Voltron – HSBC erhöht die Transaktionsgeschwindigkeit um 40 Prozent

HSBC hat die Finanz-Blockchain Voltron, die in die Plattform ReChainME integriert ist, erstmalig getestet. Voltron nutzt übrigens die Corda-Blockchain von R3. Demnach erlaubt das neue System den Nutzern den Zugriff auf Echtzeitdaten. Als Ergebnis ließ sich die Transaktionszeit um bis zu 40 Prozent reduzieren.  

Voltron Logo @Voltron.Trade
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HSBC testet Voltron im Produktivumfeld 

Die Handelsfinanz-Blockchain Voltron von HSBC konnte erstmalig im Produktivumfeld getestet werden. Das System ist direkt in die ReChainME-Plattform der Landmark Group eingebunden, um den Parteien einen Echtzeitzugriff auf die verfügbaren Daten zu gewähren. Zudem ermöglichte diese direkte Verbindung eine Reduktion der Transaktionszeit um bis zu 12 Tage – dies entsprach einer 40 prozentigen Einsparung. 

Für den Test griffen die Entwickler auf eine Sendung von Bee Dee Industries zurück. Ziel der Lieferung war ein BabyShop-Einzelhandelsgeschäft der Landmark Group in Dubai. Die dazugehörige Schuldverschreibung verschickten die Vertragspartner mithilfe einer Distributed Ledger Technologie. Die Besonderheit an diesem Ablauf war die Funktion von Voltron, denn erstmalig ließ sich ein Akkreditiv zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten und Hongkong mithilfe einer Plattform verschicken. 

Voltron Demo Video

HSBC sieht Vorteile in der Nutzung der DLT 

Laut Sunil Veeetil, Head of Trade bei HSBC MENA und Türkei, trägt die nahtlose Verbindung der beiden Plattformen dazu bei, dass alle Beteiligten der Supply Chain den gesamten Fortschritt der Transaktionen verfolgen können. Zudem ließen sich die Bedingungen im Rahmen der Logistik, Dokumente und Zahlungsvereinbarungen definieren. Somit entstehe für Unternehmen, die den Service dieser beiden Plattformen nutzen, ein Wettbewerbsvorteil durch steigende Handelsgeschwindigkeiten. 

Zudem markiere diese Transaktion einen wichtigen Schritt bei der weiteren Entwicklung der Blockchain-Technologie (Was ist Blockchain?). Veetil erwartet, dass die Technologie die Effizienz und Produktivität der gesamten Supply Chain verändert. Schlussendlich merkte der Manager auch an, dass der Einsatz der DLT mehrere Vorteile mit sich bringe. Neben der Generierung der zuvor genannten Wettbewerbsvorteile ergebe sich auch ein Schutz der Privatsphäre und eine Steigerung der Sicherheit im Handel.

Auch Rajesh Garg, Financial Officer der Landmark Group sieht in der Adaption und Einführung aufstrebender Technologien eine zunehmende Verbesserung der Standards. Dementsprechend führe der Einsatz der Blockchain zu einer verbesserten Effizienz in der physischen und finanziellen Lieferkette. Außerdem spiegelt die zunehmende Transformation im Einzelhandel das Engagement des Unternehmens wider – die Landmark Group arbeitet aktiv an einer verbesserten Wertschöpfung für die Kunden. 

Bereits im Februar gab HSBC bekannt, dass die eigene Blockchain-basierte Handelsplattform zur Reduzierung der Kosten bei Auslandstransaktionen beitrage. Mithilfe der Plattform kann das Unternehmen Transaktionen in Amerika, Asien und Europa in Echtzeit abwickeln. Auch Béatrice Collot, Head of Global Trade bei der Großbank, merkte an, dass die steigende Transparenz und die unmittelbare Transaktionsausführung zu den großen Vorteilen der Distributed Ledger Technologien gehören. Langfristig erwartet die Managerin, dass sich die Technologie durchsetzt. Zudem soll die Technologie den globalen Handel verändern und Stakeholder näher an die Unternehmen bringen. Somit ließe sich ein transparenter Informationsaustausch gewährleisten.