VanEck plant Bitcoin-ETF – Genehmigung der SEC ausstehend

VanEck

Bereits seit Jahren versuchen Finanzdienstleister und Vermögensverwalter einen Bitcoin-ETF ins Leben zu rufen. Sämtliche Versuche resultierten in einer Ablehnung durch die Security and Exchange Commission (SEC). Die US-amerikanische Regulierungsbehörde gab sich bislang mit keinem Vorschlag zufrieden. Nun versucht es der in New York ansässige ETF-Verwalter VanEck erneut im zweiten Anlauf. Der „VanEck Bitcoin Trust“ soll den strengen Anforderungen der SEC standhalten und der erste große Krypto-ETF aus den USA sein. Seinen ersten Versuch zog die Investmentgesellschaft noch vor einer Ablehnung durch die Behörde selbst zurück. Nun schuf man jedoch ein Produkt, welches gute Chancen zur Freigabe hat.

Was ist ein Bitcoin-ETF überhaupt?

Für ein grundlegendes Verständnis darüber, warum der Bitcoin Trust von VanEck ein starkes Zeichen für den Markt ist, gilt es die Funktionsweise eines Exchange Traded Funds (ETF) zu verstehen. Ein solcher börsengehandelter Fonds bildet immer einen bestimmten Index ab. Auf diesem Weg können Anleger über ein Wertpapier in einen ganzen Markt investieren. Viele Investmentgesellschaften geben beispielsweise ETFs auf Aktienindizes (DAX, S&P 500 etc.), Rohstoffe (Gold, Silber, Öl) oder ganze Branchen (Gesundheitswesen, Gaming, Fintechs) heraus. Ein ETF bündelt die enthaltenen Assets und bildet den Index möglichst genau nach. So bildet beispielsweise ein ETF auf den DAX die Entwicklung der 30 größten deutschen Aktiengesellschaften ab. Exchange Traded Funds sind reguliert und aufgrund der günstigen Kosten vor allem bei Privatanlegern beliebt.

VanEck plant Einführung eines Bitcoin-ETFs

Bereits seit 2018 versuchten unzählige Gesellschaften einen Indexfonds auf Basis der von Satoshi Nakamoto entwickelten Kryptowährung herauszubringen. Bislang erfolglos, denn die SEC blockte jede dieser Anfragen ab. Nicht etwa, weil die Antragsteller keine überzeugenden Produkte liefern konnten, vielmehr gehen die Marktbedingungen nicht mit den strengen Vorschriften der Aufsichtsbehörde konform. Noch vor Jahresende versuchte es der bekannte Herausgeber von Indexfonds, VanEck, erneut mit einer Anfrage bei der SEC. Bereits im September 2019 reichte das Unternehmen einen Antrag ein, welcher jedoch von VanEck selbst wieder zurückgezogen wurde. Gleichzeitig kommunizierte die Investmentgesellschaft aus New York, dass sie weiterhin an einem Bitcoin-ETF arbeiten wird.

Der nun eingereichte „VanEck Bitcoin Trust“ soll die Zweifel der US-amerikanischen Aufsichtsbehörde aus der Welt schaffen. Seit einiger Zeit lehnt die SEC jeden Antrag aufgrund ungleicher Voraussetzungen für Handelsplätze, Marktmanipulationen und dem vergleichsweise kleinen Krypto-Markt ab. Jay Clayton, seines Zeichens Vorsitzender der SEC, zeigte sich allerdings offen für einen Krypto-ETF, sofern dieser den Ansprüchen durch einen klaren Plan genügt. VanEck beobachtete das Geschehen offenbar sehr genau und wählte für seinen neuen Antrag einen womöglich günstigen Zeitpunkt. Etwa zeitgleich zur Antragstellung trat Jay Clayton von seinem Posten zurück. Gleichzeitig könnte auch der künftige US-Präsident Jow Biden und seine Behörden eine offene Haltung gegenüber digitalen Währungen und der Blockchain-Technologie haben.

Ein Bitcoin-ETF könnte wichtig für den Massenmarkt sein

Wie Eingangs erwähnt sind ETFs ein beliebtes Anlageprodukt bei Privatanlegern. Sie sind einfach in der Handhabung, können analog zu Aktien auf regulierten Börsenplätzen gekauft werden, sind günstig in der Haltung und steuerlich einfach zu handhaben. Außerhalb der USA ist der ETN – so die korrekte Bezeichnung des Indexfonds – bereits seit November handelbar. Ein ETN (Exchange Traded Note) ist im Grunde einer Sonderform von Zertifikaten. ETNs sind sehr günstig und die Gesamtkostenquote des bei Xetra handelbaren „VanEck Vectors Bitcoin“ (WKN: A28M8D) beträgt 2 %.

Der “VanEck Vectors Bitcoin ETN” (Quelle)

ETFs, ETNs und auch ETCs (im Falle von Rohstoffen) eignen sich hervorragend zur Portfoliodiversifikation. Vor allem Anleger, welche kein Wallet unterhalten und sich tatsächlich reale BTC kaufen möchten, könnte ein Indexfonds auf den Bitcoin die ideale Alternative darstellen. VanEck gibt an, dass der Bitcoin-ETN vollständig besichert ist. Von dem Geld, welches in den Fonds investiert wird, kauft die Investmentgesellschaft reale Bitcoin-Reserven. Auf diesem Wege repräsentieren die ETN-Anteile reale Anteile der nach Marktkapitalisierung größten Kryptowährung. Um eine sichere Infrastruktur zu gewährleisten, arbeitet das Unternehmen aus New York mit der in Liechtenstein regulierten Depotstelle Bank Frick zusammen.

Zusammenfassung: VanEck mit zweitem Antrag für Bitcoin-Fonds

Seit mehreren Jahren versuchen verschiedene Unternehmen einen Indexfonds auf die führende Kryptowährung bei der US-amerikanischen Regulierungsbehörde SEC durchzubringen. Bislang scheiterten sämtliche Versuche. Nun plant VanEck, eine Investmentgesellschaft aus New York, im zweiten Anlauf einen Bitcoin-ETF in den Vereinigten Staaten aufzusetzen. Ein solches Anlageprodukt führt das Unternehmen in anderer Form im Ausland bereits.

ETFs sind eine beliebte und etablierte Anlageform im Privatkundenbereich. Der „VanEck Bitcoin Trust“ könnte vor allem für Anleger eine interessante Alternative sein, die lediglich von der Wertsteigerung des Bitcoins profitieren, aber kein Wallet und keine realen BTC verwalten wollen. Der Bitcoin-ETF von VanEck ließe sich nach Freigabe durch die Behörden zukünftig bequem an regulierten Börsen in den USA handeln.

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