu monetarisieren.

Justin Sun - Gründer von Tron
Justin Sun – Gründer von Tron @tron.network/enabout.html

USDT-TRON Stablecoin

USDT-TRON ist der von Tether im TRON-Netzwerk ausgegebene USD-verknüpfte Stablecoin. Der Token wird in der Lage sein, die Ausgabe, das Halten und den Transfer über einen Smart Contract auf TRON mit einem völlig kostenlosen und transparenten Prozess, ohne Transfergebühr und sofortiger Lieferung abzuschließen. Dieser wird in der Lage sein, Programme zu schreiben, die auf Basis eines Smart Contract erweiterbar sind. USDT-TRON ermöglicht die Interoperabilität mit TRON-basierten Protokollen und dezentralen Anwendungen (DApps) und ermöglicht es Anwendern, fiktiv gebundene Währungen über das TRON-Netzwerk zu handeln und auszutauschen.

USDT-TRON Stablecoin Abbildung
USDT-TRON Stablecoin Abbildung @tron.network

Das Tron Team und seine Unterstützer: Ein weiterer Erfolgsgarant für das Projekt

Der CEO von Tron, Justin Sun, ist kein Unbekannter, wenn es um innovative Technologien geht. Der 27-jährige gründete zuvor PEIWO (Callme), die größte Voice-Live-Streaming App in China. Die App wird von über 10 Millionen Nutzern weltweit verwendet. Bis 2016 war er außerdem als Hauptvertreter und Berater für Ripple Labs tätig. Zu seinen langjährigen Unterstützern gehört der Alibaba Gründer Jack Ma. Sun wurde drei Jahre in Folge auf der Forbes Liste der 30 unter 30 aufgeführt.

Neben Sun umfasst das Team weitere Schlüsselspieler. CTO Lucien Chen ist ein ehemaliger Mitarbeiter von Alibaba mit umfangreicher Erfahrung in der Zusammenarbeit mit First-Tier Internet-Unternehmen wie Netease, Qihoo 360 und Tencent.

Tron wird bereits von Top-chinesischen Entwicklern in seinem Team unterstützt, erweitert jedoch kontinuierlich seine Mitarbeiterbasis mit Mitgliedern mit langjähriger technischer Expertise wie Maorong Lin und Xiadong Xie. Zusammen bringen die beiden Mitarbeiter jahrelange Erfahrung in der technischen Entwicklung in der Unterhaltungsindustrie und im Internethandel mit.

Das Unternehmen wird von namhaften Mitgliedern der chinesischen Geschäftswelt wie Hits Xu (Gründer von Nebulas), Tang Binsen (Gründer des mobilen Spiels Clash of Kings), Xue Manzi (berühmter chinesischer Investor), Chaoyong Wang (Gründer der China Equity Group), Dai Wei (CEO von OFO Bike), Huobi.com und vielen mehr unterstützt.

Tron dringt mit jüngster Kooperation weiter in den Gaming-Sektor vor

BitGild – eine Blockchain-Gaming-Plattform unter der Leitung von Jared Psigoda , einem Branchenkenner für Spiele und virtuelle Währungen – bestätigte Anfang März eine neue Partnerschaft mit Tron an. Bei dieser Partnerschaft wird BitGuild eine einzigartige Reihe von limitierten In-Game-Assets für die Tron Community zur Verfügung stellen. Diese Assets können mit TRX Coin erworben werden.

Der Markt für Online-Games wird auf über 100 Milliarden US$ geschätzt. Die Partnerschaft mit BitGild wird Tron in der Online-Gaming-Industrie weiter voranbringen. Wie Sun zum Thema Online-Blockchain-Games erklärte, gehörte dieser Bereich schon immer zum Kernziel bei der Entwicklung des TRX Ökosystens. Die Zusammenarbeit soll Gamern und Entwicklern eine bessere Spiel-, Markt- und Community-Erfahrung bieten und die Spielelandschaft im Online Bereich durch Blockchain-Technologie weiter ausbauen.

TRX Coin Burn und Test Net Launch stehen kurz bevor

Der wohl wichtigste Schritt für Tron ist gerade vollzogen. Am 31.März 2018 standen gleich zwei große Ereignisse für die Plattform an. Zum einen ist das neue Test Net endlich gelauncht. Mit dem Test Netz können Entwickler Smart Contracts erstellen und dies auf einer Plattform, die wesentlich besser sein soll als die von Ethereum. Das Test Net wird dem einen Monat später folgenden Hauptnetz vermutlich sehr ähnlich sein. Bisher besaß Tron keine eigene Blockchain, sondern nutzte solide Partnerschaften mit etablierten Firmen. Mit der eigenen Blockchain wird das Unternehmen unabhängiger und könnte mehr Investoren anziehen.

