Blockchainkurs mit NEO-Modul an der Universität Genf gestartet

Die Universität Genf in der Schweiz startet einen Kurs für Blockchain-Entwicklung als zertifizierten Kurs für Fortgeschrittene (Certificate of Advanced Studies, CAS). Es ist der erste Kurs, der ein vollständiges Modul mit der Kryptowährung NEO enthält. Studenten können 12 europäische ECTS-Punkte erreichen. Das Studium ist wahlweise auf dem Campus oder online per Videokonferenz möglich.

Universität Genf - Certificate of Advanced Studies (CAS) Blockchain & DLT
Universität Genf – Certificate of Advanced Studies (CAS) Blockchain & DLT @cas-blockchain-certification.com

Kurs für Blockchain-Entwicklung mit NEO an der Universität Genf

Mit dem Kurs für die Blockketten-Entwicklung können Studenten 12 ECTS-Punkte erreichen. ECTS ist die Abkürzung für European Credit Transfer System, deutsch Europäisches System zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen. Im Kurs können Studenten lernen, wie sie dezentrale Anwendungen mit Blockchain und DLT (Distributed Ledger Technologie) entwickeln. Der Kurs umfasst vier Module. Das erste Modul führt die Studenten in die Theorie von Blockchain und DLT ein. Die Module zwei bis vier sind auf die Entwicklung der Kryptowährungen NEOEthereum und Hashgraph Hedera fokussiert. Am Ende des Kurses ist jeder Teilnehmer dazu in der Lage, einen vollständigen Prototyp einer dezentralisierten Anwendung zu entwickeln.

Kurs entwickelt von PD Dr Jean-Marc Seigneur

Der Kurs wurde von PD Dr Jean-Marc Seigneur entwickelt, der 2005 an die Universität Genf kam, nachdem er seine Doktorarbeit über das Angriffsresistenz-Vertrauen von Sybil verfasste. Dr. Seigneur hat mehr als 100 Publikationen über dezentralisiertes Vertrauen herausgebracht, die im Rahmen mehrerer EU-finanzierter Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf verschiedenen Domains wie

  • Telecom Operators Trust
  • Wi-Fi Trust
  • Open-Source Software Trust

veröffentlicht wurden. Dr. Seigneur ist Präsident der Beratungsgesellschaft Reputaction, die einen neuen Typ einer Hardware-Krypto-Wallet zum Patent angemeldet hat, um das Vertrauen in Krypto-Transaktionen in Echtzeit zu erhöhen. Gegenüber NEO News Today betonte Dr. Seigneur, welchen Wert die Ausbildung einer neuen Generation von Programmierern hat. Er unterstrich das wachsende Interesse an der Blockchain-Technologie in der Schweiz: „Es ist einfacher, Blockchain mit NEO zu erlernen, da es auf einer bekannten integrierten Entwicklungsumgebung basiert, beispielsweise Visual Studio und bestehende Programmiersprachen. Es ist daher für Entwickler, die sich mit Standard-Entwicklungsumgebungen auskennen, leichter zu lernen. NEO hat andere Eigenschaften als andere DLT. Es war interessant, es zu integrieren, um einen guten Überblick über verfügbare Plattformen zur Entwicklung dezentralisierter Anwendungen zu erhalten.“

Anreize für die Teilnehmer

Ein Anreiz für die Teilnehmer ist, dass sie am Ende des Kurses eine Belohnung in Form von GAS oder HVAR-Gutscheinen erhalten, wenn der Prototyp mit NEO oder Hashgraph Hedera als „ausgezeichnet“ gilt. Sie können damit den Start des Projekts in MainNet unterstützen. Unternehmen haben die Möglichkeit, die Teilnehmer zu sponsern. Das Ende des Kurses macht ungefähr 90 Stunden Arbeit aus, in denen ein Prototyp eines Unternehmens erstellt werden kann, wenn der Student, das sponsernde Unternehmen und der Kursleiter damit einverstanden sind. Dr. Seigneur schlägt vor, dass Unternehmen ihre Angestellten in die Blockchain-Technologie einführen können, während sie gleichzeitig ein Konzept entwickeln.

Es ist schwierig für Unternehmen, einen Blockchain-Entwickler zu finden, der einen potentiellen Anwendungsfall herbeiführt. Wenn ein Unternehmen einen Studenten sponsert, kann der Student dem Unternehmen am Ende des Kurses einen Anwendungsfall liefern. Das Unternehmen und der Student können ihre Zusammenarbeit fortsetzen.

Der Kurs dauert drei Monate und erstreckt sich vom 1. März bis zum 8. Juni 2019.