Dating-Apps durch Blockchain im Umbruch

Die Dating-Industrie befindet sich seit einigen Jahren in einem Aufschwung. Insbesondere Dating-Apps wie Tinder haben aufgrund ihrer unkomplizierten Anwendung eine weite Verbreitung. Nutzer erstellen Profile, um sich von ihrer besten Seite zu präsentieren, bevor andere anhand der Bilder und Texte ihre Entscheidung treffen. Ein grundsätzliches Problem besteht in der Gewährleistung von Glaubwürdigkeit und Transparenz. Die Blockchain-Technologie verspricht, einige der gegenwärtigen Hürden der Dating-Industrie zu überwinden.

 

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Dating-App: Glaubwürdigkeit und Transparenz

Eine der wesentlichen Herausforderungen, mit denen sich Dating-Portale und -Apps von Beginn an konfrontiert sehen, besteht in der Authentizität der Profile. Während Menschen im realen Leben weniger Möglichkeit haben, falsche Angaben über sich zu machen, lassen sich im Internet im Extremfall ganze Identitäten fälschen. Nicht nur Fake-Profile, sondern auch kleinere falsche Angaben, um sich in ein besseres Licht zu rücken stellen ein Problem dar. Dies betrifft etwa Angaben zum äußeren Erscheinungsbild, die sich anders als im realen Leben zugunsten des Nutzers manipulieren lassen. Dies setzt bei potentiellen Partnern ein gewisses Maß an blindem Vertrauen voraus.

Als wichtigstes Problem gilt in diesem Zusammenhang das Fehlen eines Anreizes für wahre und transparente Angaben seitens der App-Entwickler. Gleichermaßen fehlt es an Möglichkeiten, unwahre Angaben rechtzeitig zu identifizieren und Nutzer dafür herabzustufen. Die Blockchain stellt hingegen eine inhärent transparente und fälschungssichere Technologie dar. Aufzeichnungen sind unveränderlich und gleichermaßen anonym. Die Kombination aus Transparenz und Unveränderlichkeit spielen eine wesentliche Rolle in der Verifikation der Nutzer-Angaben. Darüber hinaus bietet die Blockchain-Technologie die Möglichkeit, Nutzern Anreize und Belohnungen für vorbildliches Verhalten zu geben. Dies kann mehr Nutzer dazu veranlassen, sich einem Verifikationsprozess zu unterziehen oder das Profil durch zusätzliche Angaben zu bereichern. Auf der anderen Seite trägt dies zu einem insgesamt transparenteren Ökosystem und damit zu größerem Vertrauen der User bei.

 

 

Partner finden: das Matching

Hinzu kommt beim Online-Dating die grundsätzliche Herausforderung, ein passendes Match zu finden. Für viele Nutzer stellt es zudem immer noch eine Hürde dar, potentielle Partner anzuschreiben. So verlassen sich viele Menschen im realen Leben auf ihr soziales Umfeld und finden etwa über Freunde, Familie oder Kollegen interessante Partner. Bei Dating-Apps fehlt es häufig an Anreizen, anderen beim Finden eines Matches zu helfen. Auch an dieser Stelle kann die Blockchain-Technologie einen Lösungsansatz biete. So bietet etwa das Start-up Ponder eine Option, in der sich Nutzer als Vermittler oder so genannte Matchmaker beteiligen können.

Eine App mit ähnlichem Modell bietet Matchpool. Hier können Anwender ebenso wie bei Ponder mit Anreizen und Belohnungen rechnen, wenn sie anderen beim Finden eines Partners helfen. Die Blockchain kommt an dieser Stelle ins Spiel, da hilfreiche Nutzer eine Belohnung in Form von Token erhalten. Dies bietet gleichermaßen einen Anreiz, weitere Token zu verdienen.

Aufgrund der einfachen Anwendung der Blockchain und der teils schon etablierten Nutzung durch innovative Start-ups gerät die gesamte Dating-Branche in Zugzwang, die neuen Möglichkeiten zu nutzen. Die Blockchain hat das Potential, der Branche gleich an zwei wichtigen Problem-Schnittstellen vielversprechende Lösungen zu bieten. Die Transparenz und Fälschungssicherheit tragen ebenso zu einer besseren Nutzererfahrung bei wie ein Anreizsystem für ehrliches und hilfreiches Verhalten.