DASH – Die Alternative zu Bitcoin?

Die Kryptowährung Dash erscheint als eine anonyme Variante von Bitcoin. Die Kryptowährung besticht durch ihre Benutzerfreundlichkeit und ihre hohe Skalierbarkeit. Dash baut auf der Bitcoin-Blockchain auf. Die Kryptowährung bietet sofortige Transaktionen, vollständig anonymisierte Transaktionen und ist vollständig autonom organisiert. Das bewerkstelligt Dash durch ein sich selbst finanzierendes und regulierendes System.

 

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Dash – Digital Cash Logo

 

Dash – Die Anfänge

Dash wurde im Januar 2014 von Evan Duffield ursprünglich unter dem Namen XCoin auf den Markt gebracht und entstand aus einer Fork von Litecoin. Bereits im Februar änderten die Entwickler den Namen in Darkcoin. Fast ein Jahr später änderten die Entwickler den Namen in Dash, ein Kofferwort aus „Digital Cash„, also digitales Geld.

In den ersten zwei Tagen nach dem Start von Dash, wurden bereits 1.9 Millionen von 18.900.000 Coins geschürft. Das entspricht einem Verhältnis von 1:10. Innerhalb der Krypto-Branche wird bei einem solchen Fall von Instamining gesprochen. Der Begriff bezeichnet nichts anderes, als eine große Menge von Coins in einer sehr kurzen Zeit zu schürfen.

Den Entwicklern wird vorgeworfen, dass sie die Coins für sich selbst geschürft haben sollen. Normalerweise verlieren solche Coins schnell an Wert. Tatsächlich handelte es sich, nach Angaben von Evan Duffield, um einen Bug. Er bot der Dash-Community an, den Coin neu zu starten. Die Community wies das alles zurück. Das nicht ohne Grund, denn die Kryptowährung hat einiges zu bieten.

 

So funktioniert die Kryptowährung

Anders als bei Bitcoin, wo viele Computer über eine Blockchain miteinander vernetzt sind, verfügt Dash über eine weitere Ebene, das sogenannte Masternode-System. Der Ausdruck „Node“ bezeichnet eine Software mit der Coins geschürft werden können. Das Masternode-System bildet das Rückgrat von Dash. Um einen Masternode betreiben zu können, müssen nachweislich 1.000 Coins gehalten werden.

Neben Masternodes betreiben Miner über Nodes über Mining das Netzwerk. Dabei erhalten Masternodes 45 % der Mining-Erträge. Die anderen 45 % erhalten die Miner als Belohnung. 10 % gehen an das sogenannte Treasury-System. Das ist eine Art Fonds für jegliche Projekte von denen die Kryptowährung profitiert. In der Vergangenheit wurden davon beispielsweise weitere Entwickler angestellt.

 

 

Wozu Masternodes?

Wofür werden Masternodes benötigt, wenn Bitcoin auch ohne erfolgreich auskommt? Masternodes werden aus drei Gründen im Netzwerk gebraucht. Erstens um die Funktion PrivateSend zu betreiben, zweitens für InstantSend und drittens, um administrative Aufgaben zu übernehmen.

 

PrivateSend

PrivateSend ist ein angebotener Service, der das sogenannte Coin-Mixing betreibt. Der Service basiert auf CoinJoin, welcher Transaktionen anonymisiert. Prinzipiell verfügen Transaktionen über In- und Outputs. Beide Punkte stehen mit Adressen im Zusammenhang. Wenn von einer Adresse ein Coin auf eine andere Adresse überwiesen wird, verfügt die erste Adresse über die Information „Output“ und die empfangende Adresse über die Information „Input“.

Bei normalen Bitcoin-Transaktionen werden diese Informationen einfach addiert und in Blöcken der Blockchain zusammengefasst. Durch CoinJoin hingegen, werden die Informationen miteinander vermischt. Wenn beispielsweise Martin Erna einen Bitcoin schicken will und Hubert und Marie dasselbe durchführen, vermischt CoinJoin die Information in der Art, dass im fertigen Block niemand mehr weiß, wer wem einen Coin gesendet hat. Es könnte sein, dass Hubert Martin, Martin Marie, Erna Hubert usw. einen Coin gesendet hat. Dadurch entsteht die Anonymität für die Dash steht. Masternodes übernehmen hier die Funktion, Transaktionen miteinander zu vermischen. Die Anzahl der Coins, die über PrivateSend verschickt werden können, ist auf 1.000 Coins begrenzt.

 

InstantSend

InstantSend, ursprünglich InstantX, beschreibt den Service eine Transaktion innerhalb von 1,3 Sekunden bestätigen zu lassen. Das bietet Nutzern den Vorteil, dass sie keine längeren Wartezeiten haben, sie können Überweisungen in Echtzeit abwickeln. Bei der Verwendung von Trading-Bots könnten durch die kurzen Wartezeiten weitere Gewinne generiert werden.

Im Wesentlichen werden Inputs an ausgewählte Transaktionen gehängt. Dann werden sie durch das Masternode-System verifiziert. Das funktioniert jedoch nur, wenn Masternodes zu einem Konsens kommen. Wenn zwei Transaktionen in einen Konflikt geraten oder Blöcke miteinander kollidieren, werden sie vom Masternode-System abgelehnt. Sollte kein Konsens zustande kommen, wird die Transaktion auf dem einfachen Wege ausgeführt, was dann natürlich länger dauert. Die Entwickler der Coin haben es geschafft das Double-Spending-Problem zu lösen und Transaktionen schneller durchzuführen, als auf der Bitcoin-Blockchain.

 

Administrative Aufgaben

Neben der Aufrechterhaltung von PrivateSend und InstantSend können Masternode-Inhaber über zukünftige Entwicklungen der Kryptowährung abstimmen. Kommen einzelne Masternodes zu einem Konsens, können diese Entwicklungen schnell umgesetzt werden. Das klappte beispielsweise bei der Blockvergrößerung auf 2MB im Frühjahr 2016 innerhalb von 24 Stunden.

Im Vergleich zur Blockvergrößerung von Bitcoin auf 2MB, welche diesen November abgesagt wurde, obwohl im Voraus eine monatelange Debatte geführt wurde, ist das sehr schnell. Alles in allem wird die Kryptowährung dadurch zu einem dezentral organisiertem, sich selbst finanzierenden System. Gleichzeitig bieten die Entwickler ihren Nutzern die Vorteile von schnellen und anonymen Transaktionen.

 

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Dash instantx Logo @dash.org

 

Dash Fazit

Dash steht für Digital Cash, das soll es auch wirklich sein. Die Kryptowährung soll irgendwann so selbstverständlich verwendet werden, wie Bargeld. Die Vorteile der Coin sind Transaktionen in Echtzeit, anonyme Transaktionen und eine ständige Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung durch das Masternode-System. Nachteile könnten dadurch entstehen, dass Masternodes Transaktionsdaten sammeln. Anonymität wäre dann passé. Weiterhin könnte die gesamte Kryptowährung kippen, wenn das Masternode-System falsche Entscheidungen trifft oder gar gehackt wird. Dash wird Ende dieses Jahres ein Upate herausbringen: Evolution. Es wird sich zeigen, wie sich die Kryptowährung weiterentwickelt. Aktuelle DASH-Kurs