Verv | Handel mit Energiedaten

Das britische Startup Verv, welches sich auf maschinelles Lernen fokussiert hat, hat im April den ersten physischen Energiehandel durch den Einsatz der Blockchain-Technologie ausgeführt. Nun arbeitet Verv mit „Ocean Protocol“ zusammen. Im Rahmen der Partnerschaft soll ein Marktplatz zum Handel von Energiedaten entstehen.

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Verv entwickelt Marktplatz für Energiedaten

Im April führte Verv den ersten erfolgreichen physischen Energiehandel mittels durch. Nun soll durch eine Partnerschaft zwischen Verv und Ocean Protocol ein eigenständiger Marktplatz für den Handel von Energiedaten entwickelt werden. Bereits die Aussagen der COO Maria McKavanagh verdeutlichen, dass sich das Unternehmen in einer einzigartigen Position auf dem Blockchain-Energiemarkt befindet, denn das Unternehmensziel definiert sich durch die Etablierung eines Datenmarktes. Durch die Entwicklung von Smart Hubs sowie deren Einbindung in den Marktplatz konnte das Unternehmen zudem einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz entwickeln. Laut McKavanagh befindet sich das Startup durch diese Entwicklung bereits in den Häusern der Kunden. Somit werden mehr als eine Million Datensätze pro Sekunde gesammelt. Diese Daten sollen zur Auswertung des konkreten Energiebedarfs genutzt werden.

Zudem können die meisten aktuellen smarten Messgeräte nicht erkennen, welches Gerät für den entstehenden Energiekonsum verantwortlich ist, obwohl der Energiebedarf unterschiedlich ist. Dahingegen kann die Verv-Technologie dafür sorgen, dass das Haus den aktuellen Energiebedarf plant und mittels des Blockchain-Marktplatzes die benötigte Energie zum Tiefstpreis kauft.

Erster Peer-to-Peer-Energiehandel mittels Blockchain

Der erste offizielle Handel wurde bei der Hackney Banister House Estate durchgeführt. Für alle weiteren Tests des Verv Peer-to-Peer-Energiehandels wird diese Lokation angewendet. Dieser Test findet im Zusammenspiel mit Repowering London statt. Dieses Unternehmen hat Solarpaneele auf rund 13 Wohneinheiten, welche erst 2015 gebaut wurden und das Erscheinungsbild des gesamten Vierteils bestimmen, installiert. Heute sind die Wohneinheiten unter dem Namen Banister House Solar bekannt.

Insbesondere das Zusammenspiel von Blockchain und künstlicher Intelligenz sorgt dafür, dass die Verv Smart-Hubs in den Apartments der Anwohner sowie in Spannungswerken zur Anwendung kommt. Die Verv-Plattform berechnet anschließend den Energiebedarf der Wohneinheiten aus und überprüft die verfügbare Solarenergie, die in den Batteriespeichern enthalten ist. Anschließend speist die Technologie die verfügbare Energie in das Stromnetz des Hauses ein und bezieht die restliche Energie vom Strommarkt. Dabei kommunizieren alle Systeme untereinander, sodass die vorhandene Solarenergie unter den Haushalten aufgeteilt und ein Kauf von Elektrizität auf dem Energiemarkt zu einem späteren Zeitpunkt zu einem günstigeren Kurs erworben werden kann.

Um den hohen Energiebedarf des Proof-of-Work-Ansatzes zu egalisieren, haben die Entwickler auf einen Proof-of-Authority-Ansatz gesetzt. Mithilfe von validierenden Nodes werden sämtliche Transaktionen innerhalb des Netzwerks bestätigt. Im Laufe eines Tages werden alle Transaktionen einmalig auf die dahinterliegende geschrieben.