Aura – LVMH präsentiert Blockchain-Plattform für Luxusartikel

Der Konzern hinter Luis Vuitton und Christian Dior, LVMH, hat eine Kooperation mit ConsenSys und Microsoft geschlossen. Die drei Unternehmen arbeiten an der Entwicklung der Blockchain-Plattform Aura für die Verifizierung von Luxusgütern. Wie aus einem Pressebericht vom 16. Mai 2019 hervorgeht, soll die Plattform das Risiko von Plagiaten verringern und eine Nachverfolgung der Materialien ermöglichen. 

Louis Vuitton Filiale
Louis Vuitton Filiale

LVMH plant Blockchain Plattform 

Wie eine Pressemitteilung des Blockchain-Unternehmens ConsenSys verdeutlicht, haben ConsenSys, LVMH und Microsoft eine Kooperation geschlossen. Die drei Marktgrößen arbeiten an der Entwicklung einer Blockchain-Plattform. Mithilfe dieser Plattform erhalten Kunden die Möglichkeit, die Echtheit von Luxusartikeln nachzuvollziehen. 

Wie das Konsortium mitteilt, handelt es sich bei der avisierten Plattform um Aura. Diese soll der gesamten Luxusindustrie zur Verfügung stehen und ein machtvolles Zurückverfolgen der Produkte ermöglichen. Mit den beiden Marken Louis Vuitton und Christian Dior nehmen bereits zwei namhafte Marken des größten Luxusgüterkonglomerats der Welt teilt. Im Rahmen der jüngsten Erfolge wird bereits über eine Ausweitung der Blockchain-Plattform auf weitere LVMH-Marken diskutiert. Im Zuge der Pressemitteilung stellt das Unternehmen hervor, dass AURA die Kunden hinsichtlich der Produkthistorie und Echtheit absichert. Insbesondere die verwendeten Rohmaterialien und der Weg bis zum Gebrauchtwarenmarkt lassen sich demnach nachverfolgen. 

AURA bietet Kunden zahlreiche Mehrwerte

Folglich forcieren die Unternehmen, dass jede einzigartige Information zu einem der Markenprodukte auf dem öffentlichen Ledger abliegt. Mithilfe der offiziellen App haben die Nutzer die Möglichkeit ein Produkt auf seine Echtheit und Vergangenheit zu überprüfen. Insbesondere im Gebrauchtwagenhandel spielt diese Funktion eine tragende Rolle. Das wirtschaftliche Risiko von Plagiaten ließe sich dementsprechend signifikant reduzieren. Wie der LVMH-Konzern weiterhin mitteilt, basiert die Plattform auf der Ethereum-Blockchain und greift zudem auf Microsoft Azure zurück. Dementsprechend lassen sich ethische sowie umweltbezogene Informationen extrahieren und Hinweise zur Produktpflege und -wartung abrufen. 

Außerdem gab das Team hinter Aura bekannt, dass auf eine marktweite Nutzung des Systems hoffen. Insbesondere konkurrierende Luxusmarken könnten die Plattform zur Absicherung der Geschäfte nutzen. Im Gegenzug erhalten die Marken die Möglichkeit, maßgeschneiderte Funktionen und Dienstleistungen zu implementieren und somit die Kundenbeziehungen aufzubauen. Laut Ken Timsit, dem Managing Director von ConsenSys Solutions, ist AURA eine Revolution für die gesamte Luxusindustrie. Folglich sei es für ConsenSys eine Ehre, eine solche Revolution mit LVMH voranzutreiben. Hierbei stehe nicht das Interesse eines Konzerns im Vordergrund, sondern die Interessen, Integrität, und Privatsphäre einer jeden Marke. 

Bereits im Markt sickerten erste Hinweise zur Entwicklung von AURA an die Öffentlichkeit. Eine entsprechende Bestätigung blieb bis zur Veröffentlichung der ConsenSys-Pressemitteilung aus. Allerdings zeichnet sich ein weiterer Trend zur Adaption der Blockchain-Technologie in der Luxusgüterbranche ab. Hierdurch planen die meisten Unternehmen den Schutz der eigenen Marken und Kunden. Erst vor kurzem gab der Alkoholhersteller Ailsa Bay bekannt, dass sie die Produktion eines Scotchs plane – dieser soll sich mithilfe der Blockchain-Technologie verfolgen lassen.