ExsulCoin | Blockchain Technologie für Flüchtlinge

Für Millionen von Flüchtlingen sind provisorische Auffanglager und ein schlechter Zugriff auf Bildungsmaßnahmen, Jobs und Finanzmittel alltägliche Probleme. Das Entwicklerteam von ExsulCoin hat nun eine neue Blockchain-Plattform angekündigt, die diese Probleme beheben soll.

 

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Flüchtlinge sollen digitale Identität erhalten

Das Startup ExsulCoin arbeitet an einer Plattform, die auf der Blockchain-Technologie basiert und Flüchtlingen beim Aufbau einer digitalen Identität helfen soll. Hierbei können etwa Informationen zur eigenen Bildung sowie über die berufliche Historie angelegt werden, sodass Arbeitgeber schneller und effektiver potenzielle Mitarbeiter identifizieren können. Zudem beinhaltet die Blockchain-Plattform sogenannte Dapps , die für die Bildung und das Vokaltraining verwendet werden können. Laut James Song, dem Gründer und CEO des Startups, besteht das größte Problem für Flüchtlinge in dem geringen Bildungslevel. Selbst wenn das allgemeine Bildungslevel steigen würde, gäbe es noch ein Problem mit Bildung, die im Zusammenhang mit der Integration steht.

Durch die Nutzung der Plattform hätten die Flüchtlinge eine bessere Chance neue Skills für Jobs aufzubauen und könnten die Zeit im Flüchtlingslager besser nutzen. Diese neue Skills würden anschließend dabei helfen einen neuen Job zu finden. Für die nichtarbeitenden Flüchtlinge wäre die Plattform eine Chance die Gesetze und Grundlagen der Gesellschaft kennenzulernen, sodass die Integration vorangetrieben wird.

 

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Erster Test ist bereits erfolgt

Bereits im vergangenen Jahr führte ExsulCoin erste Tests mit zehn weiblichen Flüchtlingen in Kutupalong, einem Flüchtlingslager in Bangladesch, durch. Im Rahmen des Tests absolvierten die Testerinnen ein Business-Trainingsmodul, in welchem sie lernten wie Ketten aus Myanmar Jade hergestellt und anschließend über soziale Netzwerke vermarktet werden. Das Ziel dieses Moduls war die Befähigung der Mitarbeiter zur kommerziellen Vermarktung dieser Ketten. Nachdem die ersten Schritte gegangen wurden, sollte zudem eine Skalierung der Produktion stattfinden und das eigene Know-How im Rahmen von Schulungen an neue Mitarbeiter weitergegeben werden. Die Aufgabe von ExsulCoin im Rahmen dieser Ausbildung ist die Organisation der Logistik. Zusätzlich bietet die Plattform mehrere Angebote, um die englische Sprache zu lernen oder Informationen zur lokalen Religion zu erhalten.

 

 

Möglichkeiten und Grenzen von ExsulCoin

Bei ExsulCoin handelt es sich um eines der Unternehmen, die im wachsenden Markt der Blockchain-basierten Lösungen für Flüchtlinge aktiv sind. Hierbei richten sich die Dienste oftmals auf eine transparente Aufzeichnung aller relevanten Daten aus. Bereits im Mai des letzten Jahres veröffentlichte das „World Food Programme“ ein Blockchain-System, bei dem Flüchtlinge durch das Bereitstellen biometrischer Daten bezahlen können. Insbesondere das Scannen der Iris ist dabei besonders wichtig, denn so kann ein verlässliches Bild zum Kaufverhalten der Flüchtlinge erstellt werden.

Solche Initiativen haben in der gesamten Charity-Branche großes Aufsehen erregt, denn somit ist ein System zum Vermeiden von Missmanagement möglich. Zudem werden die Kosten durch den Entfall von Mittelsmännern gesenkt, sodass die Technologie im privaten und gewerblichen Sektor Anklang finden kann. Dennoch sehen Experten einen hohen Handlungsbedarf, sodass auch Flüchtlinge von diesem Angebot profitieren können. Zudem brauchen Flüchtlinge einen Zugang zu Smartphones, Computern und dem Internet, sodass das Angebot überhaupt genutzt werden kann. Auch die Verifikation der Daten ist problematisch, denn es gibt keine Ausgangsdaten, die in die Blockchain integriert werden können.

Allerdings glaubt Song, dass sich das Angebot von ExsulCoin durchsetzen kann, denn Bildung hat einen nachhaltigen Einfluss auf die Integration von Flüchtlingen. Insbesondere Kinder haben keinen nachhaltigen Zugang zu hochwertiger Bildung, sodass das Angebot der Blockchain durch die Flüchtlinge genutzt werden könnte. Durch das Nutzen dieser Marktlücke erwartet der Gründer, dass sich der Wert des Unternehmens in den kommenden Jahren stark erhöhen werde und der Firmenwert auf fünf bis sechs Milliarden ansteigen wird. Download: ExsulCoin WhitePaper