Das Hauptnetz von Tron (TRX) wird hochgradig skalierbar sein und ein der niedrigsten Transaktionsgebühren aller Smart-Contracts-Plattformen auf dem Markt bieten. Das wird den Wert von Coin und Plattform nachhaltig steigern.

Am selben Tag hat Tron einen Coin Burn angesetzt hat. Das sogenannte “Verbrennen” hat in der Regel den Effekt, dass sie den Wert der Währung deutlich erhöhen. Denn das Angebot der sich im Umlauf befindlichen Münzen im Verhältnis zur vorherrschenden Nachfrage wird reduziert. Da der Burn am selben Tag stattfindet, an dem die Plattform ihr Test Netz startet, könnte der Kurs deutlich erhöht werden.

Justin Sun hat zwar immer wieder auf Social Media Plattformen Werbung für den bevorstehenden Coin Burn und das Test Net gemacht, doch bisher hielt er sich sehr zurück, wenn es um Details ging. Daher ist beispielsweise bisher nicht bekannt wie viele Coin verbrannt werden sollen. Wie durchschlagend der Erfolg dieser beiden bevorstehenden Maßnahmen am Ende sein wird, werden die Tage und Wochen danach zeigen. Es wird spekuliert, dass der Preis für TRX zumindest kurzzeitig auf über 0,50 oder sogar 1 US$ steigen könnte. Das würde eine Wertsteigerung um bis zu 2500 % im Vergleich zum aktuellen Preis bedeuten. Aktuelle TRON (TRX) Kurs & TRON (TRX) Vorhersage

Wrapped Bitcoin (WBTC) – Schnittstelle zwischen BTC und Ethereum

Mit Wrapped Bitcoin WBTC startete im Januar 2019 ein neues Projekt im Ethereum Netzwerk. Hinter diesem ERC20-Token steckt eine gemeinsame Entwicklung von Bitgo, Kyber Network und Ren, die eine Schnittstelle zwischen dem Ethereum und dem Bitcoin Netzwerk schaffen wollten. Zu diesem Zweck ist WBTC der erste Coin, der vollständig durch Reserven in Form von Bitcoin (BTC) gesichert ist. Die Organisationen hinter Wrapped Bitcoin WBTC wollen mit dem Projekt ein System schaffen, dass mehr Liquidität in das gemeinsame Ökosystem schleust. 

Wrapped Bitcoin (WBTC) Logo
Wrapped Bitcoin (WBTC) Logo

Wrapped Bitcoin soll Liquiditätsprobleme lösen 

Ziel der neuen Entwicklung ist es, den Bitcoin (BTC) für typische Ethereum-Dienste, wie Dapps oder Smart Contracts, zu verwenden. Dies ist bislang nicht möglich und die beiden Netzwerke agierten unabhängig voneinander. Durch Wrapped Bitcoin WBTC würde ein großes Problem in der Kryptowelt der Vergangenheit angehören, denn heute sorgt die Inkompatibilität zwischen Ethereum und Bitcoin für aufwendige Tauschverfahren, die wiederum mit Transaktionskosten verbunden sind. Wrapped Bitcoin WBTC kann durch die Standardisierung auf das ERC20-Format direkt in Dapps wie Compound, Dharma oder Gnosis eingesetzt werden. Somit verbinden die Entwickler die Vorteile beider Welten miteinander: die Liquidität und Akzeptanz des Bitcoin mit dem dezentralen und bewährten Ökosystem von Ethereum.

Langfristig planen die Entwickler auch weitere Anwendungsfälle zu schaffen, die fortlaufend implementiert werden, während das Ökosystem weiter wächst. Auch für dezentrale Kredite und Derivatenmärkte soll WBTC in Zukunft eingesetzt werden können. Für die hinter dem Projekt stehenden Organisationen ist dabei eine vollständige Transparenz von hoher Bedeutung. Zu diesem Zweck wird das Projekt regelmäßig im Abstand eines Vierteljahres von unabhängigen Instanzen geprüft und die Stabilität und Sicherheit überwacht. Dies gilt auch für die hinterlegte Menge an BTC, die den WBTC im Faktor 1:1 stützen und stabilisieren. 

Strenge Vorschriften und steigende Akzeptanz

Mit der Veröffentlichung des Projektes wurden 72.4214 WBTC geschaffen und in Umlauf gebracht. Verschiedenen Marktanalysten zur Folge hält Wrapped Bitcoin WBTC dabei sein Versprechen, eine geringe Volatilität aufzuzeigen. Das Online-Portal Coinmarketcap gab die Schwankungen des neuen Coins mit einer Range von 0,996 BTC bis zu 1,009 BTC an. Dadurch unterstreicht WBTC seine Eigenschaft als sogenannter “stable coin“. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung konnte Wrapped Bitcoin auf den drei Börsen Kyber Network, IDEX and AirSwap gehandelt werden. Auch wenn es ähnliche Projekte gibt, deren Ansatz einer Verschmelzung von Ethereum und Bitcoin mit dem von WBTC identisch ist, ist Wrapped Bitcoin bislang das Projekt mit den stärksten Wachstumszahlen.

