Minds | Facebook Konkurrent auf Blockchain Basis

Der aktuelle Skandal um Facebook und Cambridge Analytica haben erneut gezeigt wie problematisch das Thema Datenschutz und Privatsphäre ist. Nutzer von sozialen Netzwerken sind zunehmend verunsichert darüber, welche Informationen sie teilen und wer darauf zugreifen kann. Minds ist ein Open Source soziales Netzwerk, das mit diesem Zustand endgültig aufräumen könnte.

 

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Minds Logo @wikimedia.org

 

Minds – das Unternehmen, die Verantwortlichen und ihre Ziele

Minds.com ist ein Startup aus New York. Das Unternehmen wurde von Jack Harding, CTO des Unternehmens und Bill und Jack Ottman 2011 gegründet. Harding und Bill Ottman haben zuvor bei verschiedenen gemeinnützigen Organisationen gearbeitet.

Anders als Facebook baut Minds auf fast radikale Transparenz. Soziale Netzwerke und Messenger wie beispielsweise WhatsApp sagen sie hätten eine End-to-End Verschlüsselung in ihrem System eingebaut. Ottman kritisiert jedoch, dass niemand außerhalb des Unternehmens die Codes kennt und damit die Nutzer nicht wissen können wie sicher die Verschlüsselung wirklich ist. Bei dem StartUp werden alle Codes offengelegt, da es Open Source ist.

Anders als Facebook baut Minds auf fast radikale Transparenz

Minds arbeitet nach dem Prinzip des „Zero Knowledge„. Das heißt, dass das Unternehmen keine Daten über seine Nutzer speichert. Damit können Geheimdienste und Regierungen keinen Druck ausüben, um an Nutzerinformationen und Aktivitäten zu gelangen, wie beispielsweise bei Telegram oder Yahoo.

 

 

Die Plattform und ihre Nutzer

Etwa eine Million Nutzer haben sich im sozialen Netzwerk von Minds bisher angemeldet, davon sind rund 110.000 jeden Monat aktiv. Die Plattform ist dabei eine Mischung aus Facebook, Instagram und Twitter. Die Nutzer können Newsfeeds, Bilder Videos und eigene Blogs veröffentlichen. Minds bietet wie andere soziale Netzwerke zusätzlich zur Browser-Version auch für Android und iOS Geräte Apps an. Doch um sich von den anderen bewusst abzuheben, werden die Einträge auf der Minds-Plattform streng anti-chronologisch angezeigt.

Das Minds-Profit-Modell basiert nicht auf Werbeanzeigen, sondern auf Upsells von Services und Aktivität im Netzwerk. Bis vor kurzem hat das StartUp den Nutzern Punkte für ihre Aktivität und ihre Beiträge auf der Plattform vergeben. Für die aktive Nutzung der Plattform und das Interagieren mit anderen Beiträgen erhalten die Nutzer Punkte. Diese Punkte können wiederum eingesetzt werden, um die eigenen Beiträge auf der Plattform weiter bekannt zu machen, durch einen sogenannten Boost. Bisher können die Punkte jedoch nicht in Geld umgewandelt, sondern ausschließlich auf der Plattform genutzt werden.

Der nächste Schritt zu mehr Anonymität und Internetfreiheit, war der Weg zur Dezentralisierung. Daher hat das Unternehmen vor kurzem die Ethereum Blockchain in ihr System integriert. Das Punktesystem musste zu Gunsten des neuen Minds Token weichen.

Das Minds-Profit-Modell basiert nicht auf Werbeanzeigen, sondern auf Upsells von Services und Aktivität im Netzwerk

 

Der Minds Token

Der Token steuert im Wesentlichen das gesamte Ökosystem des sozialen Netzwerks. Mit Hilfe von Wire, der integrierten Patreon-ähnlichen Funktion der Plattform, können Nutzer auch YouTuber für ihre Beiträge belohnen oder für exklusive Inhalte bezahlen. Der Umzug auf die Ethereum Blockchain könnte für die Nutzer bedeuten, dass sie in Zukunft den Token in andere Kryptowährungen umtauschen könnten und damit tatsächlich Geld verdienen.

 

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MInds – Social Network @minds.com

 

Minds Fazit

Minds befriedigt ein Bedürfnis der Internetnutzer, das vor allem in den letzten Wochen und Monaten stärker den je ausgeprägt wurde. Das Bedürfnis nach Sicherheit und Privatsphäre. Dennoch ist das Unternehmen noch weit davon entfernt Größen wie Facebook den Rang abzulaufen. Dazu hat das Netzwerk bisher noch zu wenig Nutzer. Die Integration der Ethereum Blockchain könnte den Bekanntheitsgrad jedoch erhöhen und so mehr Nutzer anlocken. Ob es am Ende jedoch ausreichen wird, bleibt abzuwarten.