KPMG-Studie | Blockchain wird Geschäftsmodelle verändern

Die jüngste Studie von KPMG zum Thema Blockchain zeigt, dass 48 Prozent des Top-Management-Personals erwarten, dass die Blockchain-Technologie eine einschneidende Wirkung auf das eigene Geschäft haben wird. Dementsprechend erwarten die Manager, dass die Technologie das eigene Geschäft binnen dreier Jahre verändern wird. 

KPMG Gebäude London
KPMG Gebäude London

Manager erwarten starke Änderung des Kerngeschäfts aufgrund der Blockchain-Technologie

Im Rahmen einer Studie hat KPMG, eine der vier größten Wirtschaftsprüfungsgesellschaften der Welt, die Auswirkungen der Blockchain-Technologie auf das Kerngeschäft zahlreicher Unternehmen untersucht. Im Ergebnis gaben 48 der befragten Manager an, dass Sie einen nachhaltigen Einfluss der Blockchain (Was ist Blockchain?) auf das eigene Geschäft erwarten – bereits in einem Zeitraum von drei Jahren sollen massive Auswirkungen sichtbar werden. Die entsprechende Studie veröffentlichte KPMG am 26. Februar 2019. 

Bei der Studie handelt es sich um die Technology Industry Innovation Survey, die bereits zum siebten Mal durchgeführt wurde – der Untersuchungszeitraum reichte vom Dezember 2018 bis Januar 2019. An der Studie nehmen 740 internationale Technologie-Entrepreneure aus 12 Ländern teil. 66 Prozent der Befragten befinden sich im Top-Management ihrer Unternehmen. Nahezu die Hälfte der Befragten erwarten, dass die Blockchain-Technologie starke Auswirkungen auf das eigene Geschäft haben wird. Die Auswirkungen sollen demnach innerhalb der kommenden drei Jahre sichtbar werden. Dahingegen gaben 27 Prozent der Befragten an, dass die Technologie keinerlei Auswirkungen auf das eigene Geschäft haben wird. Weitere 24 Prozent der Studienteilnehmer zeigten sich neutral über die Auswirkungen der Blockchain-Technologie. 

Großteil der Manager sieht Möglichkeiten zur Implementierung der Blockchain

Die Studie verdeutlicht, dass lediglich 28 Prozent der Befragten davon ausgehen, dass die Distributed-Ledger-Technologie nicht im eigenen Unternehmen implementiert wird. Dahingegen waren 31 Prozent der Teilnehmer nicht zu einer klaren Aussage bereit. Mit 41 Prozent bestätigten allerdings die meisten Probanden, dass die Implementierung einer Blockchain sehr wahrscheinlich sei. Insbesondere das Internet of Things (IoT) wird laut 27 Prozent der Befragten zum Durchbruch der Technologie beitragen. Doch auch ein verbesserter Handel, reduzierte Risiken aufgrund von Cyber-Kriminalität und ein optimierter Abschluss von Verträgen (DApps) wird die Adaption im Laufe der kommenden drei Jahre vorantreiben. Der größte Vorteil der Blockchain-Implementierung ist laut den Studienteilnehmern die Verbesserung der Effizienz im Geschäftsalltag – 23 Prozent der Befragten gaben diese Antwort. Dahingegen sehen die Befragten die fehlenden Einsatzbeispiele als klares Risiko bei der Implementierung an.  

Eine jüngst veröffentlichte Studie des Global Blockchain Business Council (GBBC) hat sich ebenfalls mit dem Potenzial der Blockchain-Technologie auseinandergesetzt. Im Rahmen der Studie zeigte sich, dass 40 Prozent der institutionellen Investoren erwarten, dass die Technologie die wichtigste Innovation seit der Einführung des Internets ist. Allerdings gab rund ein Drittel der Befragten bekannt, dass im Laufe der kommenden fünf Jahre ein Vorstand für ein entsprechendes Resort installiert werden müsste. Im gleichen Zuge hebt eine Studie des Softwareherstellers Globant hervor, dass 64 Prozent der Unternehmen in die Blockchain-Technologie investieren, um interne Prozesse zu optimieren. Dabei sehen lediglich 46 Prozent der befragten Führungskräfte ein Potenzial zur Adaption der Blockchain-Technologie.