Dennoch gestaltet sich der Handel und die Beschaffung des neuen Coins noch recht schwierig. Das Team hinter WBTC hat sich den strengen AML-Vorschriften und KYC-Richtlinien verpflichtet. Diese Regularien beschreiben jeweils die Anti-Geldwäschegesetze (AML) und die “Know your Client”-Richtlinien (KYC). Dadurch ist der konventionelle Handel noch sehr umständlich. Interessenten müssen sich mit einem Auftrag an autorisierte Händler wenden, die wiederum die bislang einzige Depotbank Bitgo kontaktieren. Bitgo prägt dann im Auftrag des Händlers die angeforderten ERC20-Token im Austausch der eingesetzten Menge an Bitcoin.

So dog, much wow, such currency…

Wer sich etwas intensiver mit Kryptowährungen auseinandergesetzt hat, ist früher oder später sicherlich auch auf die berühmte Hunde-Kryptowährung DOGE gestoßen.

Niemand weiß genau, ob man Doge nun “Doge”, “Doje”, oder “Doggie” ausspricht. Die wenigsten können auch verstehen, wie der Coin zeitweise mehr als 10 Milliarden US-Dollar wert sein konnte.

Um das Ganze etwas verständlicher zu machen, gehen wir in folgendem Artikel genauer darauf ein, was die Kryptowährung Dogecoin eigentlich ist.

Was ist Dogecoin?

Dogecoin

Das Projekt Dogecoin wurde am 8. Dezember 2013 von Jackson Palmer gestartet. Ursprünglich war das Projekt als Spaß-Kryptowährung angedacht, die sich über den damals rasanten Anstieg der Kryptokurse lustig machen wollte.

Unerwarteter Weise fand das Projekt bereits damals einen großen Anklang und konnte nur zwei Wochen nach Veröffentlichung in die Top-10 der größten Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung einsteigen. Damals lag der Preis für 1 DOGE noch bei $0,0095.

In den folgenden Jahren korrelierte der DOGE-Kurs größtenteils mit anderen Kryptowährungen und überraschte immer wieder mit extremen Preisausreißern nach oben.

Der Klimax wurde erreicht, als der Tesla-CEO und Multimilliardär Elon Musk auf Twitter in mehreren Tweets den Dogecoin erwähnte und vermutlich auch selbst investierte. So erreicht Dogecoin am 9. Februar 2021 ein Hoch mit einer Marktkapitalisierung von 10,34 Mrd. US-Dollar, was einem Preis von ca. $0,081 pro DOGE-Token entsprach.

Der Dogecoin parodiert unser heutiges Geldsystem und findet u.a. deswegen großen Anteil bei jungen Investoren der Generation Y. Gerade durch Online-Foren und Social Media konnte die DOGE-Community durch Memes in kürzester Zeit eine enorme Reichweite aufbauen.

Dogecoin Kurs Historie
DOGE überraschte in der Vergangenheit immer wieder durch extreme Kursausreißer (Quelle: Tradingview)

Dogecoin Technologie

Da die Entwickler die Währung ursprünglich nur als Spaß erstellt hatten, kann man von der DOGE-Blockchain keine besonders innovativen technischen Ansätze erwarten.

Im Endeffekt basiert Dogecoin auf der Litecoin Kryptowährung. So basiert Dogecoin auf dem Proof-of-Work Algorithmus, bei dem allerdings die Blockzeit von 2,5 Minuten auf 1 Minute herabgesetzt wurde.

Im Gegensatz zu disinflationären Kryptowährungen wie Bitcoin oder Litecoin, die auf einen fixen Wert an maximalen Coins gedeckelt sind, handelt es sich bei DOGE um ein inflationäres Token. Dies ist nicht zu vernachlässigen, da jedes Jahr 5,256 Milliarden neue Token ausgeschüttet werden. Dies entsprach bei der Einführung 2015 einer Inflationsrate von 5,3%. Durch steigende Gesamtanzahl umlaufender Token wird sich die prozentuale Rate allerdings verringern und 2025 nur noch bei 3,4% liegen. (Quelle: Wikipedia.org)

Ein Investment in den Dogecoin ist extrem volatil und sollte nur aus Unterhaltungsgründen und nach sorgfältiger Abwägung stattfinden. Wie Sie DOGE kaufen können, haben wir dennoch für Sie in einer Anleitung zusammengefasst.

Was ist Solana (SOL)?

Solana ist eine leistungsstarke, permission-less Blockchain, die versucht die Skalierbarkeitsprobleme der Blockchain ohne Sharding zu lösen. Damit ist Solana eine gute Anlaufstelle für dApps die eine hohe Datenrate benötigen. Laut Angaben der Entwickler seien bis zu 50.000 Transaktionen pro Sekunde mit Solana möglich.

