Bitfury Surround – Der Blockchain-basierte Musikdienst

Die Bitfury Group ist vor allem durch den frühzeitigen Eintritt den Bitcoin-Mining-Markt eingestiegen. Nun gab das Londoner Unternehmen bekannt, dass die eigene Unterhaltungssparte eine eigene Plattform namens Bitfury Surround für Musikdienste entwickelt. Der hauseigene Musikdienst basiert demnach auf der Distributed-Ledger-Technologie Blockchain.

Bitfury Surround Team
Bitfury Surround Team @surround.com

Bitfury Surround – Vom Bitcoin-Mining-Anbieter zum Musik-Streaming-Dienst

Die Musikbranche gilt für viele Technologiekonzerne als besonders interessant und bereits in den vergangenen Jahren bewirken Streaming-Anbieter wie Spotify oder Apple Music für eine Revolution des Nutzerverhaltens. Immer mehr Nutzer greifen auf die kostenpflichtigen Abo-Modelle der Streaming-Anbieter zurück und verzichten dafür auf den Kauf physischer Datenträger. Nun hat auch das Londoner Blockchain-Unternehmen Bitfury – dieses ist vor allem durch das frühzeitige Mining von Bitcoins bekannt geworden – veröffentlicht, dass die eigene Entertainment-Abteilung an der Entwicklung einer Open-Source-Plattform arbeitet. Mittlerweile gilt Bitfury als eines der bekanntesten Unternehmen auf dem Blockchain-Markt, sodass der Vorstoß in einen neuen Industriezweig besonderes Aufsehen erregt. In jüngster Zeit zeigten verschiedene Unternehmen, dass die Dezentralisierung der Musikbranche besonderes Interesse erregt und daher von zahlreichen Unternehmen avisiert wird.

Musikindustrie mit und ohne Blockchain
Musikindustrie mit und ohne Blockchain @surround.com

Die Open-Source-Plattform wird unter dem Namen Bitfury Surround entwickelt und eine vereinfachte Transaktion von Urheberrechten ermöglichen. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung eines Ökosystems, welches Musikern ein effizientes und vor allem einfaches Werkzeug zur Verwaltung eigener Daten und Musikstücke an die Hand gibt. Insbesondere die Überprüfung der Zuhörerzahlen sowie ein Monitoring der erfolgreichen Ideen stellt ein Instrument zur Erfolgsoptimierung dar. Vor allem Bitfury sieht im Streaming Dienst Bitfury Surround eine Plattform, welche die Innovationen in der Musikbranche verbessern soll. Der CEO von Bitfury, Stefan Schulz, gab im Rahmen eines Interviews bekannt, dass es aktuell ein starkes Momentum zur Entwicklung einer Blockchain-basierten Plattform aus dem Entertainmentbereich gäbe. Vor allem die Involvierung der Marktteilnehmer spielt bei dieser Plattform eine tragende Rolle.

Plattform soll Monetisierung von intellektuellen Inhalten optimieren

Die Plattform wird demnach als digitales System zur Monetisierung sowie zum Teilen intellektueller Inhalte fungieren. Die Zweigstellen für diesen Service werden außerhalb der EU stationiert – lediglich Vertretungen in Amsterdam und Berlin sind geplant. Auch in Tokio, Los Angeles, Moskow und Seoul sollen weitere Zweigstellen entstehen. Laut Schulz – dieser kann auf ein umfangreiches Wissen im Entertainment- und Musikbereich zurückgreifen, soll die Plattform in einer recht agilen Herangehensweise entwickelt werden. Vor allem neue Ideen werden auf Basis zahlreicher Meetings entwickelt und schnell in die Plattform implementiert. Die finale Plattform befindet sich dementsprechend noch nicht in einem marktfähigen Zustand und wird im Zuge der kommenden Monate auch nicht veröffentlicht.

Allerdings gilt Bitfury auch nicht als einziges Unternehmen, welches an einer Lösung für das Management des Copyrights auf Basis der Blockchain-Technologie arbeitet. So bietet beispielsweise Kodak eine Blockchain-Plattform, welche die Verwaltung von Fotos ermöglicht. Hier erhalten Fotografen die Möglichkeit eigene Bilder zu registrieren und das geistige Eigentum an diesen Bildern zu sichern. Eine anschließende Nutzung ist demnach entgeltlich möglich. Mit den jüngsten Expansionsbemühungen konnte sich Bitfury zudem den Status als Unicorn sichern. Im Rahmen der jüngsten Finanzierungsrunde sammelte das Unternehmen 80 Millionen Dollar. Durch die rege Teilnahme an der Finanzierungsrunde überschritt die Bewertung Bitfurys erstmalig die Milliarden-Dollar-Marke. Download: Presskit