Monero (XMR) – Anonymität und Verschlüsselung

Kryptowährungen haben den Vorteil, dass sie unabhängig von zentralen Einrichtungen existieren und dadurch sehr sicher sind. Es gibt jedoch Vertreter dieser Branche, denen die Sicherheit von Bitcoin, Ethereum und Co. noch nicht hoch genug ist. Die Kryptowährung Monero hat einen verstärkten Fokus auf Dezentralität sowie Privatsphäre und unterscheiden sich hierbei von den restlichen Altcoins durch einige wichtige Merkmale.

 

Monero Logo - Kryptowährung
Monero Logo – Kryptowährung

 

Dezentrales Netzwerk

Es gibt bereits viele Kryptowährungen, die der Anonymität einen hohen Stellenwert einräumen. Monero geht hierbei jedoch noch einen Schritt weiter: Die Währung weist einige Merkmale auf, die man bei anderen Coins vermisst. Das Netzwerk von Monero ist tatsächlich dezentral, da sämtliche Knotenpunkte gleichwertig sind. Es gibt hierbei keine Oberklasse von besonderen Nodes, die mehr Kontrolle oder Einfluss auf das System hätten als andere Verkehrspunkte. Auch jeder Teilnehmer im Netzwerk von Monero ist gleich wichtig. Dabei ist vollkommen egal, wie hoch die Anzahl der gehaltenen Tokens ist.

 

Fungibilität der Währung

Ein Wert ist fungibel, wenn er leicht durch einen anderen ausgetauscht werden kann. Bei Monero ist die Transaktionshistorie nicht eindeutig, da sämtliche Monero Münzen die gleiche Kennung aufweisen. Dadurch können die Tokens im Vergleich zu Bitcoin oder Ethereum nicht markiert oder auf eine Blacklist gesetzt werden. So gibt es keine Möglichkeit nachzuverfolgen, woher die Münzen stammen. Die Coins können daher nicht durch eine Blockchain-Überwachung oder -Analyse zurückverfolgt werden.

Durch den Einsatz von Ring-Signaturen sind sämtliche Transaktionen im Monero-Netzwerk nicht nachvollziehbar, wodurch ebenso nicht öffentlich ist, wie hoch die Beträge sind. Eine Transaktion mit einem bestimmten Nutzer zu verknüpfen ist aufgrund dieses Systems nahezu unmöglich. Es gibt jedoch die Möglichkeit mittels „View-Key“ die Transaktion öffentlich zu machen. Dies wird vor allem dann benötigt, wenn die Transaktion aus steuerlichen Gründen nachweisbar sein soll.

 

 

Monero steht für Sicherheit und Vertraulichkeit

In der Blockchain von Monero werden sämtliche Transaktionen aktiv verschlüsselt. Hier unterscheidet sich die Währung kaum von anderen Kryptowährungen. Auch die Wallet, in der die Monero gelagert werden, wird stark verschlüsselt und entspricht den Technologiestandards der Branche. Durch die Verwendung eines dezentralen Peer-to-Peer-Netzwerkes ist jede Transaktion durch zahlreiche Nutzer gesichert und wird über diesen Weg auch verschlüsselt.

Im Gegensatz zu Bitcoin ist der Kontostand einer Wallet nicht öffentlich und kann nur von Personen mit Privat Key angesehen werden. Ein regulärer Nutzer der Blockchain kann daher nicht nachverfolgen, wie hoch die Menge von Monero in einer anderen Wallet ist. Die Kryptowährung verwendet hier ein nahezu lückenlos verschlüsseltes System, durch das die Coins gesendet und empfangen werden können. Durch dieses Verfahren wird garantiert, dass sämtliche Transaktionen, Käufe sowie Verkäufe privat bleiben. Durch diese Methoden gibt es auch keine „Rich List“ wie bei anderen Kryptowährungen, wo jene Wallets mit den meisten Coins verzeichnet sind.

 

Vorteile der Währung im Vergleich zu Bitcoin

Neben den bereits genannten Vorzügen von Monero kommen noch einige wichtige Elemente hinzu. Monero ist besser teilbar, da es auf bis zu 12 Nachkommastellen präzise abgerechnet werden kann. Beim derzeitigen Preis der Währung von etwa 100 € spielt dies zwar noch eine untergeordnete Rolle, es könnte sich jedoch in der Zukunft als hilfreich erweisen. Neben dieser Tatsache eignet sich der Algorithmus der Kryptowährung ebenso für das Mining mittels CPU, RAM oder GPU. Dies führt dazu, dass das Mining noch zu großen Teilen durch Privatpersonen durchgeführt wird und es zu keiner Machtzentrierung bei wenigen Mining-Anbietern kommt.

 

Vorteile von Monero im Überblick

  • Dezentrales Peer-to-Peer-Netzwerk
  • Transaktionen nicht zurückverfolgbar
  • Nahezu lückenloses System
  • Konten nicht öffentlich einsehbar
  • Maximum an Sicherheit und Vertraulichkeit

 

Grenzen der Kryptowährung

Bitcoin besitzt eine Obergrenze, die aller Wahrscheinlichkeit nach im Jahr 2130 erreicht wird. Nachdem 21 Millionen Bitcoins geschaffen wurden, können keine weiteren Coins mehr hinzukommen. Monero hat im Gegensatz zu vielen anderen Kryptowährungen keine Obergrenze. Bereits im Jahr 2040 wird Monero das Limit von Bitcoin überschritten haben. Keine Obergrenze zu haben kann sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil sein. Wenn ein Bitcoin verloren geht, dann können diese Coins nicht mehr gerettet werden. Dies kann passieren, wenn der Nutzer verstirbt oder das Passwort zu seiner Wallet vergisst. Bei Monero würde das kein Problem darstellen, da die Menge jederzeit angepasst werden kann. Wenn jedoch zu viele Coins ausgeschüttet werden, kann es zu einer starken Inflation der Währung kommen. Der durchdachte Algorithmus von Monero soll dies allerdings über Jahre hinweg verhindern.