Dabei setzt Solana auf einen neuen Timestamp Algorithmus mit dem Namen Proof-of-History (PoH), der automatisch Transaktionen, die in Bruchteilen einer Sekunde stattfinden, aneinanderzureihen. Als Konsensus Mechanismus vertraut Solana auf Proof-of-Stake (PoS), was bedeutet, dass mit Solana auch Staking möglich ist.

Über Solana

Solana startete in 2017, als der Gründer Anatoly Yakovenko ein Whitepaper zum Proof-of-History Algorithmus veröffentlichte. Mit dem neuartigen Algorithmus wollte Yakovenko eines der Skalierungsprobleme anderer Blockchains umgehen, nämlich die Zeit, die benötigt wird, um sich auf die bestätigten Transaktionen im nächsten Blog zu einigen.

Dem heutigen Solana ging eine Konzeptphase voraus, in der Yakovenko 2018 an einer Umsetzung von PoH in der Rust-Programmiersprache experimentierte. Das Experiment wurde zunächst als “Loom-Netzwerk” bezeichnet, änderte später allerdings den Namen in Solana.

Das Mainnet von Solana startete als Beta im März 2020. Die Entwicklung wird hauptsächlich von der Firma Solana Labs vorangetrieben, finanziert und organisiert wird das Projekt über die Solana Stiftung.

Solana Token Distribution

Zwischen April 2018 und Juli 2019 sammelte Solana Labs in mehreren privaten Finanzierungsrunden 20 Millionen US-Dollar ein. Parallel wurde weiter am Protokoll gearbeitet. Zu den großen Investoren in Solana zählen u.A. Multicoin Capital, NGC Ventures und Blocktower.

Ein öffentlicher Token-Sale wurde im März 2020 durchgeführt, in dem das Projekt weitere 1,76 Mio. US-Dollar von Privatanlegern sammelte. Der Token Sale lief als Auktion ab, die bei $4,00 Preis pro SOL-Token startete und theoretisch bis $0,04 pro SOL heruntergehen könnte. Schätzungsweise wurde damals im Schnitt $0,22 pro Solana Token bezahlt.

Die Gesamtanzahl an Solana Token beträgt 500 Mio. SOL. Somit wurden lediglich 1,6% der Gesamtmenge an Tokens an Privatinvestoren verkauft. 36,2% gingen über private Finanzierungsrunden an die Seed-Investoren und 12,8% direkt an das Solana Team. Weitere 10,4% wurden an die Solana Foundation zu Entwicklung und Gestaltung des Ökosystems verteilt. Die letzten 39% gingen an die Solana Community, also aktive Node-Betreiber.

So ergibt sich folgende Solana Token Verteilung:

SOL Token Verteilung - DIagramm
SOL Token-Verteilung Quelle: Binance.com

Die Solana Technologie im Detail

Die Solana-Blockchain basiert auf verschiedenen innovativen Ansätzen:

Proof-of-History

Der Proof-of-History Algorithmus bettet Transaktionshistorien in die Daten einer Blockchain-Transaktion ein, um so zu bestätigen, dass eine Transaktion wirklich stattgefunden hat.

Das klingt zunächst etwas komplex, im Endeffekt werden über eine “Verifiable Delay Funktion” Zeitstempel in die Transaktionen eingebettet, damit vor der Veröffentlichung im Netzwerk festgestellt werden kann, welche Transaktionen vorher bereits ausgeführt wurden.

Wie bei einer Blockchain üblich werden Transaktionen gehasht und als Input für die nächste Transaktion genutzt. So ergibt sich eine eindeutige und verkettete Reihenfolge der Transaktionen, die durch die einseitigen Hash-Funktionen im Nachhinein auch nicht mehr verändert werden können.

TowerBFT (Tower Byzantine Fault Tolerance)

TowerBFT ist der Konsensus Algorithmus der Solana Blockchain. Bevor der aktuelle Stand der Blockchain finalisiert wird, einigen sich alle Validator-Nodes auf einen gemeinsamen Stand des Ledgers. Dieser Vote der einzelnen Nodes wird versiegelt. Das bedeutet, dass diese Node zukünftig nicht mehr für eine andere Transaktionshistorie bis zu diesem Zeitpunkt stimmen kann.

Solana Turbine

Damit die Kommunikation zwischen verschiedenen Solana Nodes bei hohen Datenraten weiterhin flüssig funktionieren kann, werden Datenpakete in kleine Pakete aufgeteilt. Somit kann die Bandbreite beim Datenaustausch flexibel ausgenutzt werden.

