US Air Force und Constellation befassen sich mit Big Data und Blockchain

Die US Air Force (USAF) und das aus San Francisco kommende Startup Constellation Network Inc. haben eine Vereinbarung zur Kooperation getroffen. Der Kooperationsvertrag ist ein Teil des Phase-I-Programms der USAF SBIR und soll als Lösung zur vollständigen Integration der einzelnen Bestandteile der Luftwaffe fungieren. 

US Air Force Logo @Airforce.com
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US Air Force kooperiert bei Big Data und Blockchain 

Aus einer Pressemitteilung vom 27. August 2019 geht hervor, dass die US Air Force mit dem Startup Constellation Network Inc. kooperiert. Dabei steht die Entwicklung und Erforschung von neuen Technologien im Fokus dieser Kooperation. Laut den Aussagen der USAF haben sich das Air Force Research Laboratory und AFWERX zusammengetan, um den Innovationsprozess zu rationalisieren. Folglich sollen auch kleinere Anbieter eine Möglichkeit erhalten, sich am Pool potenzieller Kooperationspartner zu beteiligen und somit den bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Durch eine Umsetzung dieses Vorgehens bei SBIR 18.2 und 19.2 hat die USAF bereits mit der Implementierung schneller, klarerer und innovationsfreudiger Prozesse begonnen. 

Auch Benjamin Diggles, Manager bei Constellation, sieht in der Kooperation einen richtigen Ansatz. Folglich verfügt die USAF über eine Vielzahl von Datenquellen, welche Schutz benötigen. Die bereinigten und konsolidierten Daten kann das Ministerium zudem unmittelbar abfragen und verwenden. Mithilfe der Technologie von Constellarion sollen diese isolierten und nicht abgreifbaren Daten und Datenquellen sicher verwendet werden. Diesen Ansatz bezeichnet die Luftwaffe gemeinhin als Multi-Domain Command and Control (MDC2).

Multi-Domain-Ansatz gilt auf Flaschenhals 

Grundsätzlich gilt der Multi-Domain-Ansatz als sehr aufwendig und kompliziert. Dementsprechend müssen die Stakeholder, welche einen übergreifenden Service bieten, aus dem Netzwerk ausgeschlossen werden. Dabei gelten die von den verschiedenen Domains erstellten Daten als schwer zugänglich oder erfordern einen hohen Personalaufwand. Der Personalaufwand kommt vor allem bei der Datenforensik, -planung und -erfassung zum Tragen. Mithilfe der Blockchain-Technologie (Was ist Blockchain?) des Startups lässt sich eine Interoperabilität zwischen älteren und neuen Datentypen schaffen. Dementsprechend handelt es sich um einen skalierbaren und sicheren Ansatz für die Big-Data-Verarbeitung. Außerdem ermöglicht diese Software eine Zusammenführung alter Systemdaten und moderner Cloud-Architekturen. Dementsprechend fungiert diese Lösung nicht nur als dezentrales System für Datenpipelines. Vielmehr handelt es sich um ein System für Audit-Trails, welches auch einen Status zu jeder Datenquelle geben kann. Außerdem konzentriert sich das Unternehmen mit seiner Technologie auf die Lücke, die zwischen dem Einsatz von Blockchain-Technologien und dem Unternehmen in seiner realen Umgebung existiert. 

Laut Benjamin Jorgensen, dem CEO von Constellation, kaufen vor allem privatwirtschaftliche Unternehmen keine Standardlösung für eine Blockchain. Dahingegen haben Regierungsbehörden die Möglichkeit eben solche Lösungen zu adaptieren und für Innovationen zu sorgen. Allein die Intention der US-Regierung zur Zusammenarbeit mit Startups zeigt die massiven Änderungen im öffentlichen Sektor. Aufgrund der Zusammenarbeit mit der Air Force könnte Constellation zu einem einflussreichen Akteur avancieren. Insbesondere Angriffe auf Bestandssysteme vom Visa, IRS oder Equifax verdeutlichen die Relevanz neuer Lösungen beim Umgang mit Big Data. Diese Anforderungen und Herausforderungen im Bereich Big Data betreffen nahezu jedes Unternehmen. Diese Kooperation mit einer staatlichen Stelle sei jedoch nur der erste Schritt, um eine integrierte und produktive Blockchain-Lösung zu liefern.