Gazprom – Vertragsabwicklung mithilfe der Blockchain

Der russische Staatskonzern Gazprom könnte in Zukunft Geschäftsverträge auf der Blockchain durchführen. Dementsprechend ist auch die Überwachung dieser Verträge auf Basis der Blockchain-Technologie im Gespräch. Die Implementierung der Technologie ist ein Bestandteil der Digitalisierungsstrategie des Unternehmens. 

Gazprom Förderanlage Russland
Gazprom Förderanlage Russland @gazprom.de

Gazprom forciert Digitalisierung mithilfe der Blockchain-Technologie

Wie der Gazprom CEO, Alexey Miller, gegenüber dem russischen Premierminister Dmitry Medvedev am 03.04.2019 bestätigte, sei der Konzern bereit zur Digitalisierung der Gasversorgung. Grundlage zur Digitalisierung sei der Einsatz der Distributed Ledger Technologie (DLT) bei den internen Prozessen. 

Dabei hob Miller hervor, dass der Konzern zusammen mit der Gazprombank, welche eine Tochtergesellschaft und die drittgrößte Bank des Landes ist, einen entsprechenden Prototypen entwickelt habe. Hierbei handelt es sich um eine Plattform, die bei der Automatisierung der Verteilung, Überwachung und Vertragsabwicklung unterstützt. Des Weiteren bietet das System eine automatisierte Arbitrage- und Zahlungsberechnung. 

Neue Plattform offen für Stakeholder

Wie der Bericht des Weiteren verdeutlicht, erhalten alle involvierte Stakeholder Zugriff auf die Plattform. Zudem wird der gesamte Prozess geschützt, sodass unautorisierte Zugriffe und Veränderungen unterbunden werden. Zu Beginn forciert Gazprom die Zusammenarbeit mit führenden Industrieabnehmern und beginnt und mit Implementierung des automatisierten Prozesses. 

Auch Medvedev hat sich positiv zu dieser Entwicklung geäußert und sieht in der Blockchain-Technologie eine vielversprechende Technologie für die Zukunft der russischen Wirtschaft – auch die Aktivitäten Gazproms in diesem Sektor verdeutlichen das Potenzial der Technologie. Insbesondere Gazprom befasst sich seit einiger Zeit mit der Blockchain. So hat etwa das Tochterunternehmen Gazpromneft-Aero im vergangenen Sommer eine Blockchain und Smart Contracts zur Automatisierung der Planung und Abrechnung des Treibstoffgeschäfts etabliert. 

Des Weiteren testet mit Gazprom Neft, ein weiteres Tochterunternehmen des Gazprom-Konzerns, ein weiteres Unternehmen das Potenzial der Blockchain. Das Unternehmen möchte vor allem die Logistik und Lagerhaltung durch den Einsatz der Technologie verbessern. Die entsprechende Testphase startete im Februar 2018. Nur zwei Monate später hat die Gazprombank bekannt gegeben, dass sie den Handel von Kryptowährungen für wohlhabende Klienten avisiere.