Archivers

Im Solana Netzwerk kann jede Node je nach Hardware-Möglichkeiten individuelle Informationen zu der Blockchain abspeichern. D.h. dass nicht jede Node auch automatisch eine Full-Node ist und die gesamte Transaktionshistorie gespeichert haben muss.
Damit dennoch alle Transaktionen gesichert und abrufbar sind, gibt es so genannte Archivers. Diese Nodes sammeln Informationen von den Validator-Nodes und speichern diese ab, um sie anschließend öffentlich zur Verfügung zu stellen.

Wie bei anderen PoS-Blockchains auch, werden Nodes in Solana durch Staking-Rewards für ihre Aktivität belohnt.

Was ist VeChain (VET)?

VeChain (VET) ist eine der stärksten aber bisher wenig bekannten Kryptowährungen, die eine der höchsten Resilienzstärken auf dem Markt aufweisen. Dem Bärenmarkt der vergangenen Wochen zum Trotz ist es dem Unternehmen gelungen sich in die Top 20 Kryptowährungen nach Marktkapitalisierung zu katapultieren. Was steckt dahinter und wie lautet VeChains Erfolgsrezept?

VeChain ist eine Blockchain-basierte Plattform (Was ist Blockchain?) mit spezialisierten Funktionen zur Verbesserung der Prozesse im Supply Chain Management. Es nutzt manipulationssichere Distributed-Ledger-Technologie, um die Authentizität und Qualität der von den Plattformbenutzern gekauften Produkte zu ermitteln. Die gespeicherten Informationen können sehr vielseitig sein. So können beispielsweise eingebaute Ersatzteile oder Dokumentationen zu Wartungsarbeiten ebenso gespeichert werden wie Kosten, Lagerbestand, Produktionswege und vieles mehr.

VeChains primären Ziele lauten daher:

  1. Ein verteiltes Ökosystem aufzubauen, das auf Blockchain-Technologie für einen transparenten Informationsfluss, Hochgeschwindigkeits-Wertübertragung und effiziente Zusammenarbeit basiert.
  2. Endverbraucher, Einzelhändler und Produzenten sollen sich auf einer Basis treffen können, ohne sich blind vertrauen zu müssen.
  3. Es wird angestrebt, durch Asset-Digitalisierung sichere Supply-Chain-Management-Lösungen zu erreichen.
  4. Die Plattform ermöglicht es den Herstellern, jedem verfügbaren Produkt in ihrem Bestand eine eindeutige Identifikation zuzuordnen. Auf diese Weise können alle Stakeholder, einschließlich Kunden, Hersteller und Lieferkettenpartner, die Bewegung der Produkte in der Lieferkette zu jedem Zeitpunkt verfolgen.

Globale Probleme im Supply-Chain-Management und VeChains Lösung

Das Hauptproblem für Unternehmen in der Informationstechnologie ist der Vertrauensfaktor. Es ist schwierig für die Parteien, die mit der Übertragung sensibler Informationen in Bezug auf die Produktentwicklung befasst sind, sich gegenseitig zu vertrauen. Darüber hinaus macht die zentralisierte Speicherung der Produktinformationen und anderer Daten sie anfällig für Angriffe. Zentralisiertes Speichern birgt auch die Gefahr, dass Daten gestohlen oder korrumpiert werden.

Angesichts dieser Bedenken entschieden sich die VeChain-Entwickler dafür, eine Plattform zu schaffen, auf der die Informationen in verteilten, schnellen und transparenten Plattformen gespeichert werden können. Sie implementieren die Änderungen, führen Upgrades durch und passen die Plattform strategisch an die aktuellen Anforderungen und zukünftigen Herausforderungen der Plattform an. Auf diese Weise bewahren sie erfolgreich die Integrität der Informationen und stellen sicher, dass sie auf sichere Weise gespeichert werden.

Die Plattform weist eine VeChain-Identität oder VID zur Verfolgung der Produkte zu. Es kann in QR-Code, RFID-Tag oder Near Field Communication (NFC) -Tag geschrieben werden. Die VID-Technologie ermöglicht die Integration der realen Geschäftswelt in die VeChain-Plattform. Der Verbraucher kann ein Produkt vom Herstellungsort selbst, durch seine Lieferung und endgültige Lieferung verfolgen. Jeder Versuch, den Verbraucher zu betrügen, wird leicht entdeckt, und man kann die Echtheit des Produkts in jeder Phase seiner Bewegung feststellen.

Die von der Plattform angebotenen Dienste umfassen:

  • Entwicklung von Smart Contracts
  • Verwaltung von privaten Schlüsseln
  • Zahlungsdienste
  • Wallets

Mit ihren spezialisierten Optionen hat die Plattform ein großes Potenzial, von Unternehmen im E-Commerce-Bereich und informationsintensiven Branchen weit verbreitet zu werden.

Das Team und Hintergründe zum Unternehmen

Die 2015 im Stadtstaat Singapur gegründete Plattform wurde von den Entwicklern als eine Möglichkeit konzipiert, eine größere Markttransparenz zu schaffen und den Verbrauchern detailliertere Informationen über die von ihnen gekauften Produkte zu liefern. Die Plattform bietet eine vollständige Ansicht der gesamten Lieferkette. Da die Informationen in einem manipulationssicheren Distributed Ledger geführt werden, können sich die Einzelhändler von der Originalität des Produkts überzeugen und den Kunden eine Garantie für ihre Echtheit geben. So können die Käufer sicher sein, dass sie genau das Produkt erhalten, das sie bestellt haben.

Das Unternehmen verfügt über ein großes und vielseitiges internationales Team, bestehend aus erfahrenen Fachleuten mit viel Fachwissen. Das “Non-Whitepaper” stellt ein großes Team von 20 Mitgliedern vor, von denen die meisten seit 2015 an Bord sind. CEO Sunny Lu war zuvor Co-Founder von BitSE, ein chinesisches Softwareunternehmen, das andere bekannte Kryptowährungen wie QTUM produziert hat. Lu war vor diesen Projekten CTO und CIO von Louis Vuitton in China. Andere Mitglieder des Management-Teams haben ähnliche Hintergründe und bekleideten ebenfalls Top-Positionen in Fortune 500-Unternehmen.

VeChains Erfolgsrezept: Eine breite Aufstellung und starke Partnerschaften

Das Unternehmen konnte seit seiner Gründung sein Netzwerk stetig erweitert und verfügt über eine der beeindruckendsten Listen von Partnerschaften. Einer der größten Partner ist PricewaterhouseCooper (PWC), eine renommierte multinationale Plattform für professionelle Dienstleistungen. VeChain und PWC wollen den Teilnehmern auf den dezentralen Plattformen Dienstleistungen von Drittanbietern anbieten. Zusammen mit PWC bauen sie VeChains Netzwerk schnell aus und stärken den Wert der Plattform mit jedem neuen Mitglied. Im Februar wurde beispielsweise der Deal mit BMW offiziell bestätigt. BMW erhofft sich von dieser Zusammenarbeit die Kinderarbeit in seiner Lieferkette zu eliminieren. Denn Kinderarbeit ist eines der größten Probleme, mit denen Großkonzerne seit geraumer Zeit zu kämpfen haben. Das macht diesen Deal umso wertvoller, denn das könnte andere Großkonzerne wie zum Beispiel aus der Textil- und Bekleidungsindustrie aufmerksam machen.

Aber nicht nur Hersteller setzen Vechain ein. Der Geltungsbereich erstreckt sich auch auf die Weinindustrie. Vechain hat gerade eine Anwendung mit dem Titel “My Story” gestartet, die von italienischen Winzern bereits eingesetzt wird. Mit der Anwendung können die Weinunternehmen die Nachprüfbarkeit ihrer Produktqualität in den Augen der Verbraucher verbessern. Das Problem der Fälschungen, mit denen die Weinindustrie sich schon konfrontiert sieht, soll damit ebenfalls gelöst werden. Andere Luxusgüter können durch VeChains Supply Chain Management Lösung auch fälschungssicher gemacht werden. In einem Bericht schätzte CNN die Verluste durch Fälschungen auf über 461 Milliarden US$.

Vechain hat vor kurzem eine erfolgreiche Partnerschaft in der Transportversicherungsbranche abgeschlossen. Am 13.März 2018 wurde die Zusammenarbeit mit YunKeAn, einem Unternehmen für Risikomanagement in der Lieferkette, offiziell bekannt gegeben. VeChains Internet of Things-Technologien sollen eingesetzt werden, um das Risikomanagement in der Schifffahrtsindustrie zu verbessern. Diese Branche macht einen Jahresumsatz von 50 Milliarden US$, das macht den Deal für VeChain umso bedeutender.

Aktuelles: VEN wird VET – Das VeChain Rebranding

Zusammen mit einem ihrer größten Partner, DNV GL, war VeChain Ende Februar Gastgeber ihres lang erwarteten Rebranding-Events. Das Rebranding ist Teil eines langfristigen Prozesses, in dem sich die Plattform in eine der weltweit führenden Blockchains verwandelt. Die VeChain Foundation nennt die kommenden Entwicklungen ihre Apotheose, in der sie erwarten, dass VeChain neue Höhen erreicht.

VeChain Thor (VET) wird eine neue Blockchain – die Thor-Blockchain – sein, auf der die neuen VET-Token verwendet werden (Diese ist jetzt auch Online). VEN-Tokens können in VET-Token im Verhältnis 1: 1 umgewandelt werden. VET-Token sind die einzigen, die nach der Konvertierung von VEN existieren werden.

Auf der neuen VeChain Thor Blockchain wird es ein Twin-Token-System geben. Die Token auf der Plattform werden VeChainToken (VET) und VeThor (VTHO) sein. VeThor entsteht, indem VET gehalten wird, ähnlich wie GAS bei den NEO-Inhabern. VeThor wird verwendet, um für die Anwendungen und Transaktionen zu bezahlen. Auf diese Weise erhalten VeChain-Teilnehmer VeThor kostenlos und zahlen nur für die tatsächliche Nutzung von VeChain-Anwendungen. VET wird für die Ausgabe neuer Anwendungen, die Nutzung plattformweiter Dienste und für andere plattformübergreifende Transaktionen verwendet.

Fazit zu VeChain

Die positiven Nachrichten und die starken Deals der vergangenen Monate haben den VeChain Prognose beflügelt und viele Anleger dazu bewegt, VeChain zu kaufen. Das Unternehmen hat mit dem Supply-Chain-Management-Sektor einen Bereich, der praktisch jedes größere Unternehmen und jeden Verbraucher betrifft. Dadurch bieten sich so viele Anwendungsbereiche, aus denen die Partnerschaften entstehen konnten. Als Beispiel nennt das Unternehmen eine Zusammanarbeit mit Kuehne & Nagel. Dabei ist das Potenzial noch nicht ausgeschöpft und wird sich 2018 noch deutlich steigern können. Der Start des Mainnets wurde am 30 Juni 2018 vollzogen und wird sicher noch viel Aufsehen erregen.

Was ist Terra (LUNA)?

Terra Logo

Die Krypotwährung Terra mit dem Kürzel (LUNA) ist ein Blockchain-Protokoll, das die Infrastruktur von Stablecoins für den US-Dollar, den südkoreanischen Won, mongolischen Tugrik und einem Währungskorb des internationalen Währungsfonds bereitstellt.

Dabei wird der native LUNA-Token dazu genutzt, die Preisstabilität der Stablecoins zu gewährleisten. Halter des LUNA-Tokens haben Mitbestimmungsrecht und können Proposals zur Abstimmung einreichen.

Gegründet wurde Terra im Januar 2018 von Daniel Shin und Do Kwon.

Foto von Daniel Shin und Do Kwon
Die beiden Terra Gründer Daniel Shin und Do Kwon. Quelle: Coindesk

Terra wirbt mit folgenden Vorteilen der Technologie:

Interoperabilität

Terra unterstützt von Grund auf mehrere Blockchains. Verbunden werden diese durch die Cosmos-Inter-Blockchain-Kommunikation (IBC).
Derzeit ist Terra live auf Ethereum und Solana, die Interoperabilität zu weiteren Blockchains ist in Planung.

Programmierbarkeit

Smart Contracts auf der Terra Blockchain können entweder in Rust, Go oder AssemblyScript geschrieben werden. Im Gegensatz zu Ethereum, wo Programmierer zunächst die Solidity-Sprache lernen müssen, ermöglicht dies Entwicklern einen einfachen Einstieg in die SmartContract-Programmierung.

Zudem existieren bereits die ersten Terra Oracles, die es Entwicklern erlauben, externe Daten (bspw. Preisdaten) mit in die Blockchain zu integrieren.

Ein neues Finanz-Netzwerk

Terra versucht aktuelle, ineffiziente Zahlungsstrukturen zu verbessern. Umständliche Zahlungsabläufe über Kreditkartenanbieter, Banken und sonstige Zahlungsstellen könnten zukünftig in einem einzigen Blockchain-Zahlungslayer vereinfacht werden.

Wie funktioniert Terra (LUNA)?

Terra verwendet eine Infrastruktur, die es Entwicklern ermöglicht, selbst-stabilisierende Stablecoins zu erstellen. Damit dies erreicht werden kann, wird ein “elastischer Geldmengen-Mechanismus” verwendet. Die Terra-Plattform passt also dynamisch die Menge der umlaufenden Stablecoins an und sorgt somit dafür, dass der Wert einzelner Coins stets gleich bleibt.

Das LUNA-Token

LUNA ist das native Token auf der Terra-Blockchain. Der wichtigste Anwendungsbereich des Tokens ist es, dafür zu sorgen dass die Preisstabilität der Stablecoins auf Terra gesichert wird. Dafür gibt es einen Stabilisierungsalgorithmus, der automatisch auf die LUNA-Token zurückgreift. Außerdem werden LUNA-Token zum Staking und somit auch zum Validieren neuer Blöcke auf der dPoS-Blockchain verwendet.

Stablecoins auf Terra

Aktuell befinden sich folgende Stablecoins auf der Terra Blockchain:

  • TerraUSD (UST) – fixiert am US-Dollar
  • TerraKRW (KRT) – fixiert am südkoreanischen Won
  • TerraMNT (MNT) – fixiert am mongolischen Tugrik
  • TerraSDR (SDT) – fixiert am IMFs SDR

Terra GAS

Ähnlich wie bei der Ethereum Blockchain wird für Terra Transaktionen GAS benötigt, um Smart Contracts ausführen zu können. GAS bringt zwei Vorteil, zum einen werden so Spam-Angriffe enorm teuer und unattraktiv für Angreifer. Zum anderen gibt es einen zusätzlichen finanziellen Anreiz für Miner, die Transaktionen mit in die Blöcke aufzunehmen.

Terra (LUNA) Staking

LUNA-Token können gestakt werden. Die Block Rewards werden zum Teil abgeleitet von den GAS Gebühren, Transaktionsgebühren und Seigniorage-Ausschüttungen.

Anchor Protokoll

Neben dem Staking der LUNA-Token können auch Halter der Terra-Stablecoins Zinsen erhalten. Dabei lässt sich das Anchor-Protokoll sehr mit einem klassischen Sparkonto vergleichen.

Zudem agiert Anchor auch als ein Lending-Protokoll, dass es Verleihern ermöglicht, liquide PoS Währungen großer kompatibler Blockchains als Kollateral für Kurzzeit-Kredite zu verwenden.

Mirror Protokoll

Auf Terra können relativ einfach fungible Token erstellt werden, die man “Synthetics” nennt. Einzige, große, Voraussetzung ist, dass mehr als 150% des Wertes der neu erstellten Token in einem Terra Stablecoin als Kollateral verschlossen werden müssen.

LUNA Token Distribution

Die LUNA-Token Ökonomie ist leider etwas intransparent. Fest steht, es gab mehrere private Finanzierungsrunden in 2019 und keinen öffentlichen Token-Sale.
Neben großen asiatischen Börsen wie Binance, Huobi und OKEx investieren auch mehrere Venture Capital Firmen wie 1kx und Polychain Capital bereits früh in das Terra-Projekt.

LUNA-Token wurden damals geschätzt von ca. $0,16 – $0,80 zu einem Gesamtwert von ca. 32 Mio – 72 Mio US-Dollar erworben.

Die Anzahl aller LUNA-Token, die sich im Umlauf befinden ist dynamisch und wird von einem Algorithmus gesteuert. Sobald die Anzahl aller umlaufenden Token die Marke von 1 Mrd. Token überschreitet, werden Token vom Algorithmus verbrannt.

Kritik wurde laut, da Vermutungen nach nur 4% der LUNA Token für Privatinvestoren zugänglich war. Eine derart asymmetrische Verteilung wird von vielen Anlegern als “Red-Flag” gesehen und kann nur über einen langen Zeitraum ausgeglichen werden.

LUNA Token Verteilung - DIagramm
LUNA Token-Verteilung Quelle: Medium.com

Was ist das BitTorrent Token (BTT)?

BitTorrent (BTT) ist ein Token, das Anfang 2019 von der BitTorrent Foundation unter der Leitung des Tron-Gründers Justin Sun auf der Tron-Blockchain startete.

Der Name BitTorrent wurde nicht zufällig gewählt, sondern stammt von der BitTorrent Software, die vor wenigen Jahren noch von vielen Nutzern weltweit zum P2P-Filesharing verwendet wurde.

Unter dem Codenamen “Project Atlas” kündigte die Tron Foundation eine Weiterentwicklung der Filesharing Software an. Zukünftig sollen Benutzer dem Filesharing-Netzwerk Bandbreite zur Verfügung stellen und als Anreiz dafür mit BTT Token belohnt werden.

Laut Angaben der Foundation hatte BitTorrent im Jahr 2019 mehr als 100 Millionen aktive Benutzer in fast 140 Ländern, was es zu dem weltweit größten Torrent-Dienst machte.

BTT wurde über das Binance Launchpad als TRC-10 Token eingeführt.

BitTorrent Token Distribution

Die Gesamtmenge an BTT beträgt 990 Milliarden Token, die alle im Genesis Block beim Start der Blockchain erstellt wurden.

Verteilt wurden die Token kurz nach Start in 2019 zunächst über das Binance Launchpad. Dort konnten BTT enweder über die TRX- oder die BNB-Kryptowährung gekauft werden.
Der Token Sale war äußerst erfolgreich; innerhalb weniger Minuten waren 59,8 Milliarden Token im Wert von ca. 7,2 Millionen USD ausverkauft.

Im Anschluss zum Initial Coin Offering auf Binance gab es eine Airdrop-Ausschüttung, die monatlich stattfindet und bis Februar 2025 laufen soll.

Von den 990 Mrd. BitTorrent-Token wurden 19% an die BitTorrent Foundation zur Entwicklung und Vorantreibung der Adaption ausgeschüttet. Weitere 20% gingen an die TRON Foundation und 19,9% wurden für das BitTorrent Ökosystem, also Entwickler und aktive Nutzer eingeplant.

10,1% aller Token werden bis Februar 2025 an Halter des TRX Token ausgeschüttet. Die Höhe der monatlichen Ausschüttung wird sich dabei stetig erhöhen und so der Inflation gegenwirken.